Jugend denkt Europa - Jugendliche der Rötlein-Regelschule Zeulenroda beenden Projektwoche mit einer fiktiven Parlamentsdebatte und einer Wahl

Wahlsieger: Die PSGE "Partei für soziale Gerechtigkeit", v.l.: Attila Gémes, Toni Singer, Sebastian Förster und Justin Matthes.
 
Sascha Altenhoff von der Robert Bosch Stiftung war aus Berlin nach Zeulenroda gekommen, um das Projekt vorzustellen.
Zeulenroda: Rötlein-Regelschule | Fünf Tage lang hatten Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Rötlein-Regelschule in Zeulenroda Ideen für ein nachhaltiges Europa entwickelt. Im Rahmen der Initiative „Jugend denkt Europa“ arbeiteten sie innovative Konzepte zur neuen Energieversorgung Europas aus.

Hauptthema des fünftägigen Workshops war die Zukunft der europäischen Energieversorgung: Auf welche Energieträger sollen die EU-Mitgliedsstaaten künftig setzen? Welche Energieversorgung ist für Mensch und Umwelt am verträglichsten? Wie wirken sich Veränderungen auf dem Energiemarkt auf unsere Gesellschaft aus? In welchem Europa wollen wir leben und arbeiten? Diesen und anderen Fragen gingen die jungen Europäerinnen und Europäer auf den Grund und entwickelten im Rahmen der Projektwoche eigene Lösungsvorschläge.

Die Ergebnisse dieser spannenden Tage präsentierten die Jugendlichen am Freitag in Form einer fiktiven Parlamentsdebatte. Mit dabei: die Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel (CDU) und Ralf Lenkert (Die Linke) sowie Stadtratsmitglied der Stadt Zeulenroda-Triebes Mike Stieber (SPD).
Drei Parteien stellten ihre Konzepte vor: Die FWP (Freie Wirtschaftspartei) steht für Wirtschaftsaufschwung für Europa, die JaMoLu (praktisch: die Kürzel stehen für die Gründer Jasmin, Monice, Lukas!) setzt sich für die Grüne Zukunft ein und die die Partei für soziale Gerechtigkeit PSGE versprach „Goldene Zeiten“, wenn sie gewählt wird. Die Konzepte waren so unterschiedlich nicht, sie liefen alle mehr oder weniger auf die Schonung der natürlichen Ressourcen, den Klimaschutz und die Förderung erneuerbarer Energien hinaus, um auch für künftige Generationen die Erde lebenswert zu erhalten.

Nach einer Diskussion stellten sich die fiktiven Parteien einer geheimen Wahl. Die gewannen die vier jungen Männer von der PSGE. Sie hatten mit ihren Konzepten offensichtlich am meisten überzeugt. Ihr Grundfinanzsystem beinhaltetet die Förderung von Kitas, Schulen und sozial Schwacher sowie der erneuerbaren Energien beispielsweise durch erhöhte Alkohol- und Tabaksteuern, eine „Nicht-Öko-Strom-Steuer“ und die Autobahnmaut für alle!

INFORMATION: Jugend denkt Europa ist eine Initiative der Robert Bosch Stiftung, realisiert von IFOK. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schultypen der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten am europäischen Dialog zu beteiligen und ihnen eine Möglichkeit zu geben ihre Vision für Europa zu gestalten. Zwischen 2008 und 2010 haben bereits über 1500 Jugendliche aus insgesamt 18 europäischen Staaten an der Initiative teilgenommen. Bis 2012 soll die Initiative auf alle 27 EU-Mitgliedsstaaten ausgeweitet werden.

Kernstück von Jugend denkt Europa sind die Projektwochen, bei denen die Jugendlichen Ideen für eine nachhaltige Energieversorgung der Zukunft entwickeln. Projektpaten und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft unterstützen die Schülerinnen und Schüler während des fünftägigen Workshops. Die Jugendlichen gründen im Rahmen der Projektwoche fiktive Parteien und entwickeln ein eigenes Wahlprogramm. Abschluss ist eine fiktive Parlamentsdebatte, in der die Jugendlichen ihr Konzept verteidigen. Die besten Ideen aus den Projektwochen fließen in einen gemeinsamen Aktionsplan „New Energy for Europe“ ein, der an die europäische Ratspräsidentschaft übergeben wird.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige