Glauben Sie an Horoskope?

Thomas Fügmann mit dem Haushaltsplan 2013, der am 4. Februar für den Saale-Orla-Kreis beschlossen wurde.
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SOK-Landrat Thomas Fügmann ist seit einem Jahr im Amt und setzt auf Bodenständigkeit



„Ihr Berufsjahr 2013 kann sich wirklich sehen lassen, denn Saturn hilft Ihnen, Ihre Ideen ganz konkret in die Tat umzusetzen und bisher offene Fragen zu klären. Das Schöne ist: Alles, was Sie jetzt anpacken, hat Hand und Fuß, und wird sich deshalb auch dauerhaft günstig für Sie auswirken.“ – mit dieser Voraussage für 2013 (BUNTE) ist für alle „Krebse“ der berufliche Erfolg ja vorprogrammiert. Doch Thomas Fügmann, seit 9. Februar 2012 Landrat im Saale-Orla-Kreis, verlässt sich nicht auf die astrologische Vorausschau. Der studierte Mathe- und Physiklehrer setzt auf Bodenständigkeit und eigene Gestaltungskraft, wie er im Interview verrät.

Herr Fügmann, wie zufrieden sind Sie mit Ihren ersten zwölf Amtsmonaten als Landrat?
Es waren anstrengende Monate, doch ich bin soweit zufrieden mit dieser Zeit. Es konnten viele Dinge geregelt werden, so dass ich ein positives Resümee ziehen kann.

Welche Dinge konnten denn geregelt werden?
Eines der wichtigsten Ergebnisse war, dass wir einen 20-jährigen Rechtsstreit mit der Stadt Neustadt an der Orla beenden konnten. Dann haben wir im vergangenen Jahr mit großen Mühen einen entsprechenden Haushalt für den Landkreis hinbekommen und am 4. Februar ist der Haushalt für 2013 verabschiedet worden. Und das mit einer breiten Mehrheit. Das zeigt, dass hier im Haus entsprechend gut vorgearbeitet wurde.

Was beeindruckte Sie im ersten Jahr Ihrer Amtszeit am meisten?
Als Landrat habe ich Verantwortung für einen Mitarbeiterstab von über 500 Menschen, das ist schon eine große Herausforderung. Ich bin außerordentlich dankbar, dass ich dabei auf viele kompetente und leistungsstarke Mitarbeiter zurückgreifen kann. Am meisten bin ich darüber positiv angetan, dass ich bei der Umsetzung meiner Ideen hier im Haus viel Unterstützung erfahre. Genau dieses gute Zusammenspiel macht ein positives Klima aus.

Welche Vorsätze gibt es für 2013 – dienstlich und privat?
Dienstlich steht in meiner Agenda ganz oben, dass wir trotz angespannter Haushaltslage den Landkreis weiter voranbringen. Wir müssen einerseits sparen, anderseits mit dem vorhandenen Geld eine gute Gestaltung realisieren. Ich denke, dass wir das in den Griff bekommen und den Saale-Orla-Kreis so aufstellen, dass wir positiv in die Zukunft blicken können. Über 15 Millionen Euro investieren wir 2013 ausschließlich im schulischen Bereich, so dass wir dieses Jahr zwei große Vorhaben abschließen werden: Das Berufsschulzentrum am Standort in Pößneck sowie die Grund- und Gemeinschaftsschule in Tanna.
Privat möchte ich versuchen, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und hier vor allem mit meinen drei Enkelkindern, die mein ganz besonderer Stolz sind.

Glauben Sie an Horoskope?
Nein! Ich setze auf die eigene Gestaltungskraft. Aber ich lese ab und zu Horoskope, denn sie haben ja doch einen gewissen Unterhaltungswert.

Welche Wünsche haben Sie für 2013?
Privat wünsche ich mir Gesundheit in der Familie. Dienstlich möchte ich den Saale-Orla-Kreis so mitgestalten, dass er als stabiler Landkreis auch weit über das Jahr 2020 erhalten bleibt!

Was ist Ihre Stärke?
Im Wahlkampf hat jemand gesagt, auf mich sei Verlass, ich würde dazu stehen, was ich sage. Ich glaube auch, dass Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und logisches, ergebnisorientiertes Denken meine Stärken sind.

Und Ihre Schwächen?
Die habe ich mit Sicherheit, denn ich bin kein perfekter Mensch. Von meinen Mitarbeitern habe ich gehört, dass ich etwas zu genau und zu gewissenhaft bin.

Was möchten Sie beibehalten, was ändern?
Was sich bewährt hat, möchte ich beibehalten. Beispielsweise die transparente politische Arbeit und das gute Klima hier im Haus. Die gute Kommunikation mit den Mitarbeitern ist mir wichtig, offene und ehrliche Gespräche. Die Strukturen in der Kreisverwaltung haben sich bewährt. Aber natürlich wollen wir die Verwaltung noch besser aufstellen. Dazu wird es marginale strukturelle Änderungen geben, über die in den nächsten Wochen gesprochen wird.

ZUR PERSON:
• Jahrgang 1954
• 1972-1976 Studium an der Universität Jena, Abschluss als Diplomlehrer für Mathematik und Physik
• seit 1975 verheiratet, zwei Kinder und drei Enkelkinder,
• wohnt seit 1985 in Görkwitz, VG Seenplatte
• seit dem 1. Januar 1990 Mitglied der CDU
• seit Mai 1990 Mitglied im Kreistag
• August 1990 Ernennung zum stellvertretenden Kreisschulrat im Schulamt Schleiz
• 1991 Ernennung zum Referenten für Gymnasien
• Seit 1995 bis heute Fraktionsvorsitzender im Kreistag Saale-Orla
• 1998 Ernennung zum Schulamtsleiter in Stadtroda
• 2007 Ernennung zum Schulamtsleiter Jena/Stadtroda
• am 29. Januar 2012 per Stichwahl zum Landrat gewählt, Amtsantritt am 9. Februar 2012
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