Lawo punktet beim Wettbewerb um das schönste Dorf Thüringens mit liebevoll restauriertem Alten, gut funktionierenden Neuem und einer neuen alten MIlchbank

Heike Roos bringt die Milch zur Bank, genauer: die Milchkanne zur Milchbank.
LANGENWOLSCHENDORF. Es hatte schon etwas von Symbolcharakter, dass die Langenwolschendorfer die Landes-Bewertungskommission für den Dorfwettbewerb in ihrem Kindergarten empfingen. Schließlich heißt der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Und „in unserem Kindergarten liegt auch unsere Zukunft“, begrüßte Bürgermeister Gisbert Voigt die Kommission. Wobei er das guten Gewissens sagen kann, denn der Ort hat derzeit 864 Einwohner – Tendenz steigend. Das bestätigt auch Pfarrer Ulrich Nestle: „Wir haben dieses Jahr mehr Taufen als Beerdigungen.“

Langenwolschendorf hat sich als Sieger des Dorfwettbewerbes im Landkreis Greiz erneut für den Thüringen-Wettbewerb qualifiziert, den es bereits 2010 einmal gewann, um dann im Bundeswettbewerb die Bronzemedaille zu erringen. Die Landeskommission startete ihre diesjährige Bewertungsrunde in Langenwolschendorf, das seinem Namen alle Ehre macht: Es ist exakt 3250 Meter lang, wie Ortschronist Siegfried Müller vermessen hat. Das Dorf, dass sich bislang allen Eingemeindungsversuchen umliegender Orte widersetzt hat – erfüllende Gemeinde ist die Doppelstadt Zeulenroda-Triebes – punktet mit liebevoll restaurierten alten Bauwerken wie der komplett sanierten Kirche, einem „barocken Kleinod“, oder der Schule, einer „Jugendstilperle“. Aber auch gut funktionierendes Neues wie das erste Gewerbegebiet Thüringens kann „Lawo“ in die Waagschale werfen und ganz aktuell auch „neues Altes“ wie die Milchrampe, die zum Dorfrundgang vor dem Gemeindeamt eingeweiht wurde. Solche Milchbänke waren früher nicht nur „Umschlagplätze“ für die Milch, sondern Kommunikationspunkte der Dorfbewohner.

Die Bewertungskommission, die dieses Jahr landesweit neun Orte zu begutachten hat, zeigte sich beeindruckt von Langenwolschendorf: „Wir nehmen einen absolut positiven Eindruck von diesem schönen Dorf mit“, so die Kommissionschefin Heike Roos, die besonders hervorhob, dass sich seit ihrem letzten Besuch im Ort viel neues getan hat. Man darf auf Ausgang des Landeswettbewerbes gespannt sein, den bisher noch nie ein Dorf zweimal gewonnen hat.

Für den Thüringer Landeswettbewerb 2012 "Unser Dorf hat Zukunft" haben sich qualifiziert:

– Langenwolschendorf
– Großbockedra
– Schwarza
– Ifta
– Uder
– Neustadt im Eichsfeld
– Roth (Ortsteil von Schalkau)
– Schnett (OT von Masserberg)
– Unterlemnitz (OT von Bad Lobenstein)
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