Ein Jahr Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf

Franziska Grimm (Foto: Thomas Kögler)
 
Friedhard Bauch (Foto: Thomas Kögler)
Von Thomas Kögler

Seit einem Jahr können nun in Mohlsdorf-Teichwolframsdorf die Vorteile einer großen Landgemeinde wie zum Beispiel weitgehende Gestaltungsspielräume bei der Verbesserung der Infrastruktur aller Ortsteile, der Dorferneuerung, des Straßen- und Wegebaus oder beim Abbau von Defeziten in Schulen, Kindergärten und Feuerwehren - um nur einiges zu nennen - genutzt werden. "Das sind die künftigen Schwerpunkte der Gemeindearbeit ", so Christian Häckert, hauptamtlicher Bürgermeister im Gespräch vor einem Jahr. Was ist seit dem Gründungsakt geschehen und welches Resümee kann nach einem Jahr gezogen werden?

Die Notwendigkeit der Gründung der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf sieht die amtierende Bürgermeisterin Franziska Grimm im Zuge der anstehenden Gebietsreformen in Thüringen als unabwendbar, wobei die Konstellation sich heute zurückblickend als richtige und erfolgreiche Entscheidung bewiesen hat: "Neben der verwaltungsseitigen Umstrukturierung, die einen immensen Kraftaufwand mit sich brachte und noch im Gange ist, wurden parallel aber auch erste Vorhaben in Angriff genommen. Beispiele sind die Dorferneuerung in Kahmer und Gottesgrün, die Dachsanierung am Kulturhaus in Waltersdorf oder die Tiefbauarbeiten und Straßenerneuerung Juchhöhe in Mohlsdorf."

Die nächsten Aufgaben seien die Verabschiedung des Haushaltplanes 2013, der Kanalbau in der Waldsiedlung Reudnitz mit der TAWEG, aber auch die Breitbandbereitstellung für ein schnelles Internet in der Landgemeinde.

Kopfzerbrechen bereite die spürbare Kürzung der finanziellen Mittel vom Land, die gerade für die Pflichtaufgaben, zum Beispiel Kindergärten und Feuerwehren, ausreichen und nahezu keinen Spielraum für freiwillige Aufgaben wie die Finanzierung des Sommerbads Teichwolframsdorf, Büchereien oder Jugendclub zulassen. Hier gelte es, Kompromisse und Lösungen zu finden. Franziska Grimm ist aber optimistisch, zumal "die Arbeit des Gemeinderates ist kostruktiv, es gibt hier keine parteilichen Rangeleien, die die Arbeit erschweren, und dominiert stets ein sachlicher Meinugsaustausch zur Sache. Wir vermissen hierbei jedoch die aktive und äußerst kompetente Mitarbeit des Bürgermeisters Christian Häckert, dem wir auf diesem Wege beste und schnelle Genesungswünsche übermitteln!"

"Die Fusion zur Landgemeinde vor einem Jahr war ein richtiger und guter Schritt und bietet eine große Chance für unsere neue Gemeinschaft", stellt Friedhard Bauch fest, welcher als Ratsmitglied besten Einblick hat. Besonders gut getan habe diese Zusammenlegung dem Kleinreinsdorfer Vereinsleben, dessen Vorsitz er seit November 1989 inne hat. Viele der 185 Mitglieder stammen aus Mohlsdorf, Reudnitz und den umliegenden Ortsteilen. Es lässt sich absehen, dass die Perspektive des Turnvereins mit seinen Abteilungen gut ist und sich anläßlich des 125. Vereinsbestehens in der Festwoche vom 21. bis 30. Juni 2013 bestätigen wird. Ein umfangreiches und hochkarätiges Programm wird von Friedhard Bauch und seinen zahlreichen Helfern seit langem vorbereitet. "Alle Bürgerinnen und Bürger unserer Landgemeinde sind schon heute herzlich eingeladen, mit uns zu feiern", wünscht sich der Vereinschef.

"Mit der Bildung der Landgemeinde Mohlsdorf-Teichwolframsdorf ist unsere Gemeinschaft größer und vielseitiger geworden, womit auch die Zustimmung der Bürger zu unserer Schule spürbar gewachsen ist", resümiert die Schulleiterin der ökologisch ausgerichteten Freien Regelschule Reudnitz, Monika Georgi, die seit dem ersten Schultag 1993 hier tätig ist. Sie ist der Überzeugung, dass die Gründung der Großgemeinde viele Vorteile und Möglichkeiten zum Wohle der Bürger in sich birgt, welche natürlich nach einem Jahr Existenz noch nicht zur vollen Wirkung kommen konnte. Für die Schule Reudnitz sieht sie damit eine positive Perspektive und freut sich auf die Anfang Oktober 2013 stattfindende Festlichkeit anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens dieser. Ein Anlass und guter Grund für viele Bürger und Interessierte der Landgemeinde, sich zum Tag der offenen Tür diese Einrichtung und ihre Geschichte kennen zu lernen und Erfahrungen ehemaliger Schüler auszutauschen. Monika Georgi, ihr Lehrerkollegium und natürlich die Mitglieder desTrägervereins IGZELIT e.V. freuen sich auf diesen Höhepunkt.
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