Unterkunft der Asylbewerber im Landkreis Greiz

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (Foto: Zeuner)

Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg wehrt sich mit folgendem Statement gegen "Falschbehauptungen von LINKE-Politikern in der Öffentlichkeit zur Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis Greiz":

Es ist mitnichten so, dass wir alle für Flüchtlinge angemietete Wohnungen gekündigt haben. Richtig ist, dass der Landkreis Greiz derzeit noch 91 Wohnungen zur Unterbringung von Asylbewerbern unterhält, und zwar die, für die wir vom Land Thüringen Förderung erhalten haben. Gefördert hat das Land Thüringen im Übrigen auch die Gemeinschaftsunterkünfte (GU).

Derzeit ziehen wir 67 nicht geförderte Wohnungen frei, die Flüchtlinge werden in anderen Wohnungen bzw. in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Die Unterbringung erfolgt immer entsprechend der Familiengrößen, wenn es sich um Familien handelt. Denn im Gegensatz zu Wohnungen gibt es für GU klare Richtlinien zu Größe und Ausstattung. An denen haben wir uns letztlich auch beim Wohnungsbezug orientiert.

Ich darf daran erinnern, dass wir allein aus dem Jahr 2015 noch rund 1,1 Millionen Euro Außenstände beim Freistaat Thüringen, also nicht bezahlte Rechnungen für Aufwendungen im Zuge der Flüchtlingsaufnahme, -unterbringung und -betreuung haben.

Angesichts der massiven finanziellen Einschnitte, die wir Landkreise zu verkraften haben, müssen wir auch bei der Unterbringung der Flüchtlinge auf die Kosten schauen. Dabei geht es nicht nur um die Form der Unterbringung in GU oder Wohnungen, sondern auch um deren soziale Betreuung, die in Gemeinschaftsunterkünften naturgemäß problemloser zu händeln ist.
Da wo ich herkomme, gilt noch immer die Devise, dass der, der bezahlt, auch die Tonart bestimmt. Und noch haben wir als Landkreis die Kosten zu tragen.

Wenn linke Landespolitiker etwas Konstruktives zum Thema Flüchtlingsunterbringung beisteuern möchten, dann könnten sie ja mal bei ihrem Koalitionspartner Druck machen, damit die Landkreise endlich die ihnen nachweislich entstandenen Mehrkosten vom Land erstattet bekommen.
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