Mausoleum beherbergt Erdbebenmessstelle

Das im Vogtland des öfteren die Erde bebt, ist vielen Bürgern bekannt. Weniger hingegen, dass es im Mausoleum in Waldhaus bei Greiz, der letzten Ruhestätte der Greizer Fürstenfamilie, eine Erdbebenmessstelle gibt.
"Selbst geringfügige Erschütterungen können wir mit den installierten Geräten wahrnehmen" versichert Dirk Schönwald, der in regelmäßigen Abständen die Anlage überprüft. Fährt ein Fahrzeug vorbei, laufen Besucher im Mausoleum an den Öffnungstagen über den Boden, alles wird registriert. "Die aufgezeichneten Daten werden an die Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena gesendet, dort entschlüsseln erfahrene wissentschaftliche Mitarbeiter die übermittelten Dateien und können genau feststellen, wie die Aufzeichnungen eingeordnet werden" ergänzt Schönwald seine Ausführungen.
Im Fundament des Mausoleums ist der Sensor installiert, der die Erschütterungen erkennt und an eine gegen Feuchtigkeit geschützteBox mit empfindlicher Technik weiterleitet.
So wurde auch das erst kürzlich statt gefundene Erdbeben nahe Altenburg in der Messtelle in Waldhaus registriert.
Das Thüringer Seismische Netzwerk informiert zum Beben in Altenburg wie folgt:
Am Abend des 17. Januar 2013 um 20:46:21 Uhr wurde durch die Messstationen des Thüringer Seismischen Netzes (TSN) und des sächsischen seismologischen Netzes ein Erdbeben registriert, dessen Erschütterungen auch von einzelnen Personen gefühlt wurden. Die Analyse der seismischen Aufzeichnungen ergab, dass das Epizentrum 4 km westlich von Altenburg, in der Nähe der Ortschaft Lossen lag. Das Hypozentrum (Bebenherd, seismische Quelle) befand sich in etwa 15 km Tiefe. Mit einer Magnitude (Stärke von Erdbeben) von 2,4 auf der Richterskala war es ein relativ schwaches Beben. Die Aufzeichnungen der seismischen Station in Heukewalde in etwa 18 km Entfernung vom Epizentrum zeigen die Bodenbewegung in vertikaler (Z) und horizontaler Richtung (North, East). Die Druckwelle trifft an dieser Station etwa 3 s nach dem Beben ein, und ist nach weiteren 3-4 s gefolgt von dem Einsatz der langsameren Scherwelle. Oberflächenwellen, von denen bei starken Beben die meiste Schadenswirkung ausgeht, wurden bei diesem Beben nicht registriert.
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Hannelore Grünler aus Artern | 22.01.2013 | 21:55  
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