Für Kunst und Kultur begeistern. Schülerkulturbeauftragte der Regelschule Hirschberg drehen einen Film über ihre Schule

Hirschberg: Regelschule | „Minority“ spielen immer wieder das gleiche Lied. Das liegt weniger daran, dass sie es womöglich nicht können. Aber mit einer Kamera kann man nicht zeitgleich an fünf verschiedenen Positionen sein. Geduldig folgen die Jungs den Anweisungen des Regisseurs. Das ist nicht immer ganz einfach. Beim Fernsehen ist einiges anders. Klar kann man in die Kamera erklären, dass es besser wäre, wenn es an der Schule eine Musikanlage gäbe. Aber dabei dreht man nicht den Kopf zu der auf der Bühne stehenden Anlage. Sie ist nicht mit im Bild. Die Aussage soll an den Zuschauer gerichtet sein. Also dabei bitte in die Kamera schauen.

Das Fernsehen ist zu Gast an der Hirschberger Regelschule? Nein. Das wäre so nicht korrekt ausgedrückt. Die Schüler machen selbst Fernsehen. Vier Tage lang drehen die Schülerkulturbeauftragten einen Film über ihre eigene Schule. Letztlich werden es ein paar Minuten Film, die in einigen Tagen auf dem Offenen Kanal Gera und auf der eigenen Schulwebseite zu sehen sein werden. Die jungen Filmemacher werden zeigen, in was für einer tollen Schule sie lernen. Sie werden ebenso aufzeigen, was noch verbesserungswürdig ist. Die Schülerband „Minority“ wünscht sich mehr Unterstützung, hätte gern Technik und Instrumente vor Ort in der Schule. Ein richtiger Proberaum wäre nicht schlecht und dass einmal ein richtiger Profi ihnen über die Schulter schaut und Tipps gibt.

Das Medienprojekt gemeinsam mit der Landesmedienanstalt Erfurt und dem Offenen Kanal Gera ist eine neue Erfahrung für die Hirschberger Regelschüler. Medienpädagoge Frank Karbstein zeigt nur, wie es geht, erarbeitet mit den Schülern gemeinsam das Drehbuch, gibt technische und gestalterische Tipps. Hinter der Kamera stehen die Schülerkulturbeauftragten selbst. Womöglich sieht der fertige Film nicht ganz professionell aus. Das ist auch nicht Sinn und Zweck des Projektes. Vielmehr sollen die Schüler für Kunst und Kultur begeistert werden. Und da mit dem Film in die Öffentlichkeit gegangen wird, sollen auch die Menschen in der Region für ein künstlerisches oder gesellschaftliches Engagement an der Schule gewonnen werden.

Eingebettet ist dieses Medienprojekt in ein vier Jahre laufendes Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“, an dem die Hirschberger Regelschule seit einem Schuljahr teilnimmt. Verantwortlich an der Schule ist dafür Ute Saupe. Ein Musicalprojekt habe man bereits in Zusammenarbeit mit dem Theater Hof durchgeführt. Sie spricht diesbezüglich von einem vollen Erfolg. Heute werden die Schüler ihre Freiluft-Ausstellung „Eingegrenzt & Ausgegrenzt“ zur Grenzlandwanderung der Öffentlichkeit präsentieren. Diesbezüglich haben die Schüler eng mit dem Museum für Gerberei- und Stadtgeschichte zusammen gearbeitet.
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2 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 01.10.2012 | 14:36  
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Hannelore Grünler aus Artern | 02.10.2012 | 01:39  
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