Baden im „Zeulenrodaer Meer“ – nach 18 Jahren Badeverbot kann in der Talsperre Zeulenroda wieder geplanscht werden!

Ein Segelboot kreuzt vor dem Strandbad Zeulenroda. Ab dem 1. September 2012 kann hier wieder in die Fluten der Talsperre gesprungen werden!
Zeulenroda-Triebes: Talsperre | Der 1. September 2012 ist für Zeulenroda und die gesamte Ostthüringer Region ein Datum von nahezu historischer Bedeutung: Nach 18-jährigem Badeverbot wird das „Zeulenrodaer Meer“ am kommenden Samstag wieder zum Schwimmen freigegeben! Von den 70er Jahren bis 1994 gehörte die Talsperre mit seinen Strandbädern und Bungalowdörfern zu den beliebtesten Naherholungsgebieten Ostthüringens. Dann wurde sie als Trinkwasserschutzzone deklariert und für den Badebetrieb gesperrt. Mit dem Anschluss von Zeulenroda-Triebes an das Fernwasserversorgungsnetz, das durch die Talsperre Leibis eingespeist wird, hat sich der Trinkwasserstatus erübrigt und ab dem 1. September 2012 kann im „Zeulenrodaer Meer“ wieder nach Herzenslust geplanscht werden. Ein Ereignis, das natürlich ganz groß gefeiert wird – zahlreiche Events laden nächstes Wochenende an mehrere Schauplätze rund um die Talsperre ein.

Das „Anbaden“ könnte auch der Startschuss für den Aufschwung des Tourismus in der Region sein. Dafür hat der eigens gegründete Förderverein „Talsperre Zeulenroda erleben!“ unter dem Motto „Von der Vision zur Wirklichkeit“ ein Konzept erarbeitet. Die künftige Nutzung der Talsperre soll demnach auch die Wirtschaft der Region ankurbeln. Durch die nachhaltige Entwicklung touristischer Potenziale erhofft man sich positive Effekte für die hiesige Beschäftigungssituation sowie die Verbesserung der Kaufkraft und der Wirtschaftskraft. Insgesamt stellt der Förderverein in seinem Konzept die „Stärkung der Stadt Zeulenroda-Triebes als Wohn-, Arbeits- und Lebensort“ in Aussicht und prognostiziert eine Steigerung des Nettoumsatzes im touristischen Bereich von 11,7 Millionen Euro (2009/2010) auf 24,1 Millionen Euro im Jahre 2020 sowie die Erhöhung der jährlichen Steuereinnahmen aus dem Tourismus von derzeit 290.000 Euro auf 600.000 Euro.

Hier einige Daten zum „Zeulenrodaer Meer“:

Erbaut: 1968 bis 1975.
Nutzung: Freizeit- und Badebetrieb (bis 1994), Segelsport, Trinkwassernutzung (bis Januar 2012).
Größe: 6,5 Kilometer lang, durchschnittlich 600 Meter breit.
Tiefe: Durchschnittlich zirka 20 Meter, tiefste Stelle 30 Meter.
Staumauer: Eine Mauer als solche gibt es nicht, der Fluss Weida wird durch einen Steinschüttdamm (307 Meter lang und 35 Meter hoch) aus Diabas-Gestein angestaut.
Brücke: Über die Talsperre spannt sich eine 362 Meter lange Auto- und Fußgängerbrücke. Beim Bau kamen am 13. August 1973 vier Arbeiter ums Leben. Ein Gedenkstein an der Brücke erinnert an das Unglück.
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