"Prima Wegenetz!" - Wege- und Landschaftsbaumaßnahmen abgeschlossen und an Gemeinden übergeben

Die Infotafel am Dorfanger Nitschareuth wird enthüllt, v.r.: Pedra Hofmeister, Kai Dittmann, Marco Albert, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, Landrätin Martina Schweinsburg und Gerit Cöster.
 
Kai Dittmann und Pedra Hofmeister unterschreiben die Verträge zur Übernahme der Wege und Landschaftselemente.
Langenwetzendorf: Bauernmuseum Nitschareuth |

Das im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Nitschareuth ausgebaute Wegenetz wurde am Donnerstag offiziell den Gemeinden Langenwetzendorf und Neumühle übergeben.

Mit den Unterschriften durch die Bürgermeister Kai Dittmann (Langenwetzendorf) und Pedra Hofmeister (Neumühle) sowie der Enthüllung einer Info-Tafel im Langenwetzendorfer Ortsteil Nitschareuth wurde das Flurbereinigungsverfahren symbolisch abgeschlossen. "Hier ist ein prima Wegenetz entstanden", freute sich Gerit Cöster zur Übergabe im Bauernmuseum. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera betonte zur offiziellen Übergabe der im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens entstandenen ländlichen Wege und Landschaftselemente, dass dies das dritte Verfahren in Langenwetzendorf war, das mit der Gemeinde umgesetzt werden konnte, was eine absolute Ausnahme sei.

Entstanden sind "multifunktionale Wege", die vorwiegend landwirtschaftlich, aber auch von Wanderern und Radfahrern touristisch genutzt werden. Beispielsweise als Rundweg von Neumühle nach Nitschareuth und durch den Greizer Wald zurück. "Wir haben viel Geld investiert und ordentlich gebaut", resümierte Cöster.

Die Planungen begannen bereits vor zehn Jahren mit dem Flurbereinigungsverfahren im benachbarten Daßlitz. Damals hatte sich abgezeichnet, dass ein entsprechender Entwicklungsbedarf auch hier besteht und die Daßlitzer Wege sinnvollerweise auf Nitschareuther, Neumühler und Neugernsdorfer Gemarkungen fortgesetzt werden sollten. Am 22. Oktober 2009 wurde das Flurbereinigungsverfahren Nitschareuth mit einer Größe von 381 Hektar angeordnet und im Juni darauf der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gewählt. Mit diesem und der Gemeinde Langenwetzendorf wurde anschließend zusammen mit dem Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Gera der Wege- und Gewässerplan ausgearbeitet.

Der Ausbau konnte nach Verzögerungen im Vorfeld des Wechsels der EU- Förderperiode 2013/2014 im September 2014 beginnen. Nach Umsetzung des zweiten Ausbaupaketes im Juli 2016 erfolgte nun die Übergabe der Wege an die beteiligten Gemeinden Neumühle und Langenwetzendorf. Ausgebaut wurden Wege mit einer Länge von rund 8,9 Kilometern. Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurde ein verrohrter Bach mit einer Länge von etwa tausend Metern offengelegt und rund 400 Bäume zur Auflockerung des Waldrandes entnommen.

Die Ausführungskosten betragen rund zwei Millionen Euro. 80 Prozent davon werden vom Land Thüringen vom Bund und der EU gefördert, 20 Prozent tragen die Gemeinden. Mit dem Ausbau und mit der sich anschließenden Neuordnung der zirka 300 Flurstücke sollen sich die Nutzungsmöglichkeiten sowohl für die etwa 100 Eigentümer als auch für die Agrarbetriebe spürbar verbessern.

Mit den drei Flurbereinigungsverfahren wurden in Langenwetzendorf Wege und Landschaftselemente auf insgesamt etwa 1200 Hektar Fläche neu gebaut. Das ist etwa ein Fünftel des gesamten Gemeindegebietes. Bürgermeister Kai Dittmann dankt seinem Gemeinderat, dass er der Eigenfinanzierung zugestimmt hat, und hofft, dass die Wege lange Bestand haben.
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