Erneut mit dem Politiker ins Gespräch gekommen - Wohnungsbau-Politik unter der Lupe

von links: Ralf-Kaspar Kemmerling, Volkmar Vogel, Kathrin Lorenz, Reiner Nitzsche, Michael Hölker
Erstes wohnbaupolitisches Gespräch im Altenburger Land

Schmölln. Die ganze Bandbreite des Wohnungsbaus hatten kürzlich Politiker, regionale Unternehmer und Verbände aus Thüringen und Sachsen unter die Lupe genommen. Dank der Initiative des Schmöllner KSN Baumarkts und dem Ostthüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel kamen sowohl die Schmöllner Bürgermeisterin Kathrin Lorenz, Vertreter der örtlichen IHK, von Wohnbaugesellschaften, Planern, Baustoffherstellern und verarbeitenden Gewerken zusammen, um über die im Wohnungsbau gesetzten politischen Akzente zu sprechen.

Ziel der gemeinsamen Veranstaltung der beiden Geschäftsführer bei KSN, Reiner Nitzsche und Reinhard Sittauer, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel und Michael Hölker, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel aus Berlin, war es, sich gemeinsam mit den regionalen Fachleuten der Berufssparte am Bau über die alltäglichen Auswirkungen der politischen Rahmenbedingungen zu unterhalten.

Konkret gab es hierzu von Volkmar Vogel, der zudem stellvertretender Vorsitzender im Bauausschuss des Deutschen Bundestages ist, einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme, die Höhe der einzelnen Haushaltstitel im Baubereich sowie Einschätzungen hinsichtlich der Energieeinsparverordnung. Diese soll novelliert werden und befindet sich derzeit in Bearbeitung.

Eine Vorstellung zur Einkaufskooperation EUROBAUSTOFF, deren Mitglied KSN ist, gab Ralf-Kaspar Kemmerling, Geschäftsführungsmitglied der Gruppe. Ferner stellte er Thesen zur Entwicklung des Modernisierungsmarktes in den östlichen Bundesländern vor.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel aus Berlin, Michael Hölker, plädierte für weniger Ordnungsrecht im Bauwesen. „Jede Verordnung mehr kostet letztlich den Investor oder den Bauherrn mehr Geld“, so Hölker. Für die mit der Umsetzung befassten Unternehmen in Planung, Fachhandel und Handwerk seien es seiner Meinung nach die neuen Verordnungen und Programme, die den Aufwand erhöhen. Das, obwohl der Baustandard in Deutschland schon top ist. So muss man sich fragen, ob ein Ordner Papier bei einer Wärmeschutzberechnung für ein Einfamilienhaus nicht über das Ziel hinaus schießt, wenn anschließend nicht mal mehr Zeit ist, die Unterlagen zu studieren.

Jürgen Böhme von der Wohnungsgenossenschaft Schmölln e.G. untersetzte die Einschätzung zum Thema Förderung der Bankengruppe KfW. Die Förderanträge seien kompliziert und der Nachweis zur Einhaltung der Kriterien langwierig. Ob dann die Gelder pünktlich zur Umsetzung kämen, sei fraglich und insofern löse das Fördergeld nicht immer die Effekte aus, die die Förderbank damit bezwecke.

Der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel nimmt seitens der Firmenvertreter die Aufforderung mit nach Berlin, dass Förderprogramme und Regularien mit der Handschrift des Bundesbauministeriums stetiger und langfristiger angelegt werden sollten.

„Alle drei Jahre eine neue Energieeinsparverordnung, gibt kaum die Chance zu wissen, was die letzte Verordnung bewirkt hat,“ merkte Bettina Hegenbarth aus dem gleichnamigen Planungsbüro an.

Für die anwesenden Firmen bedankte sich Nitzsche für die informativen und leidenschaftlich vorgebrachten Vorträge. Der Abgeordnete Vogel bedankte sich vor allem aber bei den Gastgebern für die Initiative zu der Veranstaltung. Von KSN nahmen die Gesellschafter Nitzsche und Sittauer den Impuls für eine Fortsetzung gern auf und bedankten sich bei den Gästen für das Kommen und die interessanten Anregungen.
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Hannelore Grünler aus Artern | 27.09.2012 | 23:03  
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