Flüchtlinge im Landkreis Greiz: Netzwerk zur Unterstützung der Asylbewerber wird geknüpft

(Foto: Rike / pixelio.de)
Greiz: Landratsamt |

Im Landratsamt Greiz trafen sich am 28. Januar Vertreter von Verwaltungen, Verbänden, Vereinen und Bürgerinitiativen aus Greiz und Zeulenroda-Triebes, um ein Netzwerk Flüchtlingsarbeit aufzubauen.

Dazu eingeladen hatte das Landratsamt, speziell der Bereich Ausländerwesen. „Für uns steht dabei im Mittelpunkt, wie wir die Arbeit für Flüchtlinge und mit ihnen praktisch organisieren, welche Aufgaben wir als Amt dabei gesetzlich zu erfüllen haben und wie die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer vor Ort aussehen bzw. koordiniert werden kann“, fasst der zuständige Abteilungsleiter Harry Eigenrauch das Ziel dieses ersten Treffens zusammen

Gegenwärtig leben rund 300 Asylbewerber im Landkreis Greiz. Der größte Teil von ihnen in Greiz. In Zeulenroda sind derzeit drei Familien in Wohnungen untergebracht. In Greiz sind neben den beiden Gemeinschaftsunterkünften bereits sechs Wohnungen von Asylbewerbern bezogen worden. Weitere Wohnungen sind in den beiden Städten angemietet und werden bezugsfertig gemacht.

In beiden Städten haben sich Initiativen formiert, die die Flüchtlinge dabei unterstützen, sich in der neuen fremden Umgebung zurecht zu finden bzw. Hilfestellung zu geben, bei der Schaffung von Wohnraum. Dazu zählt auch die Hilfs- und Spendenbereitschaft von Bürgern für die Neuankömmlinge so zu kanalisieren, dass sie den gewünschten Zweck tatsächlich erfüllen. Nicht zuletzt geht es darum, entsprechende Lagerkapazitäten für Mobiliar zur Verfügung zu stellen, Kontaktdaten auszutauschen – wer ist wofür der richtige Ansprechpartner –, oder über praktische Alltagsprobleme zu reden und wie man sie löst.

Weitere Themen dieser ersten Zusammenkunft waren die Vermittlung von Sprachkenntnissen und wie man das Deutschlernen für die Flüchtlinge organisiert, aber auch die Suche nach geeigneten Beschäftigungsmöglichkeiten im Alltag. Für Martina Högger von der Bürgerinitiative „Weil wir Greiz lieben“ eine ganz entscheidende Frage. Sie habe in ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit den Asylbewerbern in Greiz sehr schnell die Erfahrung gemacht, dass es vor allem darauf ankomme, die Flüchtlinge mitzunehmen in den Lebensalltag. „Es geht nicht darum, für die Flüchtlinge etwas zu organisieren, sondern sie an unserem Leben teilhaben zu lassen, dass sie mittendrin sind im Geschehen. Auf diese Weise, so ihre Überzeugung, ließen sich Skepsis und Vorurteile gegenüber dem Fremden auf beiden Seiten am besten abbauen.

Dieses erste Netzwerktreffen wurde von allen Beteiligten als wichtig und sinnvoll eingeordnet, weitere sollen in regelmäßigen Abständen bzw. bei entsprechendem Handlungsbedarf folgen. Praktische, gelebte Willkommenskultur statt Absichtserklärungen, so ihr Anliegen.
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