Auf fürstlichen Wegen durch den Frühling

Das Sommerpalais im Greizer Park ist immer einen Besuch wert. Derzeit schmücken Tausende Stiefmütterchen das Areal um das Parkschloss.
Greiz: Sommerpalais |

Der Frühling lockt hinaus in die Natur. Gut ausgebaute Rad- und Wanderwege laden ein, die nähere und weitere Umgebung zu erkunden.

Ganz besonders empfiehlt sich in diesen Tagen ein Ausflug in und ein Spaziergang durch den Greizer Park. Tausende Stiefmütterchen und Magnolien blühen, der Duft des Frühlings liegt in der Luft und wieder hergestellte Wege laden zu Aus- und Einsichten in die Natur ein.
Bereits im 17. Jahrhundert wandelten fürstliche Gesellschaften durch das am rechten Ufer der Weißen Elster gelegene beschauliche Areal, das sich aus einer kleinen Küchengartenanlage der Obergreizer Herrschaft entwickelte. Mit dem Bau eines Vorgängergebäudes des heutigen Sommerpalais um 1714 kam es zur Gestaltung einer Gartenanlage. Knapp hundert Jahre später ließ Fürst Heinrich XIII. Reuß älterer Linie den Park nach englischem Vorbild neu anlegen. Prägende gestalterische Impulse für den Landschaftsgarten kamen von dem berühmten Muskauer Gartendirektor Carl Eduard Petzold. Dieser erhielt 1872 den Auftrag, Pläne für den Park zu entwickeln. Petzolds Pläne wurden von seinem Schüler Rudolph Reinecken abgewandelt. Ab 1873 prägte Reinecken, der insgesamt 50 Jahre in Greiz wirkte, die Entwicklung des Parks nachhaltig, der zu DDR-Zeiten den Namen Lenin-Park verpasst bekam. Lenin selbst war allerdings nie hier. Weshalb der Greizer Park nach der politischen wende wieder seinen angestammten Namen erhielt. Seit 1994 gehört der Landschaftspark mit Sommerpalais und Küchenhaus zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Das Gesamtensemble wurde 2009 als "Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung" eingestuft und seitdem als Fürstlich Greizer Park vermarktet.

Vor drei Jahren suchte das Junihochwasser der Weißen Elster auch den Greizer Park und das zuvor sanierte Sommerpalais heim, das die Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung und das Satiricum beherbergt. Große Teile des Parks wurden zerstört und das Parkschloss schwer geschädigt. Sommerpalais, Luftbrücke und zahlreiche Wege konnten inzwischen wieder saniert werden und sind wieder begehbar. Die Wege im Park wurden mit einem gelben Kiesbelag versehen, was dem historischen Vorbild entspricht.

Vom 13. bis 16. Mai ist das Greizer Sommerpalais wieder einer der Veranstaltungsorte zu den Thüringer Schlössertagen, Spätestens dann kann sich jeder von der gelungenen Rekonstruktion des Gebäudes und des Parkgeländes überzeugen. Passend zum Thema der Thüringer Schlössertage „Aufgespielt! Rendezvous der Künste“ eröffnet im Sommerpalais bereits am die Ausstellung „Hier spielt die Kunst“ über Theater-, Musik-, Gesellschafts- und Kinderspiel.

Und wem die Wege durch den Greizer Park zu kurz sind, der kann sich ja den Elsterperlenweg unter die Sohlen nehmen, der auf sechs Etappen über 72 Kilometer entlang der Weißen Elster führt. Die erste Etappe beginnt im Greizer Park.

Programm: Auf http://www.sommerpalais-greiz.de/ gibt‘s Infos über die Veranstaltungen zu den Thüringer Schlössertagen im Sommerpalais Greiz.
1
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige