Pflegestärkungsgesetz in Kraft gesetz

Geschäftsführerin Martina Berg und Krankenpfleger Kevin Buß zur Begrüßung der Teilnehmer
 
Den Vortrag hielt Fachgesundheits- und Krankenpfleger Kevin Buß
Der Bundesrat hat grünes Licht für die Pflegereform gegeben. Die ist ab dem 1. Januar 2015 in Kraft getreten und mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz wird es Verbesserungen für die zu Pflegenden und deren Angehörigen kommen. Die Geschäftsführerin Martina Berg vom Ambulanten Pflegedienst auf dem Papiermühlenweg hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um über die Neuerungen zu informieren. Weitere pflegerische Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige durch die Pflegekassen sind vorgesehen, dazu hatte Fachgesundheits- und Krankenpfleger Kevin Buß die anwesenden Besucher in seinem Vortrag informiert. Unter anderem gibt es eine Erhöhung bei Pflegegeld- und Sachleistungen in der häuslichen Pflege. Die meisten Pflegebedürftigen wünschen sich, so lange wie möglich zu Hause in der vertrauten Umgebung gepflegt zu werden. Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden auch zu Hause gepflegt, meist durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste. Um die Pflege zu Hause besser zu unterstützen, werden die Leistungen für die häusliche Pflege erhöht. Die zusätzlichen Kosten sollen über eine Erhöhung der Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung finanziert werden. Ab 2015 wird der Beitragssatz zunächst um 0,3 Prozent auf 2,35 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent für Kinderlose angehoben. Der Pflegeversicherungsbeitrag soll in einem zweiten Schritt um weitere 0,2 Prozent steigen, wenn das zweite Pflegestärkungsgesetz später in Kraft tritt. Allen als pflegebedürftig anerkannten Personen steht zukünftig ein zusätzlicher Betrag von 104,00 Euro zur Verfügung. Dieser Betrag kann unter anderem für Betreuung, allgemeine Anleitung oder Hauswirtschaft, von der Pflegeeinrichtung angeboten, eingesetzt werden. Künftig können verstärkt zusätzliche Leistungen zur Pflege und Versorgung im Falle einer kurz- oder längerfristigen Verhinderung der Pflegeperson, durch eigene Termine, Urlaub oder auch Erkrankung eines pflegenden Angehörigen über die Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden. Hierzu stünden diverse Angebote bereit, versichert Krankenpfleger Buß. Verbessernde Maßnahmen im Wohnumfeld, oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, begehbare Duschen oder die Verbreiterung von Türen, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause oder in einer Pflegewohngemeinschaft zu bleiben. Daher werden ab dem 1. Januar 2015 die Zuschüsse hierfür deutlich gesteigert: Von bisher bis zu 2.557 Euro auf zukünftig bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, können sie statt bis zu 10.228 Euro jetzt bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme erhalten. Auch die Zuschüsse zu Pflegehilfsmitteln, die im Alltag verbraucht werden, werden deutlich angehoben (von bis zu 31 Euro auf bis zu 40 Euro je Monat).
Für an Demenz erkrankte Menschen sind weitere zusätzliche Leistungen und finanzielle Mittel vorgesehen. Der Leistungsanspruch wird deutlich erweitert.
Bislang hatten Menschen, die zwar in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind, deren Pflegebedarf aber unterhalb der Pflegestufe I liegt (sogenannte Pflegestufe 0), nur einen eingeschränkten Leistungsanspruch. Dieser wird jetzt maßgeblich erweitert: Künftig können diese Versicherten auch Leistungen der Tages- und Nachtpflege, der Kurzzeitpflege und den Zuschlag für Mitglieder ambulant betreuter Wohngruppen erhalten. Zudem wird ihnen ermöglicht, die Anschubfinanzierung für ambulant betreute Wohngruppen zu bekommen. Damit erhalten sie jetzt Zugang zu allen Leistungen im ambulanten Bereich, die auch Personen mit einer Pflegestufe zustehen. Dies sind nur einige Leistungsverbesserungen, die sich durch die Pflegereform ergeben. Weitere Informationen über alle neuen Leistungsansprüche und deren Umsetzung können bei Pflegediensten, ihrer Krankenkasse oder auch im Internet eingeholt werden.
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