Rhipsalis im Baum: Bei Familie Dersinske steht die Magnolie auch im Sommer in voller Blüte

Die Arme voller Rhipsalis-Blüten: Gislinde Dersinske zeigt die blühenden Triebe unter ihrem Magnolienbaum.
 
Gislinde Dersinske zeigt die blühenden Triebe unter ihrer Magnolie.
Das dichte Blätterdach der Magnolie spendet in der sengenden Sommersonne kühlenden Schatten. Die Blütezeit des Baumes war im Frühjahr und ist längst vorbei. Doch im Geäst des Baumes ranken exotisch anmutende Ampelpflanzen, deren meterlange verzweigte Sprosse in weißer Blüte stehen. Es sind Blattkakteen der Gattung Rhipsalis, auch als Korallenkakteen bekannt, die ihre Blüten entfalten.

Was wie eine Szenerie aus tropischen Gefilden oder einem botanischen Garten anmutet, ist in diesen Tagen bei Gislinde und Gero Dersinske in Großkundorf zu sehen. Das Ehepaar wohnt seit über 45 Jahren in dem Teichwolframsdorfer Ortsteil und hat ihren Garten in ein Refugium voller Blütenpracht gestaltet. Während Gero für den Garten mit dem idyllischen Teich, in dem sich Goldfische tummeln, verantwortlich zeichnet, sind der Eingangsbereich und die Zufahrt zum Haus Gislindes Areal. Und hier ist in diesen Tagen die Magnolie mit den blühenden Blattkakteen ein wahrer Hingucker. In der Krone des Baumes hängt ein rundes Dutzend Blumentöpfe, aus denen die Rhipsalien, wie sie gemeinhin genannt werden, ranken. Am Fuße des Stammes und entlang des Weges stehen noch mehr Behälter mit weiteren blühenden Blattkakteen.

"Die Magnolie stand schon da, als wir hier einzogen", sagt Gislinde Dersinske. "Im Frühling steht sie immer in voller Blüte, doch nach wenigen Tagen ist die Blütenpracht meist vorbei", so die 69-Jährige. Deshalb hat Frau Dersinske die Blütezeit durch die Rhipsalis in der Krone des Magnolienbaumes sozusagen verlängert. "Die Idee kam mir vor sechs Jahren", erinnert sie sich. In einem Gartenmarkt schaute sie sich nach geeigneten Hängepflanzen um. "Die Rhipsalis hat mir sofort gefallen und ich habe dort die erste Pflanze gekauft", so die Rentnerin. Inzwischen sind etwa zehn weitere dieser Ampelpflanzen dazu gekommen. Die hängen von Mai bis Oktober in der Magnolie und verschönern den Baum mit ihren Blüten im Sommer.

"Über den Winter kommen die Rhipsalien ins Haus", verrät Gislinde Dersinske: "Hier erhalten sie jede Woche eine Dusche." Die anderen Blattkakteen, die in der warmen Jahreszeit am Fuße der Magnolie stehen, müssen kühler und trocken überwintern. "Sonst setzen sie keine Blüten an", so die Hobbygärtnerin. Deshalb kommen sie beispielsweise ins Schlafzimmer und halten Winterruhe, auch gegossen werden sie nicht.

Im Sommer ist es auch wiederum die Rhipsalis, die viel Wasser braucht. Zum Gießen nehmen die Dersinskes Regenwasser aus ihrem 1000-Liter-Fass, das auch nach der langen Trocknzeit vorige Woche noch nicht leer war, und Wasser aus ihrem Brunnen. Ansonsten seinen die Korallenkakteen recht pflegeleicht und gedeihen unter den Händen von Gislinde Dersinske prächtig. Sie bilden sich stark verzweigende Triebe, an denen sich über die gesamte Fläche winzige Areolen befinden. Die Areolen dieser Kakteengattung sind manchmal wollig, meist bilden sie Borsten oder grobe Haare anstelle von Dornen.

Die Blüten von Rhipsalis sind zahlreich, klein und sehr hübsch. Allerdings halten sie sich nur wenige Tage. Da Familie Dersinske aber etliche dieser Blattkakteen hat und diese nie alle gleichzeitig blühen, steht ihre Magnolie in diesen Tagen ständig in Rhipsalis-Blüte! Und es werden mehrere Rhipsalien dazu kommen, vielleicht schone kommenden Monat. Denn im August feiern Gislinde und Gero Dersinske Goldene Hochzeit. Da kommt sicher der eine oder andere neue Blattkaktus ins Haus!
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