Paternoster für das Reich der Mitte: Aumaer Maschinenfabrik exportiert Anlagen und Lagersysteme in die ganze Welt

Konstrukteur August Leier (l.) nimmt den Paternoster in Probebetrieb, rechts Montageleiter Manfred Könitzer.
Auma: Schmidt GmbH | Mächtig gewaltig: 7,70 Meter breit, 5,80 Meter hoch und 3,30 Meter tief – das sind die Maße des Paternosters, der vorige Woche in der Schmidt GmbH Auma seinen Probebetrieb erfolgreich absolvierte. Und dabei ist das noch nicht einmal das größte Teil, das in dem Aumaer Maschinenbetrieb gefertigt wurde. Aber eines, das eine recht weite Reise vor sich hat: Am Montag wurde der Zylinder-Paternoster vom Hamburger Hafen aus nach Südchina verschifft, wo er in seinem Bestimmungsort in einem Druckereiwerk zum Einsatz kommt.
Gemeinhin verbindet man ja mit dem Begriff Paternoster einen Personen-Umlaufaufzug.

Dass es sich bei dem in Auma hergestellten Teil nicht um einen solchen handelt, ist wohl klar. Die Firma stellt Lagerpaternoster her, also Umlaufregale für die Industrie. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Personen-Umlaufaufzug: Mittels einer endlosen Kette können in diesem stationären Transportmittel Regale oder Walzen umgelagert werden. Wodurch für den Anwender die Lagerung beispielsweise von Papierrollen in der Druckerei oder Langgut platzsparend und logistisch besser planbar ist.

Die Schmidt GmbH kann bei der Herstellung von Maschinen und Lagersystemen auf eine lange Tradition verweisen. Gegründet 1868, wurde der Zulieferbetrieb für landwirtschaftliche Maschinen 1972 enteignet. Nach der Reprivatisierung 1990 leitete Arndt Peucker das Unternehmen bis zum 3. Februar dieses Jahres. Nach seinem Tod trat dessen Tochter Uta Heuschkel in die Fußstapfen ihres Vaters und steht dem Unternehmen seit 29. März als Geschäftsführerin vor. Dabei kann sie sich auf ein eingespieltes Führungsteam und die Fachkompetenz ihrer Mitarbeiter stützen. „Unser Pfund, mit dem wir wuchern können, ist die Qualitätsarbeit unserer Kollegen“, weiß die 43-Jährige. Als besondere Stärken hebt Uta Heuschkel insbesondere die „exzellente Schweißarbeit“ der Facharbeiter hervor und die Innovativität „in den Köpfen unserer Menschen“.

Gut zwei Dutzend größtenteils langjährige Mitarbeiter fertigen in der Aumaer Maschinenfabrik Lagersysteme wie Paternoster, Schubladenregale und Blechlager mit Schwenkkränen sowie Sondermaschinen nach Kundenwunsch. Ausgeliefert wird nicht nur bundesweit, sondern in die ganze Welt. Beispielsweise nach Dänemark, Malaysia, in die USA, die Niederlande und nach China. Für das „Reich der Mitte“ hat die Schmidt GmbH nicht den ersten Paternoster konstruiert. Vier Wochen haben die Kollegen an dem neuesten Umlaufregal gebaut, den Konstrukteur August Leier vorige Woche per Knopfdruck in Probebetrieb nahm. Inzwischen hat der Paternoster den Testlauf bestanden, ist wieder in seine Einzelteile zerlegt, verpackt und nach China unterwegs. Dort wird ihn Montageleiter Manfred Könitzer und sein Team in den nächsten Wochen aufbauen und in Betrieb nehmen.
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