Landkreis Greiz wird Langzeitarbeitslose nach dem SGB II als "Optierende Kommune" betreuen

Landrätin Martina Schweinsburg (l.) und Birgit Becker, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Gera, unterzeichneten im Dezember Vereinbarungen, die die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Greiz und der Bundesagentur regeln.
Ab dem 1. Januar 2012 nimmt der Landkreis Greiz die "alleinige Aufgabenwahrnehmung der Betreuung Langzeitarbeitsloser nach dem SGB II" vor. Kurz: Der Landkreis Greiz ist ab nächstes Jahr "Optierende Kommune" und erfüllt als solche die Aufgaben nach SGB II (Hartz IV) allein und nicht mehr gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Gera.

Betreut werden 2959 vermittelbare Langzeitarbeitslose und 4958 sogenannte Bedarfsgemeinschaften (Stand: November 2011). Für diese Bürger soll sich in den Bereichen Betreuung, Leistungszahlung, Fallmanagement und Vermittlung nichts ändern. Für einen Teil von ihnen sind lediglich die Ansprechstellen in Gera und Greiz neu.

Für die Mitarbeiter in den Ämtern dagegen gab es und gibt es allerhand Neuerungen. Denn seit 2005 wurden die Aufgaben SGB II (Hartz IV) von der Agentur für Arbeit Gera und Landkreises gemeinsam getragen. Dafür wurden von beiden Behörden Bearbeiter abgestellt. Zunächst in die "Arge" und seit diesem Jahr ins Jobcenter. Mit der optierenden Kommune nun wechseln 65 ehemalige Mitarbeiter der Bundesagentur in die Kreisverwaltung. Denn das Jobcenter Greiz organisatorisch als Abteilung des Landratsamtes ausgestaltet.

"Ich habe größten Respekt vor allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei dieser Umgestaltung mitziehen", dankt Dr. Horst Gerber, noch Jobcenter-Geschäftsführer und ab 1. 1. 2012 Leiter der Abteilung IV, seinem Team. Denn nicht nur eine neue Struktur nach teilweise Umzügen warten auf die über 140 Kollegen der neuen Abteilung, sondern beispielsweise auch eine neue Software, in die alle Daten umzuspeichern waren. Weshalb es auch Samstagsarbeitszeiten und eine Urlaubssperre gab. Dr. Horst Gerber dankt allen seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass die Umstellung ohne große Reibungspunkte von statten ging, und versichert, dass Betreuung der nach SGB II hilfebedürftigen Bürger weiter in gewohnter Qualität abgesichert wird.

Zur Historie: Im November 2009 hatte der Kreistag Greiz den einstimmigen Grundsatzbeschluss zur Beantragung der Zulassung als alleiniger Träger der Grundsicherung für Arbeitslose nach SGB II gefasst. Im Juni 2010 erteilte der Kreistag per Beschluss der Verwaltung den Auftrag, einen förmlichen Antrag zur Aufgabenübemahme (Option) vorzubereiten. Am 30. November 2010 fasste Kreistag mit Zwei-Drittel-Mehrheit den Beschluss, sich um die Zulassung als kommunaler Träger zu bewerben. Zwei Optionsplätze waren für Thüringen vorgesehen, um die sich vier Landkreise bewarben: Nordhausen, Sonneberg, Schmalkalden-Meiningen und Greiz. Im April 2011 war Zulassung für Greiz und Schmalkalden-Meiningen amtlich.

Das kommunale Jobcenter wird als neue Abteilung IV im Landratsamt Greiz ausgewiesen und seinen Hauptsitz im Haus III (Weberstraße 1) haben. Ansprechstellen gibt es in Gera in der Herrmann-Drechsler-Straße 1, Haus 4, und in Zeulenroda in der Unteren Höhlerreihe 4.

Servicetelefone:

Gera: 0365/ 54 810 550 (Kundentelefon), 0365/ 54 810 555 (Arbeitgeberservice)

Greiz: 03661 /87 69 250 (Kundentelefon), 03661/ 87 69 222 (Arbeitgeberservice)

Zeulenroda-Triebes: 036628/ 58 05 550 (Kundentelefon), 036628/ 58 05 555 (Arbeitgeberservice)
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