GWG-Wohnpark in der Greizer Neustadt eingeweiht

Mieter Frank Pense hält den symbolischen Schlüssel hoch, flankiert von den Architekten (v.l.) Steffen Dinkler und Frank Schubert sowie GWG-Geschäftsführer Uwe Schneider und Aufsichtsratschef Matthias Erdmann.
  Greiz: GWG-Wohnpark |

Mit einem mehrstündigen Festakt wurde am 30. Oktober 2016 der GWG-Wohnpark in der Greizer Neustadt eingeweiht. In rund eineinhalbjähriger Bauzeit entstanden drei Wohnhäuser mit 31 Wohnungen. Alle sind bereits vermietet, die ersten zwölf Wohnungen in der Carolinenstraße 55 wurden bereits bezogen. Die anderen beiden Häuser sind ab dem 1. Dezember vermietet.

Tausende Interessenten besichtigten zum Neustadtfest beim Tag der offenen Tür den neuen GWG-Wohnpark, der am Freitag davor mit einem mehrstündigen Festakt eingeweiht worden war. Für GWG-Geschäftsführer Uwe Schneider habe sich mit der festlichen Einweihung ein Traum erfüllt: „Vor sieben Jahren fassten wir im Aufsichtsrat den ersten Beschluss zum Neubau und heute hat sich das seit Jahrzehnten größte Greizer Wohnungsbauvorhaben vollendet.“ Architekt Frank Schubert vom Greizer Ingenieurbüro Schubert-Hamann-Dinkler, das die Bauleitung inne hatte, überreichte Frank Pense als Vertreter der Mieterschaft den symbolischen Schlüssel für den Wohnpark.

Steffen Dinkler stellte den anwesenden Gästen, unter ihnen Landrätin Martina Schweinsburg und Bürgermeister Gerd Grüner, den Wohnpark vor. „Die Lage an der einstigen Prachtallee Carolinenstraße hier in der Greizer Neustadt ist perfekt. Die neuen Gebäude bilden mit den bereits bestehenden Häusern der GWG ein geschütztes Wohnquartier und die Wege zu zentralen Stadtfunktionen sind rekordverdächtig kurz: Die nächstgelegene Bushaltestelle ist direkt vor der Haustür, Bahnhof und Busbahnhof sind 350 Meter entfernt, der Naherholungsraum Elsteraue 400 Meter, der nächste Supermarkt 450 Meter und die Vogtlandhalle 500 Meter.“
Im Wohnpark wurden 18 Drei-Raum- und 13 Zwei-Raum-Wohnungen geschaffen mit Größen zwischen 57 und 89 Quadratmetern Wohnfläche. Hinsichtlich des Komforts der 31 Wohneinheiten seien die Wohnungen technisch gesehen hochwertig ausgerüstet, sagen die Architekten: „Alle Wohneinheiten verfügen über eine Fußbodenheizung, die von einer umweltfreundlichen Holzpellet-Heizung, bestehend aus zwei Kesseln mit je 80 kW Leistung gespeist wird. Die Wohnungsbäder wurden je nach Mieterwunsch neben dem obligatorischen WC und Waschtisch entweder mit einer Badewanne oder mit einer bodengleichen Dusche oder auch mit beidem ausgestattet. Auch bei der Elektroinstallation konnte jeder der künftigen Bewohner ein Wörtchen mitreden. Weiterhin gibt es in der Grundausstattung eine Medienvernetzung, welche eine solide Grundlage für heutige und künftige Multimediaanwendungen bieten wird.“

Alle Wohnungen sind mit schwellenlosen Zugängen und den insgesamt drei Personenaufzüge barrierefrei erreichbar. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, dass bei Bedarf fast alle Wohnungen ohne erheblichen Umbauaufwand für Bewohner, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, nutzbar gemacht werden können. Beim Entwurf der Wohnungszuschnitte haben die Bauplaner außerdem sehr viel Wert auf die Zone Wohnzimmer-Küche-Balkon gelegt. „Dieser Bereich befindet sich immer in einem räumlichen Zusammenhang und bietet für jeden Mieter innerhalb seiner Wohnung den größtmöglichen Gestaltungsspielraum“, sagte Steffen Dinkler. Dieser Spielraum sei auf intensive Weise genutzt worden: „Kein Gewerk konnte sich auf das in einem Haus oder in einer Etage einmal hergestellte verlassen und davon ausgehen: das machen wir jetzt noch 30 Mal so. In jeder Wohnung gibt es andere Interpretationen des angebotenen Rahmens und immer wieder neue Details. Das war vom Bauherren so gewollt, so konnte sich jeder Mieter ein Stück weit in seiner Wohnung verwirklichen.“

Der erste offizielle Spatenstich für den Wohnpark war übrigens am 10. April 2015 erfolgt. Nach diesem symbolischen Akt und dem Aushub der Baugruben mussten für die Gebäudegründung wegen des komplizierten Baugrundes 173 Betonbohrpfähle mit einer Gesamtlänge von 1,12 Kilometer in den Boden eingebracht werden. „Auf diesen Pfählen und den darüber liegenden Fundamentbalken ruhen die Kellergeschosse, welche aus Hochwasserschutzgründen vollständig in Stahlbeton als sogenannte ‚Weiße Wanne‘ gefertigt wurden“, beschreibt Architekt Dinkler die Baugründung. Darüber erheben sich die jeweils vier Wohngeschosse, in denen insgesamt 1 100 Kubikmeter Ziegelmauerwerk verbaut wurden.

„Im Zusammenspiel mit der eingesetzten Holzpellet-Heizung war es möglich, hoch energieeffiziente Wohngebäude im Standard des ‚KfW-Effizienzhauses 55‘ in bewährter Mauerwerksbauweise ohne zusätzliche Polystyroldämmschichten an den Außenwänden zu errichten“, beschreibt Steffen Dinkler die Bauweise: „Fenster mit Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen sowie eine üppige, bis zu 60 Zentimeter dicke Wärmedämmung auf den Dächern der drei Gebäude runden das Energiekonzept des Bauvorhabens ab.“ Damit genügen die neuen Häuser im GWG-Wohnpark höchsten Ansprüchen hinsichtlich des sparsamen Umgangs mit unseren Ressourcen und tragen dazu bei, die Heizkosten für ihre Bewohner auf geringstem Niveau zu halten.

Der neue Wohnpark belebe die Neustadt, ist Bürgermeister Grüner überzeugt. Uwe Schneider bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die GWG ist ein wichtiger Teilnehmer am Wohnungsbau in Greiz und ein wichtiger Partner bei der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes.“ In den 31 Wohnungen des Wohnparks in der Neustadt werden 57 neue Bewohner leben. Etwa 20 davon sind Neu-Greizer.
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