Modern, vielseitig und Leistungsstark zum Firmenjubiläum

Zahlreiche Geschenke/ Präsente zum Jubiläum
 
Landfrauen gratulieren
Teischwolframsdorf
Die Teichwolframsdorfer Agrar GmbH feiert am vergangenen Samstag ihr 25-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums besuchten Thüringens Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Dr. Klaus Sühl und der Hauptgeschäftsführer vom Thüringer Bauernverband Thomas Grottke am Samstag die Festveranstaltung, um mit weiteren Vertretern aus Politik und Wirtschaft über den Stand der Agrarreform und der Gebietsreform in Thüringen mit sachlich geführter Diskussion zum politischen Frühschoppen miteinander zu reden. Die Themen zum agrarpolitischen Frühschoppen wurden zum Stand der Agrarreform und der geplanten Gebietsreform geführt. Weitere Gäste die im Präsidium Platz nahmen und an der Gesprächsrunde teilgenommen hatten, waren der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel, das Mitglied des Thüringer Landtages Christian Tischner, Thorsten Breitschuh, Berater landwirtschaftlicher Unternehmen und die Bürgermeisterin von Mohlsdorf-Teichwolframsdorf Petra Pampel.
Zuvor musste der Geschäftsführer Gerd Halbauer viele Hände schütteln, viele Präsente, verbunden mit Glückwünschen entgegenzunehmen. Eine Ehrenurkunde zum 25-jährigen Firmenjubiläum übergab Birgit Fleischer von der Industrie und Handelskammer Ostthüringen zu Gera. Nach der Begrüßung der Gäste zeigte Gerd Halbauer zuerst die Vorgeschichte der Entwicklung des landwirtschaftlichen Unternehmens auf. Die Gründung als LPG Aufbau Teichwolframsdorf fand am 13.09.1958 mit einer Betriebsfläche von 125 ha und 70 Arbeitskräften mit Tier- und Pflanzenproduktion statt und wurde in Folge ständig erweitert. Die Gründung der HPG Teichwolframsdorfer GmbH fand am 28.März 1991 statt. In den Jahren danach investierte das landwirtschaftliche Unternehmen u.a. in den Neubau von Viehställen, Erneuerung der Milchmelkstände, Neubau einer Grundfuttersiloanlage, überdachtes Gülle Endlager, Bau einer Bio-Gasanlage für 440 kW, dem Zukauf von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Der Geschäftsführer beklagte in seiner Rede die derzeit schlechte Lage der Landwirtschaft, die Erlöse in der Milchproduktion gehen immer weiter zurück, die Gründe hierfür sind vielseitig, schilderte Halbauer das Problem. Zum einen trage das Russland-Embargo mit Schuld, der Absatz ist dort weg gebrochen. Die Politik sei gefragt, in Europa müssten einheitliche Tierschutzgesetze angestrebt werden, denn wenn in anderen Ländern nicht viel Wert auf diese gelegt wird, hätten die Bauern dort finanzielle Vorteile. Eine große Mitschuld am Milchpreisverfall würden die Großhandelsketten tragen, diese würden ihre Preiskämpfe auf dem Rücken der Bauern austragen, wetterte der Kreisbauernverbandschef. Angehen lassen sich die Probleme der Landwirtschaft nur EU-weit. Innerhalb von 15 Jahren sei der Erlös pro Liter Milch von 30 Cent auf 20 Cent gesunken. Dieser Zustand zwinge kleinere Unternehmen die Milchproduktion einzustellen.
Die Politik muss sich endlich für uns Bauern einsetzen, denn auch der Getreidepreis befindet sich auf einem schlechten Niveau. „Wir befinden uns in der schwersten Krise seit unserem Bestehen, schätzt Halbauer die Lage ein. Unser Unternehmen ist breit aufgestellt, wir sind froh darüber, dass wir den Bereich Biogasanlage ausgebaut haben und mit dem Erlös die Verluste in der Milchproduktion ausgleichen können. Die angesprochene Problematik wurde anschließend in einer sachlichen Diskussion aller im Präsidium sitzenden Gäste geführt. Dabei wurden Themen zu Windkraftanlagen, Bio-Gasanlagen und Großviehanlagen angesprochen, die eigentlich niemand vor der eigenen Tür haben möchte. Christian Tischner fügte an, die Landwirtschaft benötige verlässliche Rahmenbedingungen und in den ländlichen Gemeinden müsse die Eigenverantwortlichkeit gestärkt werden. Die geplante Gebietsreform gebe Anlass zur Beunruhigung. Volkmar Vogel lobte die Investitionen des Unternehmens in den vergangenen Jahren. Die Probleme der Milchbauern sei allein kein deutsches Problem, sondern ein europäisches. Die Politik ist gefragt, durch steuerliche Verbesserungen und Erweiterung zu neuen Absatzmärkten die Situation zu entspannen, zudem sprach Thomas Grottke ebenfalls die politischen Entscheidungen hierzu an, die für die Landwirtschaft in Zukunft wichtig sind. Petra Pampel ging auf den Wegebau im ländlichen Raum ein, der nicht vergessen werden dürfe, denn die landwirtschaftlichen Gerätschaften werden immer breiter und schwerer. Die geplanten Reformen der Landesregierung werden dem ländlichen Raum nicht förderlich dienen. Thomas Breitschuh nannte die geplanten Reformen, den schlechtesten Einfall einer Landesregierung.
Das Für und Wider zur Agrar- und Gebietsreform erhitzte schon die Gemüter, die der Staatssekretär versuchte zu glätten und anfügte, eine Regierung die alles sofort regeln könnte gibt es nicht. Der Staatsekretär befürchtet, dass die gegenwärtigen Nato-Manöver an der Grenze zu Russland, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland sich weiter verschlechtern und den Absatz von landwirtschaftlichen Produkten nicht verbessern helfen. Das alle zwei Jahre stattfindende Hoffest der Agrar GmbH Teichwolframsdorf wurde in diesem Jahr zusammen mit dem Firmenjubiläum und einem großen Unterhaltungsprogramm gefeiert. Am Nachmittag erwartete die Firmenleitung weitere Gäste, darunter auch die Landrätin des Landkreises Greiz Martina Schweinsburg.
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