Lebensquell Wasser: Im Zeichen der Umwelt – Wasserqualität um zwei Güteklasen verbessert

Luisa Rother legt letzte Hand am Graffiti "Wasser und Umwelt" an.
 
Michelle Reichbodt, Sarah Bodenschatz und Luisa Rother bei der Gestaltung ihres Graffitis.
Greiz: An der Goldenen Aue | Als vor zwei Jahrzehnten der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster-Greiz – kurz: Taweg – gegründet wurde, konnte niemand vorher sehen, welche Aufgaben zu bewältigen waren und welche Ergebnisse nach 20 Jahren auf der Bestandsliste zu verzeichnen sind. Das 20-jährige Verbandsbestehen in diesem Jahr ist Anlass, Bilanz zu ziehen. Öffentliche Gelegenheit dazu gab es bereits zum Weltwassertag am 22. März und beim Tag der Umwelt am 5. Juni auf dem Gelände der Kläranlage in Greiz-Dölau. Hier nahmen zahlreiche interessierte Bürger Einblicke in das Arbeitsfeld des Zweckverbandes und erlebten die ausgestellte Technik in Aktion.

Taweg-Geschäftsleiterin Ines Watzek nutzte die Gelegenheit, die Aufgaben und die bisherige Entwicklung des Verbandes vorzustellen. "Neben der Wasserversorgung gehört die geordnete Abwasserbeseitigung zu unseren Hauptaufgaben. Dabei sind die Auflagen von EU, Bund und Land gleichermaßen zu erfüllen", so Watzek. Um dies tun zu können, habe der Zweckverband in den vergangenen Jahren 65,6 Millionen Euro investiert und technische Anlagen im gesamten Verbandsgebiet errichtet. So zum Beispiel 13 zentrale Kläranlagen, 13 Überlaufbecken, neun so genannte Düker – also Querungen, die Wasser oder Abwasser unter der Weißen Elster durchleiten – sowie 22 Pumpstationen und acht Regenrückhaltebecken. Insgesamt wurden in den letzten 20 Jahren 121 Kilometer Kanalisation verlegt.

Durch die Einleitung des geklärten Abwassers hat sich die Wasserqualität in der Weißen Elster um zwei Gewässergüteklassen verbessert, so dass sich heute wieder Fische in dem Fluss tummeln. Vor über 20 Jahren undenkbar!

Aktuelle Maßnahme ist der Neubau der Kläranlage in Teichwolframsdorf, der Ende Oktober dieses Jahres abgeschlossen werden soll. Auch die Kläranlage in Dölau wurde vor noch nicht allzu langer Zeit in Betrieb genommen. Hier pflanzten Ines Watzek und der Taweg-Vorsitzende Gerd Grüner zum Tag der Umwelt eine Platane, als symbolisches Zeichen der Verbandsarbeit "im Dienste der Umwelt".

Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Taweg beschäftigt und der Zweckverband setzt auf eine fundierte Nachwuchsausbildung. Derzeit stehen neun Auszubildende in einem Lehrvertragsverhältnis, erst im Mai erhielten drei Jugendliche ihre Ausbildungsverträge. "Die langjährige kontinuierliche Schulkontaktpflege, angefangen in der ersten Klasse bis hin zu Betriebspraktika in den Ferien, hat uns bei der Gewinnung von gutem, verantwortungsvollem Personal geholfen", schätzt Ines Watzek ein.

Ein Beispiel der "Jugendkontaktpflege" ist der Graffiti-Wettbewerb zum Thema "Wasser und Umwelt", den der Taweg zum diesjährigen Weltwassertag an den Regelschulen im Verbandsgebiet ausgeschrieben hatte. Eine Fachjury hat unter den Einsendungen drei Gewinnerbilder ausgewählt. Sieger sind Michelle Reichbodt, Luisa Rother und Sarah Bodenschatz aus der Klassenstufe 8 der Greizer Lessingschule. Die drei Mädchen konnten zum Weltumwelttag an einer Betonwand der Kläranlage Greiz-Dölau frisch ans Werk gehen und unter fachlicher Anleitung der Profi-Sprayer Christian und Heiko Rank ein großflächiges Graffiti gestalten. Darin ließen sie ihre drei Motive eingehen. In dem Bildnis hilft nun der "Waterman" dem alten Planeten Erde, die Umweltsünden der Vergangenheit zu bewältigen: Aus einer einst grauen Landschaft entspringt eine Welle klaren Wassers, die bunte Blumen erblühen lässt.
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