Schlossberghang erhielt kostspielige Sanierung

2.v.r. Bürgermeister der Stadt Greiz, Gerd Grüner (SPD) enthüllt mit Lutz Zürnstein (l.) von der Stadtverwaltung und Jürgen Jahn (2.v.l.) vom Ingenieurbüro BAUplan die Tafel zur Sanierung am Schlossberhang.
Greiz-Brückenstraße.
Nach der feierlichen Enthüllung erinnert eine kleine Tafel über die aufwendige Sanierung im Bereich hinter den Häusern Brückenstraße 28 bis 42 am Schlossberghang des Oberen Schlosses.
Bürgermeister Gerd Grüner (SPD) lobte die schwierige geleistete Arbeit der Baufirmen und das sei ein Grund für ein Gläschen Sekt, gemeinsam mit Vertretern beteiligter Firmen und Anwohnern die Schlossberghang-Sicherung würdig abzuschließen.
Die Arbeit war deshalb schwierig, betonte der Rathaus-Chef, die zu bearbeitenden Flächen am steilen Hang waren nur schwer erreichbar, teilweise am gesicherten Seil hängend, erforderte dies eine enorme körperliche Anstrengung der Bauleute und für diese sei es eine große Herausforderung gewesen. Mehrere Bauerlaubnisverträge zur befristeten Nutzung von privaten Flächen wurden notwendig um unsachgemäßen Rückbau von Gebäuden in der Vergangenheit zu beseitigen. Hinzu kam noch das Hochwasser im Juni 2013, die den Ablauf der Arbeiten verschärften.
Der Schlossberghang ist seit Juni 2006 Eigentum der Stadt Greiz und deshalb für diese verkehrssicherungspflichtig. Seit 2007 wurden regelmäßig Gefahren im Baubereich, wie z.B. Beseitigung abgestorbener Bäume, umsturzgefährdete Mauerreste bis hin zur Hangberäumung durch den Bauhof und Firmen für ca. 35 Tausend Euro getätigt. Bereits 2009 wurde am Hang mit geotechnischen Untersuchungen durch Ingenieurbüros und ab 2012 weitere Planung zur Bauüberwachung aufgenommen, die rund 27 Tausend Euro in Anspruch nahmen. Über öffentliche Ausschreibung erhielt die Firma Stump Spezialtiefbau GmbH Chemnitz im Dezember 2012 den Auftrag zur Hangsicherung.
Auf 1.450 Quadratmeter wurde der Bewuchs entfernt, ein 40m langes Schutzgerüst mit Personenschutztunnel und Prallwand gestellt.
Abfälle, Bauschutt, marode Mauerreste, lose Steine und Felsbrocken rund 80 Kubikmeter und 150 t Steinmaterial mussten entsorgt werden. Hinzu kam die Verfüllung und Sicherung von Bergkellern, Am unteren Teil des Hanges wurde auf einer Fläche von 170 Quadratmeter eine bis zu 35 Zentimeter dicke Spritzbetonschicht mit 70 Bohrungen und 70 Nägeln aufgetragen.
Rund 1000 Quadratmeter Stahlnetz werden mit 280 Bohrungen und 280 Nägeln, einer 92 m langen Auffangschürze mit einer Höhe von 1,50m bis 2 m im gesamten Bereich die Sicherheit gewährleisten.
Inklusive zweier Nachträge und der Planungskosten hat die Sicherung des Schlossberges rund 640 Tausend Euro verschlungen, sagte Gerd Grüner und ergänzte, die Stadt ist mit 25 Prozent beteiligt, den Löwenanteil übernahm der Freistaat Thüringen und der Bund.
Bis 2016 wird im Rahmen eines Monitoring, die Wirkung der Maßnahmen kontrolliert und ein regelmäßiges Kontrollregime festgelegt.
In einem der sanierten Hangkeller wurde der Bauverlauf mit einer eindrucksvollen Dia-Show
Dokumentiert.
Gerd Grüner informierte mit Blick nach vorn, „die übrigen Teile des Schlossbergs wollen wir zeitnah und je nach Bereitstellung von Fördermitteln ebenfalls sanieren“.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 28.09.2013 | 12:59  
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