Enka-Schornstein in Elsterberg gesprengt

Elsterberg: Enka-Brache |

Der 122 Meter hohe Schlot fällt nicht ganz in die vorgegebene Richtung - der obere Teil der Esse landet in der Weißen Elster.

18. April 2015, 10 Uhr: Das dritte Sprengsignal des Sprengmeisters ertönt, ein Zentner Sprengstoff im Schornstein werden gezündet und der Beton-Koloss neigt sich in die vorgegebene Richtung. Zuerst ganz langsam. Dann immer schneller und knallt schließlich in einer riesigen Staubwolke - nicht in das vorbereitete Fallbett aus Ziegelbruch.

War es der Wind? Oder das eventuell verzogene Stahlrohr im Innern der Esse? Jedenfalls ist der Schornstein nach der Sprengung um einige Grad von der geplanten Fallrichtung abgewichen und statt im Fallbett neben dem Bett der Weißen Elster gelandet. Die Spitze mit der oberen Plattform sogar mitten im Fluss.

Hunderte Schaulustige aus Elsterberg und Umgebung hatten das Spektakel verfolgt. Die Sprengung des Schornsteins war ein weiterer Schritt im Rückbau des ehemaligen Viskosegarnherstellers Enka, der früheren "Spinnfaser". Der Betrieb hatte vor sechs Jahren Insolvenz angemeldet, fast 400 Mitarbeiter wurden damals arbeitslos. Ende 2012 hatte die Stadt Elsterberg die Industriebrache zum symbolischen Preis von einem Euro gekauft, um daraus ein neues Industriegebiet zu entwickeln. Im Herbst vorigen Jahres begannen die Abrissarbeiten durch die Abbruchfirma F & R aus dem saarländischen Neunkirchen. Die Sprengung des Schornsteins erfolgte durch die Thüringer Sprenggesellschaft TSG aus Kaulsdorf. Nachdem sich die Staubwolke nach dem Fall des Enka-Schlots verzogen hatte, begannen Mitarbeiter der Abbruchfirma unverzüglich, mit Baggern das Elster-Flussbett zu beräumen.
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4 Kommentare
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Klaus Schäfer aus Zeulenroda-Triebes | 18.04.2015 | 14:20  
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Renate Jung aus Erfurt | 20.04.2015 | 08:52  
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Gabriele Wetzel aus Zeulenroda-Triebes | 20.04.2015 | 10:42  
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 20.04.2015 | 17:39  
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