Hochwasser: Sofortprogramm für geschädigte Unternehmen

In einer gemeinsamen Erklärung des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, der Thüringer IHK’s, der Handwerkskammern, der Thüringer Aufbaubank, der LEG Thüringen, dem Dehoga und des Verbandes der Wirtschaft Thüringens wurde mitgeteilt, dass sich alle von Hochwasser betroffenen Unternehmer in verschiedenen Einrichtungen zu unkomplizierten Hilfen melden können.

Wie die Greizer Stadtverwaltung informiert, können Sonderprogramme, Soforthilfen außerhalb der kommunalen Mittel, Sonderkreditprogramme und Investitionshilfen abgefragt werden. Sollte Unterstützung von städtischer Seite notwendig sein, stehen die bekannten Telefonnummern jederzeit zur Verfügung. Da das Netz der Stadtverwaltung Greiz ach dem Hochwassser zeitweise gestört ist, empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme persönlich oder per Mail an sv@greiz.de.

"Bitte beachten Sie auch, dass zur Bewältigung der Hochwasserschäden in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit die Gewährung von Kurzarbeitergeld in geschädigten Unternehmen nach §96 Abs. 1 S.1 Nr.1 SGB III schnell und unbürokratisch gewährt werden soll. Wenden Sie sich dazu bitte an das zuständige Jobcenter bzw. die Agentur für Arbeit", heißt es dazu aus dem Greizer Rathaus.


Hier die gemeinsame Erklärung der genannten Institutionen:

Sofortprogramm für hochwassergeschädigte Unternehmen in Thüringen



Die starken Regenfälle der letzten Wochen haben in weiten Teilen Thüringens ein Bild der Verwüstung verursacht. Vor allem in Ostthüringen sind die Flüsse über die Ufer getreten. In den Regionen rund um Weiße Elster und Pleiße übertrifft das Hochwasser die Jahrhundertflut vor elf Jahren. Aber auch an Werra, Saale, Gera und Ilm bleibt die Lage weiterhin angespannt.

Besonders sind die Menschen in Ostthüringen von den Fluten betroffen, auch weil die Talsperre Pirk im sächsischen Vogtland übergelaufen war. Hier wurden zeitweise ganze Orte evakuiert oder waren über Tage nicht mehr erreichbar. Bundeswehr, Feuerwehren, THW und freiwillige Helfer waren rund um die Uhr im Einsatz, um massenweise Sandsäcke zu schichten und Dammbrüche zu verhindern. Turnhallen, Schulen und Kitas blieben vielerorts geschlossen und waren als Notunterkünfte unverzichtbar.

Erst Tage nachdem die Pegel ihren Höchststand erreichten, wird das ganze Ausmaß der Schäden nach und nach sichtbar. Gebäude und Straßen sind in katastrophalem Zustand.

Nicht nur private Haushalte sind betroffen. Die Flut greift auch die wirtschaftliche Substanz ganzer Regionen an.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen wurden durch das Wasser in Mitleidenschaft gezogen. Es hat ihre Betriebe, Maschinen und Lagerbestände beschädigt. Es hat Stromleitungen umgerissen, Zufahrtsstraßen unterspült und sogar Brücken unbrauchbar gemacht.

Selbst dort, wo Beschäftigte noch ihren Arbeitsplatz erreichen konnten, war der Betrieb wegen tagelangen Stromausfalls zum Teil unmöglich. In den Jenaer Gewerbegebieten in Göschwitz, Zwätzen und Löbstedt-Ost war zeitweise gar kein Zugang möglich.

Bereits jetzt sind mehr als 350 Schadensmeldungen eingegangen. Da ein Teil der Schäden noch nicht erfasst werden konnte, wird die Schadenshöhe insgesamt auf ca. 10 - 15 Mio. Euro geschätzt. Erst wenn das Wasser gänzlich abgeflossen ist, wird das gesamte Ausmaß abzuschätzen sein, werden weitere Unternehmen die Statistik ergänzen. Einige sind ohne zeitnahe finanzielle Unterstützung in ihrer Existenz bedroht.

Nun gilt es, schnell und unbürokratisch zu handeln, ihnen ein passgenaues Maßnahmepaket anzubieten. Bei der Bewältigung der Hochwasserschäden wirken alle Beteiligten zusammen, um die notwendigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Dabei geht es vorrangig darum, die Beschäftigung und die Existenz der Unternehmen zu sichern.

Nachzulesen auch auf der Homepage der Stadt Greiz unter www.greiz.de/aktuelles.
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