Von der Talsperre zum Meer

Im Zeulenrodaer Meer wurde schon vor der eigentlichen Badesaison die eine oder andere Wassernixe gesichtet! (Foto: Marcus Daßler)
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Die Zeulenroda-Triebeser Talsperrenregion wird für Natur- und Aktivurlauber ausgebaut

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Nein, zur Saisoneröffnung wird er nicht wieder ins Wasser gehen, wehrt Zeulenrodas Bürgermeister lachend ab. Das habe er voriges Jahr nur getan, weil nach 18 Jahren Badeverbot der Trinkwasserstatus der Talsperre Zeulenroda aufgehoben wurde und im September großes Anschwimmen war. Bei empfindlich kühlen Temperaturen übrigens, weshalb sich das „Anschwimmen“ für Dieter Weinlich lediglich auf den Gang ins Wasser bis zu den Knien beschränkte. Dieses Jahr gibt es nun die erste „richtige“ Badesaison im Juli und August, allerdings ohne offizielle Eröffnungsfeier im Strandbad. „Auf die verzichten wir, auch weil wir unseren Feierschwerpunkt auf die 575-Jahrfeier unserer Stadt Ende August legen“, sagt Bürgermeister Weinlich.

Was aber nicht heißen soll, dass sich an der Talsperre nichts tut. Im Gegenteil, es wird viel gebaut und modernisiert, um den Tourismus rund um das Zeulenrodaer Meer anzukurbeln. Als solches soll die Talsperre ab sofort auch in den Sprachgebrauch einfließen – der besseren überregionalen Vermarktung wegen, um Natur- und Aktivurlauber aus nah und fern anzulocken. Die so genannte „Destination Vogtland – Zeulenrodaer Meer“, ein Projekt mehrerer Kommunen, Einrichtungen und Verbände, gibt die ersten Maßnahmen dafür vor. „Vier Schwerpunkte werden dieses und nächstes Jahr realisiert“, kündigt Andreas Jaeger an, der als Projektleiter der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen die Maßnahmen am Zeulenrodaer Meer koordiniert und deren Umsetzung begleitet. Die erfolgt zunächst in vier Bereichen am Ostufer. Schwerpunkte sind hier die wasserseitige Entwicklung mit Bootsanlegestellen am Bio-Seehotel und am Strandbad, die Gestaltung des Strand- und Badebereichs am Bio-Seehotel, der Ausbau des Talsperrenweges zwischen Hotel und Strandbad zu einem drei Kilometer langen barrierefreien Panoramaweg sowie der Ausbau des Strandbades Zeulenroda. Zu letzterem gehören der Bau eines Tourismus- und Innovationszentrums, die Einrichtung eines neuen Multifunktionsgebäudes und die Erschließung der Zufahrtsstraße zum Strandbad einschließlich Parkplatz.

Die Umsetzung dieser Maßnahmen werde insgesamt 5,6 Millionen Euro kosten. „80 bis 90 Prozent davon fördert das Land Thüringen“, kündigt Andreas Jaeger an. Seit dem Startschuss des Talsperrenausbaus zum Zeulenrodaer Meer im vorigen September hat die Stadt bereits drei Millionen Euro Zuwendungen erhalten. „Der Freistaat positioniert sich zu unserer Region“, freut sich Bürgermeister Dieter Weinlich.

INFORMATION: Alles zu „Destination Vogtland – Zeulenrodaer Meer“ unter www.zeulenroda-tirebes.de
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