Sagenhafter Radweg verbindet Greiz und Zeulenroda-Triebes

Die ersten Radfahrer brechen nach der offiziellen Freigabe vom "Stern" in Erbengrün nach Zeulenroda auf.
 
Offizieller Banddurchschnit, v.l.: Dieter Weinlich, Gerd Grüner, Claudia Pieper von der DBU Naturerbe, Landrätin Martina Schweinsburg, Langenwetzendorfs Bürgermeister Kai Dittmann und Bundesförster Robert Zimmermann-Safar.
Langenwetzendorf: Erbengrün |

Mit der Eröffnung des Radweges „Sagenweg durch den Pöllwitzer Wald“ am Stern in Erbengrün gibt es nun ein weiteres touristisches Angebot im Thüringer Vogtland.

Der rund 20 Kilometer lange Weg verknüpft die touristischen Leuchttürme der Region für den Natur- und Aktivurlauber. "Damit rücken die Städte Greiz und Zeulenroda-Triebes näher zusammen", befand der Bürgermeister der Doppelstadt, Dieter Weinlich, vor dem offiziellen Banddurchschnitt. Sein Greizer Amtskollege Gerd Grüner ergänzte: "Mit diesem Radweg rücken die Greizer Schlösser und das Zeulenrodaer Meer enger zusammen."

Vom Greizer Schlossgarten, mit dem Anschluss an den Elsterradweg, führt der Sagenweg" über Untergrochlitz und Moschwitz zum "Stern" und von dort in den Pöllwitzer Wald direkt am Naturlehrpfad und dem Moorerlebnispfad vorbei nach Zeulenroda zum Wanderparkplatz nahe dem Bio-Seehotel. Natürlich kann der Sagenweg auch umgekehrt nach Greiz gefahren werden.

Auf fünf Informationstafeln werden die Radfahrer über die verschiedenen Sagen in der Region informiert. Die Idee zum „Sagenweg“ kam von der Greizer Werbeagentur Expressdesign, welche auch die Tafeln und eine kleine Broschüre gestaltete. Neben der wohl bekannten Geschichte der Karpfenpfeifer aus Zeulenroda-Triebes werden beispielsweise die Sagen um „Das verschwundene
Dorf“ oder „Die Irrlichter von Neuärgerniß“ dargestellt. Vor allem auch durch die Illustrationen der Sagen auf den Tafeln und in der Broschüre ist der Weg für einen Familienausflug mit den Kindern geeignet. Zudem laden drei Rastplätze zum Verweilen ein. Einer befindet sich "Am Stern" in Erbengrün und stellt in etwa den Mittelpunkt der Wegstrecke dar.

Der „Sagenweg durch den Pöllwitzer Wald“ rundet die touristischen Angebote in der und um die Naturerbefläche nun ab. Denn neben dem Tourismusverband Vogtland und den beteiligten Kommunen Greiz, Langenwetzendorf und Zeulenroda-Triebes hat vor allem die Deutsche Bundesstiftung für Umwelt (DBU), als Eigentümer des Pöllwitzer Waldes, die Entwicklung stark unterstützt.

Der Thüringer Vogtland Tourismus e.V. (heute Tourismusverband Vogtland e.V.) hatte sich 2013 erfolgreich um das Tourismusbudget des Thüringer Wirtschaftsministeriums beworben. Mit der Freigabe des Radweges fand das Projekt „Vom Zeulenrodaer Meer zu den Residenzen der Reußen“ einen würdigen Abschluss. In den Jahren 2013 bis 2015 standen dafür insgesamt 375.000 Euro zur Verfügung, wobei 14 Teilprojekte umgesetzt wurden. Nach der konzeptionellen Vorarbeit, welche unter anderem eine Zustandserfassung, Trassenvorschläge und eine Mängelliste umfasste, wurden durch den Tourismusverband und die Stadt Zeulenroda-Triebes im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel kurze Wegabschnitte saniert. Im Bereich des Pöllwitzer Waldes unterstützte die DBU das Projekt durch Wegesanierung auf mehreren Hundert Metern und optimierte die Wegstrecke somit deutlich.

Das schon vorhandene Wegenetz wurde genutzt und ausgebaut sowie direkt an die touristischen Highlights herangeführt. Zwischen der Residenzstadt Greiz mit ihren Schlössern und dem Fürstlich Greizer Park und der Region um das Zeulenrodaer Meer mit dem zertifizierten Qualitätswanderweg und Möglichkeiten für den Wassertourismus bildet der Pöllwitzer Wald das ideale Verbindungsglied für eine aktive Freizeitgestaltung. Hier gibt es neben dem im vorigen Jahr erweiterten Moorerlebnispfad und dem ebenso neu eröffneten Naturlehrpfad bei Wellsdorf so einiges naturnah zu erleben.

Die DBU-Naturerbefläche Pöllwitzer Wald reicht etwa von Wolfshain im Süden bis Neuärgerniß im Norden sowie von Pöllwitz im Westen bis Welsdorf im Osten. Großflächige Fichten- und Kiefernwälder prägen neben den trockenen Heiden und Übergangs- und Schwingrasenmooren sowie den Moorbirkenwäldern den Naturraum. Seit 2013 ist die gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die DBU Naturerbe GmbH, verantwortlich für die ehemals militärisch genutzte, rund 1.900 Hektar große Fläche. Neben naturschutzfachlichen Zielen will die DBU-Tochter die Fläche als Teil des Nationalen Naturerbes erlebbar machen.
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