Auf den Spuren von Moosi Moosbeere - Moorerlebnispfad Pöllwitz ist jetzt 440 Meter länger!

    Zeulenroda-Triebes: Moorerlebnispfad Pöllwitzer Wald |

Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach Eröffnung des Moorerlebnispfades im Pöllwitzer Wald wurde am 12. Juni 2015 ein weiteres 440 Meter langes Teilstück freigegeben, das nun von Wanderern, Naturfreunden und Erlebnishungrigen erkundet werden kann.

Am 7. Juni 2013 war die touristiche Attraktion eröffnet worden: Ein 190 Meter langer Holzbohlenweg durch uriges Gelände zu einem 9,60 Meter ­hohen Aussichtsturm. Von diesem aus ist ein herrlicher Blick auf die rena­turierte Moorfläche mit ihren wertvollen und seltenen Biotopstrukturen möglich. Den Weg säumen Informations- und Erlebnis­tafeln.

Jetzt wurde die Erweiterung freigegeben - ab dem Aussichtsturm geht es 440 Meter weiter durch naturbelassenes Gelände, unter dem Motto "Moorfee sucht Töchterchen Moosi Moosbeere!" Die Besucher des erweiterten Moorerlebnispfades auf der DBU-Naturerbefläche Pöllwitzer Wald können hier entlang des Weges bei der Suche nach dem Maskottchen des Pfades helfen. Dabei werden sie feststellen: Der Moorerlebnispfad ist spannend und es gibt neue Informationstafeln und Module!

Der Tourismusverband Vogtland konnte gemeinsam mit der DBU Naturerbe GmbH als Eigentümerin des Pöllwitzer Waldes den Pfad erweitern. Im Rahmen des gewonnenen Tourismusbudgets mit dem Konzept „Vom Zeulenrodaer Meer zu den Residenzen der Reußen“ wurde der bestehende 190 Meter lange Weg um 440 Meter erweitert. Die DBU Naturerbe GmbH beauftragte zudem die weitere Ausstattung mit informativen und erlebbaren Elementen.

Zur offiziellen Freigabe des erweiterten Moorerlebnispfades begrüßte Claudia Pieper als Vertreterin der DBU Naturerbe GmbH etwa 20 geladene Gäste und informierte über das Nationale Naturerbe und über Besonderheiten der Fläche. Nach den Grußworten der Greizer Landrätin und Vorsitzenden des Tourismusverbandes Vogtland, Martina Schweinsburg, sowie des Bürgermeisters der Stadt Zeulenroda-Triebes, Dieter Weinlich, wurde ein Band am Aussichtsturm durchtrennt und die Erweiterung somit eröffnet. Anschließend erläuterte Doreen Safar als Redakteurin die neuen Ausstattungselemente am freigegebenen Abschnitt. Danach überreichte Sparkassenvorstandsmitglied Frank Emrich der Vorsitzenden des Tourismusverbandes Vogtland, Martina Schweinsburg, einen Zuwendungsbescheid der Sparkasse Gera-Greiz über 20.000 Euro für die Finanzierung weiterer touristischer Vorhaben.

Der Moorerlebnispfad ist zu Fuß zu erreichen, unter anderem vom Wanderparkplatz Neuärgerniß.

Info: Die etwa 2000 Hektar große Fläche Pöllwitzer Wald war ein ehemaliger Truppenübungsplatz und wurde als Naturerbe-Fläche ausgewählt. Sie wurde an die gemeinnützige DBU Naturerbe GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), übergeben. Der Bundesforst ist jedoch weiterhin für das operative Geschäft der Fläche zuständig und bewirtschaftet sie.

Hier noch die Pressemitteilung des Tourismusverbandes:

Erweiterter Moorerlebnispfad offiziell eröffnet

Landrätin Schweinsburg: „Attraktives Ausflugsziel für Gäste im Vogtland“
Zeulenroda-Triebes. Der Moorkönig hat die Tochter der Moorfee
entführt – zumindest behauptet das die Moorfee auf einer der
neuen Infotafeln des erweiterten Moorerlebnispfades im Pöllwitzer
Wald. Um sie zu befreien, können Besucher künftig Aufgaben
entlang des Laufstegs lösen. Zur offiziellen Eröffnung machten sich
heute die Projektbeteiligten mit Martina Schweinsburg, Landrätin
des Landkreises Greiz und Vorsitzende des Tourismusverbandes
Vogtland, und dem Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes, Dieter
Weinlich, sowie Claudia Pieper von der gemeinnützigen Tochter der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der DBU Naturerbe
GmbH, auf den Weg. Auf dem um 440 Meter erweiterten Pfad
wecken rund 15 weitere Infotafeln und Module nicht nur bei jungen
Besuchern Interesse für die DBU-Naturerbefläche. Schweinsburg
betonte, dass „der Moorerlebnispfad nicht nur attraktives Ausflugsziel
für Gäste in Greiz und Zeulenroda-Triebes ist, sondern ein wichtiger
Baustein der neuen Produktlinie „Natur Spüren“ des gesamten
Vogtlandes“.
Für Dieter Weinlich, Bürgermeister der Stadt Zeulenroda-Triebes, ist die
Erweiterung ein weiterer Schritt in der Entwicklung der Urlaubsregion „Zeulenrodaer
Meer“: „Neben den möglichen Aktivitäten rund um die Talsperre
ist ein Ausflug hier in das Moor eine tolle Abwechslung. Das Angebot für
unsere Gäste wird dadurch attraktiver.“ So könnten sie beim Baummemorie
allen im Moor vorkommende Baumarten die richten Früchte und Blätter
zuordnen oder herausfinden, wie die dort lebenden Tiere den Wald sehen.
Es gelte, einen wackligen Moorsteg zu passieren und dem Moorfrosch einen
Ton zu entlocken. Rund 100.000 Euro kostete das Gemeinschaftsprojekt
des Tourismusverbandes Vogtland und der DBU-Tochter.
Der Tourismusverband hatte 2013 das Tourismusbudget des Thüringer
Wirtschaftsministeriums mit dem Konzept „Vom Zeulenrodaer Meer zu den
Residenzen der Reußen“ gewonnen. Aus den Mitteln finanzierte der Ver-band die Wegerweiterung: Die neue Trasse beginnt am Ende des bestehen-den Pfades kurz vor Erreichen des Turmes und verläuft von dort aus in südöstlicher Richtung. Der Weg hat die gleiche Bauweise wie schon der vorhandene Laufsteg - 1,5 Meter breit mit Holzbohlen aus Lärche, die Querbalken des Unterbaus sind aus Eiche. „Mit der Erweiterung des Moorer-lebnispfades ist nun fast ein Rundweg möglich“, freute sich Sebastian Gem-bus vom Tourismusverband. Der neue Pfad führt auf den nächstgelegenen Querweg, „der in Zukunft auch als Radweg zwischen den beiden Städten genutzt werden kann“, so Gembus.
Die Ausstattung mit den Informationstafeln, die Erlebnistafeln und Module für Kinder und Erwachsene, die die DBU-Tochter finanziert hat, sowie der Aussichtsturm auf halber Strecke machen das Moor erlebbar und zeigen dessen Bedeutung innerhalb der DBU-Naturerbefläche Pöllwitzer Wald. „Es freut uns, dass wir hier gemeinsam so eine Plattform für Naturerlebnisse schaffen konnten“, betonte Claudia Pieper als Vertreterin der Flächenbesitzerin. Ausdrücklich lobte sie die gute Zusammenarbeit mit den Projektpartnern. „Beispielsweise hat die Forstwirtin und Waldpädagogin Doreen Safar viel Herzblut in die Infotafeln und Module gelegt“, lobte Pieper. 2013 ging der Pöllwitzer Wald vom Bund in die Verantwortung der Osnabrücker Gesellschaft über. Pieper hofft, dass der Moorerlebnispfad auch hilft, die DBU in der Region bekannter zu machen. „Wir wollen diese wertvollen Lebensräume schützen und gleichzeitig durch gezielte Besucherlenkung und Umweltbildung Akzeptanz für Naturschutz schaffen“, fasst sie die Ziele der DBU-Tochter zusammen. Anhand eines Leitbildes und mithilfe eines Managementplans sollen in den kommenden Jahren in Abstimmung mit den Behörden entsprechende Maßnahmen festgelegt werden.
Die DBU-Naturerbefläche ist eine von 47 Liegenschaften der Stiftungstochter, die sich als Treuhänderin des Nationalen Naturerbes versteht. Insgesamt hat sie 60.000 Hektar vor allem ehemals militärisch genutzte Flächen vom Bund übernommen. Auf den Flächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden.
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