Tiergehegefest in Waldhaus

Klara Wagner aus Greiz liebt Tiere, vor allem Kaninchen
 
Musikalisch umrahmt vom Frauenchor Schönfeld
Greiz - Waldhaus
Am vergangenen Wochenende wurde mit einem Tiergehegefest für Groß und Klein das 45-jährige Bestehen des Tiergeheges Greiz, das seit dem 10. Mai 1969 besteht, inmitten des idylischen Landschaftsschutzgebietes Greiz-Werdauer Wald gefeiert.
Die Organisatoren, die Tourist-Information Greiz und das Grünamt der Stadt Greiz konnten sich über zahlreiche interessierte Besucher, darunter auch einige im Outfit der Fußballweltmeisterschaft freuen. Der damalige Kreistag traf am 21. Februar 1968 die Entscheidung und stellte den Antrag zum Bau eines Tiergeheges, verbunden mit Anlagen von Sport- und Spielmöglichkeiten und Wanderwegen. Gesellschaftlicher Hintergedanke dieser Entwicklung war in der damaligen DDR die Einführung der 5-Tage Arbeitswoche, beschlossen vom VII. Parteitag der SED, um den Bürgern der Region einen Ort der Naherholung bieten zu können. In den Folgejahren hat sich das Fleckchen Erde in Waldhaus zu einem beliebten Ausflugs- und Wanderziel entwickelt. Ganz besonders für die Kleinen Besucher, ist es immer wieder eine Freude und ein Erlebnis, hautnah die zahlreichen heimischen Tiere zu sehen und auch anfassen zu können. Vom Kaninchenhaus konnte sich Klara Wagner nur schwer trennen und Juliane und Josephine Eitner hielten einen Deutschen Kleinwidder auf dem Arm und verwöhnten die Häsin mit Streicheleinheiten. Besondere Aufmerksamkeit unter den Besuchern erregte der stattliche Hirsch Heinrich, den Tiergehegeleiter Thomas Hempel mit dem Futtereimer ganz nah an die Umzäunung des Geheges zur allgemeinen Bewunderung seines prachtvoll nachgewachsenen Geweihs lockte. Gelegenheit das Gewicht abgeworfener Geweihstangen zu testen, hatten die kleinen Besucher Melina und Charlotte Alder aus Waldhaus und Paul Grimm aus Teichwolframsdorf, die am Futterhaus die Ausstellung besuchten. Bei den angebotenen Führungen durch das Damwildgehege, hatte eine Gruppe das große Glück, das neugeborene Damwildkälbchen aus der Nähe zu sehen. Staunen konnten der 6-jährige Luis Nutz und sein 7-jähriger Freund Adrian Hentschel aus Teichwolframsdorf, die eine Fütterung der Uhus direkt in deren Voliere erleben konnten. „Das war echt cool, dabei auch noch viel Wissenswertes zur Haltung und Lebensweise zu erfahren“. Für ihr Interesse am Tiergehege wurden beide Jungen mit einer Uhufeder belohnt. Während den Führungen erfuhren die Besucher Informationen zu Tierpatenschaften, dem derzeitigen Tierbestand und immer wieder der Appell an alle Besucher, das Füttern der Tiere zu unterlassen, mit Ausnahme der Maiskörner aus dem Futterautomaten. Auf dem ehemaligen Sportplatz gab es für die Kinder Ponyreiten mit dem Reiterhof Jäschke aus Mohlsdorf.
Die Naturschutz-Information mit ihrer Ausstellung gab Einblicke in die heimische Tierwelt und lässt die Flora und Fauna hautnah erleben. Für alle die sich für die Historie des Mausoleums interessierten, stand dies zur Besichtigung offen. Von hier aus gingen auch die Führungen mit der Stadtführerin Johanna Kühnast, die auf dem Weg durch Waldhaus bis hin zur Kalkhütte, allerlei spannende, sagenhafte und kuriose Geschichten zu erzählen wusste. Am Stand mit Beratung und bei Führungen gab es vieles über die heimischen Kräuter durch die Kräuterkönigin Cornelia Seidel aus Gottesgrün zu erfahren. Großen Spaß hatten unter Anleitung von Janine Spörl am Stand „Filzherz`l“ die Kinder, unter anderem auch Marleen Otto aus Pohlitz, die wie sie selbst sagte“ einen bunten Blütenzopfgummi zum Rundgang“ für sich filzte. Bei Ralf Naundorf schauten viele Besucher vorbei und töpferten selbst oder schauten dem Meister bei der Arbeit über die Schultern. Touristische Informationen zur Stadt Greiz und deren Umgebung erhielten die Gäste vor Ort durch die Tourist-Information Greiz. Für das leibliche Wohl sorgten die Fleischerei Malz aus Greiz, das Eismobil des Eiskaffees Sachse aus Friesnitz, die Gaststätte „Goldene Kutsche“ und Peter´s Imbiss in Waldhaus. Den musikalischen Rahmen zur Eröffnung des Festes am Vormittag und einem bunten Liederprogramm am Nachmittag gestaltete zur Freude der Besucher der Frauenchor Schönfeld unter der Leitung von Sabine Dietzsch. Den offiziellen Start für das Fest gab Bürgermeister Gerd Grüner (SPD), der sich für die Zukunft eine bessere Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mohlsdorf zur Erhaltung des Tiergeheges, das zu einem Teil auf deren Flur liegt, aussprach. Dem entsprachen auch die am Fest beteiligten Gewerbetreibenden, denn ein gut funktionierendes Naherholungszentrum fördert den Tourismus in unserer Region. Ein Anfang für ein Miteinander hat sich doch zum Jubiläumsfest bestens bewährt.
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