Zum 103. Geburtstag viele Gäste

Bürgermeister Gerd Grüner mit Glückwünschen für den Jubilar
Die kleine Stube von Albert Scherf, Feldweg Nr.9 schien aus den Nähten zu platzen, der Jubilar, der am 19.01.1909 geboren wurde, bekam zu seinem 103. Geburtstag zahlreichen Besuch. Als erste Gratulanten kamen die Angehörigen der Familie mit Enkelkindern, Freunde und Bekannte, gefolgt von Pfarrer Krape aus Plauen. Senioren der Evangelisch Lutherischen Freikirche werden von ihm betreut und es war für ihn das erste Mal, einem seiner Schäfchen zu so einem hohen Alter zu gratulieren.
Albert Scherf war vollkommen überrascht, als Bürgermeister Gerd Grüner mit Blumen, einem Präsent, seine persönlichen Glückwünsche auch im Namen der Stadt Greiz überbrachte, dabei kam es zu einem herzlich geführten Gespräch.
Ulrich Zschegner überbrachte die Glückwünsche von Landrätin Martina Schweinsburg und in seinem eigenen Namen.
Mit einem fast Lausbub wirkenden Lächeln bedankte sich der Senior, nahm seine Lupe zur Hand und las erst einmal die Glückwunschkarten.
Zur Schule ging er in die Goetheschule in Greiz, erlernte den Beruf eines Schuhmachers, den er auch einige Jahre ausführte, sogar im hohen Alter ging er noch seinem Bruder Paul Scherf in der Schuhmacher-Werkstatt zur Hand.
Vor 1939 war er bei der damaligen Stadtverwaltung als Botengänger angestellt und jeder in der Stadt kannte natürlich den Bote Albert.
Die Militärzeit führte ihn an die Westfront, bei Kassel geriet er in amerikanische Gefangenschaft, in den Staaten zur Arbeit eingeteilt, lernte dabei das Land von Nord bis Süd kennen und befuhr sogar den Panamakanal. Sein Sohn Siegfried, einer von seinen drei Jungen aus der Ehe, erzählte, sein Vater kann sich noch an die Kaiserzeit, die Inflationsjahre, die Weimarer Republik erinnern. Besonders gern erzählt er auch heute noch von seinen Erlebnissen in den Staaten.
Nach dem Krieg erst einmal arbeitslos, wendete sich sein Berufsleben, bekam Arbeit in der Färberei Albert Weitze & Söhne in Greiz und nach der Schließung des Betriebes wurde er im TVW der Greika Appreturarbeiter bis zum Eintritt ins Rentenalter 1973.
Fürs politische Geschehen informiert sich Albert Scherf am Fernsehgerät auch noch in seinem hohen Alter und freut sich wenn sein Sohn Siegfried ihm die Tageszeitung bringt.
Mit 90 Jahren spielte er im Garten hinterm Haus mit seinen Enkeln noch Fußball. Eine leichte Erkältung war der Grund, dass der Jubilar auf Anraten seines Hausarztes sitzend im Bett die vielen Glückwünsche in Empfang nahm.
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6 Kommentare
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 19.01.2012 | 21:34  
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.01.2012 | 22:01  
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Renate Jung aus Erfurt | 19.01.2012 | 23:42  
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 20.01.2012 | 08:18  
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Dieter Eckold aus Zeulenroda-Triebes | 20.01.2012 | 09:38  
5.691
Petra Seidel aus Weimar | 22.01.2012 | 20:00  
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