Aus der Rede des Schleizer Bürgermeisters zum Neujahrsempfang der Stadt Schleiz 2015

Jürgen K. Klimpke bei seiner Rede zum Neujahrempfang 2015.
Nachfolgend Auszüge aus dem Redemanuskript von Jürgen K. Klimpke:

"Das Jahr 2014 war im Grunde wie seine Vorgänger. Wieder sagten die Schleizer: Hier ist doch nichts passiert – und wieder könnte man ein dickes Buch über die Geschehnisse der vergangenen 365 Tage schreiben.
Wieder einmal haben wir uns um das Schleizer Dreieck und seine Zukunft gestritten – wieder einmal gab es die üblichen Probleme, von denen das des jeweils Vortragenden immer das wichtigste war.
Aber ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten: Schleiz hat sich weiterentwickelt.
Ein Beispiel dafür ist der durchgeführte Frühjahrsputz. Pünktlich zum Frühjahrsbeginn griffen rund 120 Schleizer in der Kernstadt und den Ortsteilen zu Besen, Schaufel und Schubkarre. Das war eine Steigerung der Beteiligten um 140 %!
All diesen freiwilligen fleißigen Helfern möchte ich an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank aussprechen.
Ein besonderer Dank gilt hier auch dem HMS Hausmeisterservice, der kurzentschlossen die Aktion mit eigener Technik unentgeltlich unterstützte.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all den Bürgern bedanken, die im vergangenen Jahr uneigennützig mit angepackt haben, damit unsere Stadt und die dazugehörigen Dörfer schöner werden.
In diesem Jahr findet der Frühjahrsputz am 28. März statt. Schon jetzt möchte ich die Gelegenheit nutzen, alle Schleizer dazu aufzurufen, am Wochenende vor Ostern dafür zu sorgen, dass der Winterdreck verschwindet und unsere Stadt mit einem sauberen Kleid in den Frühling geht.
Gemischt ist mein Blick auf das Schleizer Dreieck. 2014 hatten wir versucht, einen neuen Weg zu gehen. Wir wollten auf der Grundlage der alten Genehmigung Motorsportveranstaltungen durchführen. Das stellte die Betreibergesellschaft und die Motorsportclubs vor besondere Herausforderungen. Am Ende blieb ein Defizit im sechsstelligen Bereich, welches die Stadt Schleiz ausglich. Und wenn wir bei drei Veranstaltungen bleiben, wird es immer ein Zuschussgeschäft bleiben. Allerdings stellt sich bei den abzusehenden schwierigen öffentlichen Haushalten die Frage:
Wer soll das Defizit sonst tragen?
Wer hat das Geld, um die Veranstaltungen zu unterstützen?
Hinzu kommt der noch offene Rechtsstreit. Die Klägerseite hat inzwischen mehrfach erklärt, dass mehr als 10 Renntage keine Zustimmung zu einem außergerichtlichen Vergleich finden werden.
Was bleibt ist die Ungewissheit.
Da wir nicht wissen, wann das Oberverwaltungsgericht über die Zulassung der Berufung entscheiden wird, kann die Betreibergesellschaft derzeit keine Verträge mit Veranstaltern machen. Das rechtliche und wirtschaftliche Risiko ist einfach zu hoch.
Daher haben wir entschieden, 2015 keine Motorrennsportveranstaltungen durchzuführen.
Ein weiteres Damoklesschwert, das über Schleiz schwebt, heißt Kreisreform.
Wenn auch noch keine Ideen zu einer eventuellen Reform auf dem Tisch liegen, weiß ich doch eines: Wenn Schleiz den Status als Kreisstadt verliert und daraufhin Landratsamt und Kreissparkasse ihren Sitz verlegen, gehen uns hier zwischen 600 und 1000 Arbeitsplätze verloren.
Das kann eine Stadt wie Schleiz, die in ihrer Entwicklung als Verwaltungsstadt geprägt wurde, fast nicht verkraften. Das wird ein gesellschaftliches Erdbeben für die gesamte Region geben.
Jetzt werden vermutlich einige fragen: Was erzählt denn ein SPD-Bürgermeister hier.
Meine sehr verehrten Damen und Herren. Auch in meiner Partei gibt es Amtsträger, die einer solchen Reform mehr als kritisch gegenüber stehen.
In vielen Gesprächen habe ich von Kollegen aus anderen Bundesländern Erkenntnisse gewonnen, die mir immer wieder bestätigen: Eine solche Reform bringt nichts. Sie kostet Geld und wirft neue Probleme auf.
Und die Größe eines Landkreises sagt nichts über seine Kraft und Beständigkeit aus.
Unser südliches Nachbarland hatte zuletzt 1972 eine Kreisreform durchgeführt. Die Kreise in Bayern haben ungefähr unsere Größe, zum Teil sind die sogar noch kleiner. Und Bayern – eines der stärksten Bundesländer – weiß genau, weshalb am Zuschnitt der Landkreise nicht mehr gerüttelt wird.

Doch lassen Sie uns wieder zu unserer Stadt zurückkehren.
Ungeachtet der am Horizont auftauchenden Schwierigkeiten gilt es, unsere Stadt attraktiv und begehrenswert zu machen.
Schleiz muss seinem Status als Mittelzentrum der Region gerecht werden und Schleiz muss Verantwortung für sich selbst und für die Region übernehmen.
Deshalb erstellen wir derzeit in Schleiz gemeinsam mit den Bürgern ein Stadtentwicklungskonzept.
2014 fanden zwei Zukunftswerkstätten mit den Bürgern und der Jugend statt. Die dabei gewonnen Erkenntnisse und Anregungen fließen in das Konzept mit ein.
Es wird uns Leitfaden für die Entwicklung unserer Stadt für die nächsten 15 Jahre sein.
Parallel dazu ist Schleiz Referenzort der Effort-Studie – Energieeffizienz vor Ort. Vom Ergebnis dieses Forschungsprojektes erwartet die Stadt Schleiz wesentliche Impulse hinsichtlich einer möglichen energetischen Stadtsanierung bzw. energieeffiziente Modelllösungen zur Nutzung regenerativer Energiequellen, Energiespeicherung und Energieverteilung.

Was hat sich 2014 abseits der Planungen getan?
Im vergangenen Jahr haben wir es wiederholt geschafft, dass die Zahl der Zuwanderer größer war, als die derjenigen, die aus Schleiz wegzogen. Das Wanderungsplus beträgt 26 neue Bürger.
Das spüren wir auch auf dem Wohnungsmarkt. Wohnungen werden knapp. Und deshalb arbeiten wir mit der Schleizer Wohnungsgesellschaft daran, die Nachfrage nach attraktiven Wohnungen befriedigen zu können. Leider gibt es auf dem privaten Wohnungsmarkt nur wenige derartige Initiativen.
Besser sieht es bei den Häuselbauern aus. Obwohl immer wieder durch einige Leute hinausposaunt wird, dass es in Schleiz keine Bauplätze gäbe, können wir für das vergangene Jahr eine Vielzahl von Bauaktivitäten feststellen.
Zahlreiche Eigenheime entstanden bzw. entstehen derzeit neu. So am Stangensteig, am Schlossberg, am Kastanienweg, am Langenbacher Weg, an der Greizer Straße, am Geiersbühl, an der Hofer Straße, in der Siedlung und Am Bach in Möschlitz. Weitere Bauanträge sind bereits gestellt.
Nach 70 Jahren wird am Neumarkt endlich eine weitere Bombenlücke geschlossen. Für 2015 ist die Eröffnung der Rossmann-Filiale in Schleiz geplant.
In den ehemaligen EDEKA-Markt im Admira-Center zieht wieder Leben ein und für die Industriebrache in der Nikolaistraße wird derzeit der Bebauungsplan erarbeitet.
Zahlreiche Aktivitäten privater Hausbesitzer trugen zur Verschönerung des Stadtbildes bei. Während manche ziemlich geräuschlos über die Bühne gingen, machten andere von sich reden. So zum Beispiel die Neugestaltung der Fassade eines Hauses in der Greizer Straße. Diese fand sogar in der überregionalen Presse Beachtung.
Lassen Sie mich an dieser Stelle der Familie Picker und dem Schleizer Malermeister Steffen Walther dafür danken.
Große Anerkennung verdient auch Dr. Helmut Wittig. Und das nicht nur von mir. Auch die Bürger sprechen mit Hochachtung von ihm und seinem Engagement. Mit seiner Sanierungs- und Umbaumaßnahme von zwei Häusern am Markt ist er in aller Munde. Ich wünsche ihm für sein Vorhaben gutes Gelingen.
Ein neuer Farbtupfer ist auch das sanierte Haus Brunnengasse 5. Dachdeckermeister Thomas Walther hat aus diesem im Kern 300 Jahre alten Gebäude einem echten Hingucker gemacht.
Lassen sie mich an dieser Stelle aber auch allen, die im vergangenen Jahr ihre Häuser verschönert haben, meinen Dank aussprechen. Sie alle sind Vorbilder, denen andere nacheifern sollten.

Meine Damen und Herren,
die Liste der privaten Bauaktivitäten des vergangenen Jahres ist noch um einiges länger.
Es wurden in Möschlitz und Lössau Straßen und Fußwege gebaut, die Sanierung der Kindergartenvilla beim Schlosspark wurde begonnen, die einsturzgefährdete Mauer des Bergfriedhofes instand gesetzt, die eingestürzte Mauer am Schlossberg repariert und in der Industriestraße endlich das fehlende Stück Fußweg gebaut.
Freudig überrascht konnte ich Ihnen vor einem Jahr berichten, dass Schleiz für den klimafreundlichen Umbau eines historischen Gebäudes zur Stadtbibliothek in Berlin mit dem Klimaschutzpreis 2013 geehrt worden war.
2014 kann noch eine weitere Ehrung hinzu. Schleiz wurde für den Umbau der Bibliothek mit dem Thüringer Energieeffizienzpreis ausgezeichnet. Und ein kleines Preisgeld gab es auch noch dazu.
Und noch eine Anerkennung:
Der Ortsteil Möschlitz nahm erfolgreich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil.
In die Bewertung flossen hier jedoch nicht nur Baumaßnahmen zur Verschönerung des Ortes ein, sondern auch die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens. Und dabei zeigte sich Möschlitz auf vielen Gebieten als ein äußerst aktives Dorf. Einen großen Anteil daran hat nicht zuletzt auch der Ortsteilbürgermeister Frank Pfeifer.

Lieber Frank, bewahrt euch in Möschlitz diese Gemeinschaft. Übermittle bitte den Möschlitzern meinen Dank und meine Anerkennung für das, was ihr in Möschlitz für euch geschafft habt.
Ich hatte soeben die Bibliothek erwähnt. Sie, und besonders die Mitarbeiter der Bibliothek, verdienen eine besondere Beachtung. Im Jahr 2014 konnten 246 Neuanmeldungen registriert werden. Somit verzeichnete die Bibliothek 1.299 aktive Benutzer, welche über 100.000 Medien ausliehen. Beide Zahlen sind Rekorde. Somit hat sich die Zahl der aktiven Leser seit dem Umzug im Jahr 2011 fast verdreifacht. Und erstmals wurde die Marke von 100.000 Entleihungen erreicht.
Diese gute Entwicklung hat auch einen Grund in der aktiven Arbeit der Bibliothek.
Die Mitarbeiterinnen führten 37 Veranstaltungen in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Schleiz durch. Erstmalig fand eine Lesung auf dem Vorplatz der Stadtbibliothek statt. Wladimir Kaminer begeisterte mit seiner Buchvorstellung etwa 250 Gäste.
Die Lesereihe „Lesung im Foyer“ hat sich als kleine aber feine Veranstaltung im Kalender etabliert. Am Freitag, den 09.01.2015, konnte der 2.000 angemeldete Leser begrüßt werden.

Kultur und mehr gibt es auch an anderen Stellen der Stadt. So im Café Ried’l, wo es zahlreiche Vortragsveranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen gibt, aber auch regelmäßige Tanzveranstaltungen und Kurse. Erstaunlich daran ist, dass es überwiegend Nichtschleizer sind, die daran teilnehmen.
Regelmäßig Tanzen kann man auch in einem anderen Objekt, dass uns inzwischen lieb geworden ist. Ich meine das Haus, in dem wir uns gerade befinden. Im vergangenen Jahr gab es in der Wisentahalle über 200 Veranstaltungen der verschiedensten Art. Allerdings sollten wir auch wissen, dass ohne die Unterstützung der Kreissparkasse das nicht möglich wäre. „Wir fördern Kultur“ – steht hier an der Wand. Herr Heinrich, bei Ihnen spürt man, dass es eben nicht nur so da steht, sondern auch gelebt wird. Und dafür danke ich dem Vorstand und den Mitarbeitern der Kreissparkasse von ganzem Herzen.
Eigentlich müsste man eine lange Liste vorlesen, um all jenen zu danken, die sich im vergangenen Jahr um das gesellschaftliche Leben in Schleiz Verdienste erworben haben. Lassen sie mich stellvertretend unsere drei Faschingsvereine nennen, die wie immer nach der Schlüsselübergabe am 11.11. nicht zum Dienst erschienen waren.
Ein Bayer würde sagen: S is zum narrisch wern.

Dank gebührt auch unseren Sportvereinen, die eine umfangreiche Nachwuchsarbeit leisten und dafür sorgen, dass sich Kinder und Jugendliche mehr bewegen, als nur vor dem PC zu sitzen. Ebenso geht mein Dank an den Gesundheitssportverein, welcher sich der körperlichen Mobilität der Erwachsenen verschrieben hat.
Es gäbe noch viele zu nennen, von denen ich einen noch besonders erwähnen möchte: Den Handels- und Gewerbe-Verein. Er hat mit der Modenacht 2014, der 10. Modenacht, wieder ein kleines Stadtfest organisiert, das seines gleichen sucht. Inzwischen wird die Idee aus Schleiz sogar in anderen Städten versucht zu kopieren. In einem bin ich mir aber sicher: Eine Modenschau auf einer Hauptverkehrsstraße im Zentrum der Stadt – das kriegen nur wir hier in Schleiz hin. Monika Wohlfahrt und Klaus Hoffmann, ich Danke euch und euren Mitstreitern für euer Engagement.
Zum Abschluss möchte ich noch ein Thema aufgreifen, dass bereits seit längerer Zeit auf der Tagesordnung steht.
Unseren freiwilligen Feuerwehrleuten für ihre vielen Einsätze zu danken wird immer mehr zu einem Bedürfnis. Allerdings – die Einsätze haben nur noch selten etwas mit Feuer zu tun. Meist geht es darum, Verkehrsopfern zu helfen. Seit die A9 fertig gestellt ist und die Geschwindigkeitsbeschränkungen aufgehoben wurden – leider auch jene, die vorher bestanden hatten – hat die Zahl der schweren Unfälle zugenommen. Durch die Umstrukturierung der Autobahnpolizei kommt nun erschwerend hinzu, dass unsere Kameraden oft ohne die entsprechende Absicherung an den Unfallorten Hilfe leisten müssen. Wir hatten bereits noch während der Bauphase Kontakt nach Erfurt gesucht, um zu erreichen, dass – wenn schon die Polizei die Aufgabe nicht mehr immer erledigen kann, zumindest entsprechende Technik, wie ein einfacher Schilderwagen zur Verfügung gestellt werden könnte. Außerdem baten wir darum, die Geschwindigkeit auf 130 km/h zu beschränken.
Die Bitten aus Schleiz blieben ungehört. Und gestern hat es Peter Hagen von der OTZ in einem Satz auf den Nenner gebracht: „Man kann gar nicht so schnell schreiben, wie es auf der Autobahn kracht.“
Sehr geehrte Herren Landtagsabgeordnete, sehr geehrter Herr Landesverwaltungsamtspräsident! Bitte unterstützen Sie uns.
Es geht darum Unfälle zu verhindern und diejenigen bei ihrer Tätigkeit zu schützen, die Hilfe leisten.
Wenn unsere Feuerwehrleute nur noch unter großer Lebensgefahr anderen helfen können, wird es bald vermutlich keine Helfer mehr geben.
Der frühere Innenminister hat uns nicht geholfen. Ich hoffe, dass wir mit der neuen Landesregierung mehr Glück haben.

Liebe Schleizer, liebe Gäste,
es gäbe über Schleiz und die Geschehnisse des Jahres 2014 noch viel zu berichten.
Über all das, was ich heute nicht gesagt habe, können Sie sich gern selbst informieren.

Blumenschmuckwettbewerb

5. Wettbewerb in Folge.

Im August bewertete die Jury die beworbenen Gestaltungen, wobei ich an dieser Stelle dem Leiter der Jury, Herrn Ralph Waldert ganz herzlich danken möchte.
Ein weiterer Dank gilt Frau Anette Feike, welche die Hauptarbeit bei der Organisation leistete.

Ein ganz besonderer Dank gilt auch den Sponsoren, durch deren Unterstützung eine Prämierung möglich wurde:
1. Kreissparkasse Saale-Orla
2. RHG Baustoffe, Bau, Garten & Zoo
3. Flairhotel Luginsland
4. Stadtgärtnerei Ralph Waldert
5. Gärtnerei Irmela Sachs Oettersdorf

Die Preisträger des Wettbewerbs im Jahr 2014:


7. Platz: Marion Kromlinger, Oberböhmsdorf
6. Platz: Brigitte Völkel, Oberböhmsdorf
5. Platz: Manuela Luther, Schleiz
4. Platz: Antje Leistner, Gräfenwarth
3. Platz: Christiane Berger, Möschlitz
1. Platz: Sandy Kögler, Grochwitz
1. Platz: Gudrun Schaller, Lössau

Auch 2015 wird es wieder einen Blumenschmuckwettbewerb geben. Ich rufe alle Schleizer auf, sich daran zu beteiligen.
Machen Sie Schleiz schön. Lassen Sie unsere Stadt und die Ortsteile aufblühen.

Ehrungen


Meine sehr verehrten Damen und Herren,
die aktuellen Ereignisse in unserer Welt lassen es nicht zu, dass man einfach zur Tagesordnung übergeht. Der Terroranschlag in Paris hat uns wieder einmal gezeigt, dass die Welt zum Dorf zusammengerückt ist.
Es ist für uns also nicht mehr weit weg, wenn im vorderen Asien religiöse Fanatiker mit Waffengewalt und Terroraktionen versuchen, ganze Länder zu unterwerfen. Durch den technischen Fortschritt sind wir inzwischen unmittelbar betroffen und die Zeiträume, welche zwischen Aktion und Reaktion gemessen werden, werden immer kürzer.
Europa hat sich nach 1945 aus einem Bündel verfeindeter Staaten zu einer Staatengemeinschaft entwickelt, die immer näher zusammenrückt.
Diese Entwicklung hat uns in Mitteleuropa 70 Jahre Frieden gebracht.
Diesen Frieden möchten wir gern bewahren.
Doch in dem globalen Dorf namens Erde können wir nur vollends in Frieden leben, wenn er auch woanders Einzug hält.
Damit der Frieden auch in anderen Teilen der Welt zum Alltag wird, sollten wir andere Völker an unseren Erfahrungen teilhaben lassen.
Denn nur in einer friedlichen Welt können wir uns weiter entwickeln.
In einem Sprichwort heißt es, dass der Frömmste nicht in Frieden leben kann, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Dieser Nachbar ist meist auch nicht dessen ganze Familie, sondern oftmals nur eine Personen.
Wenn man also Streit mit einem aus der Familie hat – sollte man dann diesen Streit auf die gesamte Familie ausweiten?
Wenn Terroristen im Namen des Islams Attentate verüben, muss man dann wirklich alle Moslems zu Feinden erklären?
Wenn radikale Juden gegen Palästinenser vorgehen – muss man dann alle Juden der Welt verdammen?
Wenn in den USA fundamentale Christen ihr Unwesen treiben – verteufeln wir dann alle Christen?
Wenn Deutsche im Alkoholrausch in den Urlaubsregionen der Welt sich daneben benehmen – sind dann alle Deutschen so?
1941 gab es in den USA eine im Eigenverlag erschienene Publikation. Theodore N. Kaufman, ein Jude, hatte darin vorgeschlagen, dass nach einem Sieg der Alliierten über das Deutsche Reich alle deutschen Frauen unter 45 Jahren und alle Männer bis 60 Jahre zwangssterilisiert werden sollten.
Die von einem einzelnen Menschen herausgebrachte Schrift, die EINE private Meinung widerspiegelte, fand in den USA keine Beachtung.
Wer sie beachtete, war die nationalsozialistische Propagandamaschinerie. So ist belegt, dass diese Schrift 1941 in Hannover als Begründung hergenommen wurde, um über tausend Juden erst zwangsumzusiedeln und dann zu deportieren.

Wir sollten uns nicht auf das Niveau der Nationalsozialisten herablassen und die Taten Einzelner verallgemeinern und als Gesinnung ganzer Völker oder Religionsgemeinschaften hinstellen.

Als das Deutsche Reich den schlimmsten aller Kriege vom Zaune brach und große Teile der Welt mit Schrecken und Verderben überzog, wurden im Ausland auch nicht alle Deutschen zu Feinden erklärt.
Viele fanden im Ausland sogar Aufnahme, weil sie in der Heimat mit dem Tode bedroht wurden.
Noch heute sollten wir den vielen Ländern dankbar sein, die vor über 80 Jahren deutschen Flüchtlingen Asyl gewährten.

Diejenigen, die es zu bekämpfen gilt, sind nicht die Angehörigen irgendwelcher Religionen oder Völker, sondern es sind die Terroristen – egal, in welchem Namen sie ihre Gräueltaten verüben.
Es gibt sie überall: Im Islam, Judentum, Hinduismus und auch im Christentum – sogar im Atheismus.
Überall findet man radikale, fanatische und verblendete Anhänger, die im Namen ihres Glaubens mit Waffengewalt gegen alles kämpfen, was anders ist. Man erkennt sie daran, dass sie gegen alles sind, was nicht in ihr eng gefasstes Weltbild passt.
Vor hundert Jahren herrschte in Europa ein Klima des gegenseitigen Argwohns, ein Klima der Feindseligkeit. Da genügte es, dass das Attentat auf ein hochrangiges Mitglied des österreichischen Kaiserhauses einen Weltkrieg entfachte.
1419 führte der erste Prager Fenstersturz zum Ausbruch der Hussitenkriege.
1618 löste der zweite Fenstersturz in Prag den 30jährigen Krieg aus. Hier standen Christen Christen gegenüber – katholische und lutheranische. Zirka 40 % der deutschen Landbevölkerung fielen dem Krieg zum Opfer.
Wir sollten aus unserer Geschichte gelernt haben, dass nach solchen Ereignissen, wie jetzt in Paris, keine neuen Fronten aufgebaut werden sollten.
Es müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Es dürfen aber nicht alle Angehörigen des islamischen Glaubens jetzt stigmatisiert werden. Das wäre die falsche Lehre aus unserer eigenen Geschichte.
Wir sollten jene verdammen, die Gewalt planen, befehlen und ausüben.
Wir sollten aber allen anderen gegenüber tolerant sein, egal, ob sie an den einen Gott, den dreieinigen Gott, Allah, Brahma, Shiva und Wishnu oder an gar keinen Gott glauben.
Wir alle gehören zu einer Gemeinschaft, in der die Menschen aufeinander angewiesen sind. Gebote der Toleranz sind in jeder Religion zu finden.
Toleranz sollten wir allen Menschen entgegen bringen, die in unserer Gesellschaft leben, leben wollen und sich an die Regeln unserer Gesellschaft halten. Das sollte unser Gradmesser sein.
Mir als Atheist ist es eine große Freude, meine christlichen Freunde, egal welcher Konfession sie angehören, zu unterstützen. So war es für mich am vergangenen Wochenende selbstverständlich, meinen Teil zum Gelingen des Aktionsnachmittags für die neue Stadtkirchenorgel beizutragen.
Auch wenn ich selbst keinen spirituellen Zugang zu Gott habe, gehören die Kirchen in Schleiz, egal welcher Konfession, zu meiner Heimat.
Und für die bin ich da, wenn sie mich braucht.

Leider fällt das Attentat von Paris in eine Zeit, in der wir vor großen Herausforderungen stehen.
Die Unruhen in der Welt haben die Flüchtlingsströme anschwellen lassen.
So, wie zwischen 1933 und 1945 viele Deutsche aus ihrer Heimat vertrieben wurden, so müssen heute Menschen ihre Heimat verlassen, weil sie in ihrer Existenz bedroht werden.
Uns als einem der reichsten Länder der Welt stände es schlecht zu Gesicht, wenn wir jetzt sagen: „Bleibt mal schön draußen. Wir wollen unseren Wohlstand behalten.“
Im November begehen wir regelmäßig das Martinsfest. Immer wieder wird die Geschichte des Martins von Tours erzählt, die Geschichte, in welcher er seinen Mantel mit einem Armen teilt.
Es ist eine schöne Geschichte. Doch, soll sie nur erzählt werden, weil sie schön ist? Weil sie uns am Herze rührt?
Die Geschichte des Hl. Martin wird seit Jahrhunderten erzählt, damit die Menschen sich ihr anschließen, damit wir es Martin von Tours gleichtun, damit die besser Begüterten den sozial Schwachen helfen.
Die Menschen in Schleiz sollten den Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten der Welt offenherzig gegenüber treten und ihnen ihre Hilfe anbieten. Wir sollten sie jedoch nicht als Bittsteller behandeln, sondern als Freunde.
Und wir sollten ihnen helfen, sich in unserem Kulturkreis zurecht zu finden.
Diese Menschen brauchen Hilfe. Sie kommen aus Ländern, in denen viele Dinge anders funktionieren – und damit meine ich nicht nur die technischen.
Ich weiß, dass das nicht einfach ist. Wir leben in einem Landkreis, wo auf manchen Dörfern selbst deutsche Zugezogene noch nach Jahren als Fremde behandelt werden.
Doch schauen wir einmal 70 Jahre zurück. Damals kamen weit mehr Flüchtlinge in unsere Gegend, als heute. Es waren Menschen aus den deutschen Ostgebieten, die gezwungen waren, hier eine neue Heimat zu finden.
Es war eine Zeit, in der die Menschen hier selbst oft auch nur das nötigste zum Leben hatten.
Die damaligen Umsiedler wurden oft benachteiligt, mit Argwohn betrachtet und schikaniert.
Heute sind sie in unsere Gesellschaft integriert. Es würde uns nicht mehr einfallen, diese Menschen wieder fortzuschicken. Doch damals hatten sie ein schweres Los zu tragen.
Auch das war eine Art der Fremdenfeindlichkeit.
Doch, Hand aufs Herz, schauen Sie einmal jeder tief in sich hinein und prüfen Sie, ob nicht auch ein Teil Ihrer Familie zu den Flüchtlingen von damals gehört. Ich glaube, wenn jeder der Anwesenden, der ein Nachkomme eines Flüchtlings ist, den Saal verlassen würde, würde es ziemlich leer werden.
Auch ich bin ein Nachkomme von Flüchtlingen, die 1945 ihre Heimat verlassen mussten. Es blieben meiner Großmutter und ihren drei Kindern nur wenige Stunden Zeit, das Nötigste zusammenzupacken und das mitzunehmen, was sie tragen konnten. Nach einer mehrtägigen Irrfahrt im eiskalten Zug kamen sie schließlich mit vielen anderen in Schleiz an. Die erste Unterkunft war eine Turnhalle. Dann wurden sie auf die umliegenden Dörfer verteilt.
Heute ist es nicht mehr nötig, dass Flüchtlinge bei Familien privat untergebracht werden müssen. Unser Staat hat inzwischen die wirtschaftliche Kraft, Unterkünfte anderweitig bereit zu stellen.
Was wir aber tun können, ist, jene Menschen willkommen zu heißen und ihnen das nicht nur mit Worten zu vermitteln, sondern sie auch spüren zu lassen, dass sie hier vorübergehend eine sichere Bleibe haben.
Bei der derzeitigen Diskussion werden aber sehr oft zwei Dinge miteinander vermengt, die auseinander gehalten werden müssen. Zum einen geht es um Flüchtlinge.
Zum anderen geht es um Zuwanderung, um Menschen, die nach Deutschland übersiedeln wollen. Es handelt sich hier um Menschen, die es überall auf der Welt gibt. Auch viele Deutsche entscheiden sich jedes Jahr, unser Land zu verlassen und anderswo in der Welt ihr Glück zu suchen. Wenn Deutschen von der Weltgemeinschaft dieses Recht eingeräumt wird, ist es nur fair, wenn Deutschland auch Menschen aus anderen Ländern das Recht einräumt, sich hier bei uns eine neue Zukunft aufzubauen.
Die Angst vor dem Fremden ist der Nährboden für den Fremdenhass – auch wenn man selbst persönlich keine schlechten Erfahrungen gemacht hat.
Dieser Angst gilt es entgegen zu treten.
Die Puhdys haben 1984 auf ihrem Album „Das Buch“ auch dieses Thema behandelt. In einem Titel erzählen sie von den Menschen im „Tal der Neumanen“, die in einer Stadt mit vielen Namen lebten: Bad Reichtum, Hoffnungstal, Port Wohlstand. Eines Tages bekamen sie von einem fliegenden Händler Besuch. Er stellte sich als Angstverkäufer vor und bot Angst in vielen Variationen, Katastrophen und schließlich den offenen Konflikt als seine Ware an.
Ihr zufriedenes und langweiliges Leben in Bad Reichtum verlangte nach Abwechslung. Die Bewohner griffen zu.
In der letzten Strophe heißt es dann:
„Die Stadt hielt die Sache für durchaus normal.
Im Nu war die Stadt im Tal der Neumanen
gestrichen aus Atlas und Lexikon.
Der alles gewann, zog weiter geschwind
denn es gab noch sehr viel zu tun.“
Doch wo beginnt die Angst vor dem Fremden?
Sie beginnt im Kleinen – oft unscheinbar. Und: Sie hat anfangs oft nichts mit Ausländern zu tun. Sie richtet sich nur gegen Menschen, die anders sind.
In Schleiz gibt es hinter vorgehaltener Hand deutliche Vorbehalte gegen einige soziale Träger, dass immer mehr behinderte Menschen in Schleiz ein Zuhause finden.
Ist das der Anfang offener Diskriminierung von Menschen, die anders sind?
Erst vor wenigen Tagen hatte ich ein Gespräch mit einem nach meiner Einschätzung gut gebildeten Menschen. Er fragte mich, ob es denn sein muss, dass die Schleizer Tafel ausgerechnet neben einer Schule sein muss. Das wäre ein schlechtes Beispiel für die Kinder dieser Schule.
Sind Ausgrenzung und Verstecken der richtige Weg?
Ich denke, wir sollten offen mit unseren Kindern darüber reden, dass es Menschen in unserer Mitte gibt, denen es nicht so gut geht, dass es Menschen gibt, die Hilfe brauchen.
Zu schnell wird dann das Vorurteil ausgesprochen, dass zur Tafel nur Menschen gehen, die auf Kosten des Staates leben wollen und zu faul zum Arbeiten wären.
Dass ein Mensch, dass eine Familie in eine Schieflage geraten kann, hat die unterschiedlichsten Ursachen. Und oft gelingt es in Not geratenen Menschen nur mit Hilfe anderer, sich aus der Notlage zu befreien.
Wir sollten in unseren Köpfen anfangen, Vorurteile zu beseitigen und auch unseren Kindern beibringen, keine solchen Vorurteile zu haben.
Das wäre wichtiger, als die Tafel an einen Ort zu verbannen, wo sie möglichst keiner wahrnimmt.
Verstecken wäre eine offene Diskriminierung.
Die Schleizer Tafel gehört nun mal zu unserer Gesellschaft. Am besten wäre es, wenn es dieser Einrichtung nicht bedürfe.
Leider ist die Tafel aber noch notwendig und es ist gut, dass sich ein Verein dieser Aufgabe angenommen hat.

Ehrenbuch – Schleizer Tafel

Der Diakonieverein Orlatal e.V., welcher in Schleiz die Tafel betreibt, leistet eine immens wichtige Arbeit. Rund 120 Bedürftige sind dort registriert, welche in regelmäßigen Abständen ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen.
Als ich in der Tafel einen Tag mit aushalf, standen mir plötzlich Menschen gegenüber, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie sich in einer solchen Lage befinden. Manchen hat man angemerkt, dass sie viel Energie darauf verwenden, nicht als einer der Bedürftigen erkannt zu werden.
Die Schleizer Tafel wird mit Ausnahme eines hauptamtlichen Mitarbeiters ehrenamtlich geführt. Diese insgesamt sieben Mitarbeiter kümmern sich um die Beschaffung und Aufbereitung der zu verteilenden Lebensmittel, die zweimal pro Woche jeweils zur Mittagszeit ausgegeben werden. Die Lebensmittelausgabe erfolgt gegen einen kleinen Obolus, der zur Finanzierung der Tafel dient, die Kosten jedoch nicht vollständig decken kann. Weitere Spenden sind nötig, damit die Hilfe auch wirklich gewährt werden kann.
Doch die Schleizer Tafel ist mehr, als nur eine Essensausgabe. Sie ist ein Treffpunkt für Menschen, denen viele ihrer sozialen Kontakte weggebrochen sind. Sie ist ein Ort der Hilfe fürs Leben, ein Ort an dem die Hoffnung wieder zu keimen beginnt.

Die Schleizer Tafel ist eine Einrichtung, in der im Kleinen das vorgelebt und praktiziert wird, was wir weltweit bräuchten: Nächstenliebe und aktive Unterstützung Hilfsbedürftiger.

Meine sehr verehrte Damen und Herren,
die Stadt Schleiz ehrt
den Diakonieverein Orlatal e.V.
für sein langjähriges Engagement zur Betreibung der Schleizer Tafel
mit der Eintragung ins Ehrenbuch.

Die nächste Ehrung erhält ein Verein, der ebenfalls Menschen bewegt und zusammen bringt, ein Verein, der in unermüdlicher Arbeit sich einem Ziel verschrieben hat: Menschen nach Schleiz zu bringen und Schleizern die große weite Welt zu zeigen.
Das geht von Schleiz aus immer noch mit der Eisenbahn. Und das es geht, haben wir dem Förderverein Wisentatalbahn e.V. zu verdanken.
Der Verein wurde 2007 gegründet und hat es geschafft, dass am 3. Dezember 2011 wieder ein Ausflugszug von Schönberg nach Schleiz fuhr. Seit 2012 verkehren regelmäßig Touristikzüge zwischen Schönberg und Schleiz.
Dabei geht es dem Verein nicht nur um die Eisenbahnromantik. Vielmehr werden in Kooperation mit der Kombus GmbH und der Fahrgastschifffahrt in Saalburg touristische Pakete geschnürt, die unsere Region als Reiseziel attraktiv machen.
Doch auch die Schleizer Bürger haben die Möglichkeit, per Zug in andere Regionen zu fahren. So gab es u.a. Sonderfahrten nach Pilsen und Regensburg, zum Weihnachtsmarkt ins tschechische Loket und nach Leipzig zur Messe „modell-hobby-spiel“.
2015 stehen 31 Fahrtage auf dem Plan.
Der Förderverein Wisentatalbahn hat inzwischen den Schleizer Lokschuppen wieder auf Vordermann gebracht und nutzt ihn zum Unterstellen von eigenen Fahrzeugen.
Der Verein ist heute gut in der Region vernetzt und unterstützt andere Veranstalter mit Fahrten zu deren Veranstaltungen. So fährt der Zug zum Beispiel, wenn in Schleiz Modenacht ist oder der Weihnachtsmarkt stattfindet.
Und seit ??? fährt die Wisentatalbahn mit einem eigenen Zug, dem VT 3.07.
Auch wenn der Verein seinen Sitz nicht in Schleiz hat, bereichert er durch sein Wirken das Leben in unserer Region. Daher erhält er auch von der Stadt Schleiz Unterstützungen im Rahmen der Vereinsförderung.
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Stadt Schleiz ehrt
den Förderverein Wisentatalbahn e.V.
für sein langjähriges Engagement um die Betreibung der Bahnstrecke Schleiz-Schönberg mit der Eintragung ins Ehrenbuch.

Die nächste Ehrung führt uns an den Rand unserer Stadt in einen Ortsteil, der auch schon mal als die gute Stube bezeichnet wird. Dort lebt ein Mann, der inzwischen seit 20 Jahren als Ortsteilbürgermeister ehrenamtlich für seinen Ortsteil tätig ist. 2014 wurde er wiedergewählt.
Mit sagenhaften 100 %.
Dieses Wahlergebnis zeugt von der hohen Wertschätzung, die ihm die Bewohner seines Dorfes entgegen bringen.
Und da das ehrenamtliche Amt eines Ortsteilbürgermeisters die freie Zeit nicht ganz auszufüllen schien, saß er auch noch 5 Jahre im Stadtrat.
Die Rede ist von Dröswein und in Person von Wolfgang Grimm.
Er ist der Motor von Dröswein. Er sieht, dass alles seinen rechten Gang geht und mobilisiert die Drösweiner, wenn es darum geht, das Dorf schöner zu machen.
2013 organisierte er z.B. die Sanierung des Feuerlöschteiches, bei der die Bürger insgesamt 124 freiwillige Arbeitsstunden leisteten.
Im vergangenen Jahr ging es um die Buswartehalle und eine dort angelegte Sitzgruppe, bei deren Verschönerung die Drösweiner über 50 ehrenamtliche Stunden leisteten.
Wo andere nach der Verwaltung rufen, dass diese Dinge erledigen werden soll, ergreift Wolfgang Grimm die Initiative und sucht nach Möglichkeiten, wie mit der Stadt gemeinsam anstehende Probleme gelöst werden können. Ohne großes Tamtam auf dem kurzen Dienstweg. Und es funktioniert.
Wolfgang Grimm achtet aber auch darauf, dass die Drösweiner in Bewegung bleiben. Das passiert unter anderem durch gemeinschaftliche Wandertage des ganzen Dorfes.

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Stadt Schleiz ehrt
Wolfgang Grimm
für seine langjährigen Verdienste um die Stadt Schleiz und insbesondere den Ortsteil Dröswein mit der Eintragung ins Ehrenbuch.
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