"Viel gewonnen, viel geschafft und viel erreicht" - vom Neujahrsempfang des Saale-Orla-Kreises 2014

Sorgten für das anspruchsvolle musikalische Rahmenprogramm: Sängerin Amy Franklin (l.) von der Gruppe "Brokat" und das Duo "Saitenverkehrt" mit Carolin Harre am Cello und Stephan Müller am Klavier.
 
Die Bad Lobensteiner Moorprinzessin und die Thüringer Meerjungfrau begrüßten gemeinsam mit Landrat Thomas Fügmann die Gäste.
 
Thomas Fügmann (l.) begrüßt den Hauptgeschäftsführer und den Präsidenten der Handwerkskammer für Ostthüringen, Hans Joachim Reiml und Klaus Nützel (r.).
 
Weitere Ehrengäste: Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg ím vertrauten Gespräch mit Thüringens Innenminister Jörg Geipert.
 
Thomas Fügmann konnte rund 300 geladene Gäste begrüßen.
 
Das Duo "Saitenverkehrt" eröffnet mit "Concerto Nr. 2" von Jean Baptiste Bréval den musikalischen Teil.
 
Amy Franklin singt "I look to You" von Whitnes Houston.
Als recht positiv schätzt Landrat Thomas Fügmann die Entwicklung des Landkreises ein: "Wir haben viel gewonnen, viel geschafft und viel erreicht", begann er seine Festrede zum Neujahrsempfang des Saale-Orla-Kreises am 23. Januar 2014. In der Jahresbilanz 2013 stehen unter anderem auf der Haben-Seite die Einweihung des Staatlichen Berufsbildungszentrum am Pößnecker Viehmarkt im August, die sanierte Grund- und Gemeinschaftsschule in Tanna sowie die noch laufenden Sanierungsaarbeiten des Pößnecker Gymnasiums „Am Weißen Turm“, der Neunhofener Grundschule und des Duden-Gymnasiums in Schleiz. Als Mann der Bildung liege ihm die Investition in die Schulen besonders am Herzen, so Fügmann, denn: "Investitionen in Schule und Bildung sind Investitionen in die Zukunft."

Aber auch in die Infrastruktur des Landkreises sei viel investiert worden - Ortsdurchfahrt in Weitisberga, Umgehungsstraße Birkenhügel und der weitere Ausbau der A9 seinen nur drei Beispiele dafür.

Der Landrat erinnerte aber auch an einen Wermutstropfen: "Trotz seiner langen Tradition droht das Schleizer Dreieck-Rennen unterzugehen. Die Unsicherheit aus dem nicht-entschiedenen Rechtsstreit macht es sehr schwierig,
in sachlicher und fairer Weise zu einem akzeptablen Kompromiss zu gelangen." Trotz allem seien alle Beteiligten bemüht, für das Jahr 2014 angemessene Veranstaltungen zu organisieren.

Auf weitere Aufgaben und Höhepunkte 2014 für den Saale-Orla-Kreis wies der Landrat hin. So soll das Schulzentrum Bad Lobenstein umgesetzt werden, nach der Planungsphase in diesem Jahr ist der erste Spatenstich für das Frühjahr 2015 avisiert, das 20-jährigen Bestehen des Saale-Orla-Kreises, soll angemessen begangen werden und der erneuten Saale-Orla-Schau im Mai wirft bereits ihre Schatten voraus.

In der Tradition der Neujahrsempfänge steht auch die Verleihung der Ehrenmedaillen des Saale-Orla-Kreises an verdienstvolle Bürger. Am 23. Januar 2013 erhielten diese Medaillen Professor Werner Greiling, Dr. Heinz-Dieter Fiedler, Magdalena Fiedler und Lutz Scherf. Mehr dazu: http://www.meinanzeiger.de/zeulenroda-triebes/leut...

Für die Musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgten die Sängerin Amy Franklin von der Band "Brokat" aus Kirschkau und das Duo "Saitenverkehrt" - das sind Carolin Harre und Stephan Müller aus Krölpa bei Pößneck.

Nach dem offiziellen Teil eröffnete Thomas Fügmann das Buffett, nicht aber ohne zuvor dem Ehrengast Jörg Geibert einen ganz besonderen Präsentkorb zu überreichen. Gefüllt mit Produkten der Landgenossenschaft Dittersdorf als Wegzehrung, denn "die Wege von Ostthüringen nach Erfurt sind manchmal recht lang", so der Landrat unter dem Beifall der Gäste zum Thüringer Innenminister.

Aus dem Redemanuskript des Landrates:

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber dennoch möchte ich
es nicht versäumen, Ihnen allen und selbstverständlich
auch Ihren Familien alles Gute im neuen Jahr zu wünschen.

Lassen Sie mich erläutern, warum ich mich so freue, heute Abend mit Ihnen gemeinsam hier in der Schleizer Wisentahalle zusammengekommen zu sein.

Wir haben viel gewonnen, viel geschafft und viel erreicht.

Das vergangene Jahr begann mit einem Paukenschlag.
Der Saale-Orla-Kreis nahm Ende Januar
an der Internationalen Grüne Woche in Berlin teil.
Inmitten von hunderten Ausstellern, Ständen und Angeboten aus aller Welt präsentierte sich unser Landkreis unter dem Motto
„Thüringer Meer – Mehr Thüringen“
am Gemeinschaftsstand des Landes Thüringen.

Das muss man sich mal vorstellen:
Die Grüne Woche ist die weltweit bedeutendste Messe
der Ernährungs- und Landwirtschaft –
mit über 400.000 Besuchern im vergangenen Jahr.
Unsere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
würdigte unsere Ideen
als eine der besten Präsentationen Thüringens in den letzten Jahren.

Ich habe es schon so oft getan, aber ich möchte am heutigen Abend
noch einmal allen Beteiligten,
die unseren bunten und professionellen Messeauftritt
in Berlin vorbereitet und umgesetzt haben,
meine Anerkennung und meinen großen Respekt für
diese tolle Arbeit aussprechen.
Das war eine ganz großartige Gemeinschaftsleistung.
Herzlichen Dank.

„Ich hoffe, im neuen Jahr wieder mehr wollen zu können und weniger müssen zu müssen.“
Diese Hoffnung äußerte einmal der 1996 verstorbene Journalist und ehemalige Regierungssprecher Hans „Johnny“ Klein.
Ein Wunsch, der mehr Charme hat als die meisten Neujahrsvorsätze,
sich aber genauso gut oder schlecht erfüllen lässt.

Meine Damen und Herren,

mehr wollen und weniger müssen –
angesichts der angespannten finanziellen Lage des Landkreises
ein frommer Wunsch.

Und trotzdem haben wir es wieder geschafft,
große Investitionen in die Zukunft unseres Kreises zu tätigen.

Das Staatliche Berufsbildungszentrum des Saale-Orla-Kreises
am Pößnecker Viehmarkt
konnten wir im August 2013 bei strahlendem Sonnenschein einweihen.

Dank modernster Druckmaschinen und
aktuellstem Know-How
beherbergt die etwa 120 Jahre alte Industriebrache am Viehmarkt
nun eine der modernsten Berufsschulen des Freistaates Thüringen.

Die sanierte Grund- und Gemeinschaftsschule in Tanna
weihten wir im September des vergangenen Jahres
mit einer kleinen Feier ein.
Die modernisierte Schule leuchtet jetzt
– passend zum Stadtnamen –
freundlich und zeitgemäß in einem saftigen, hellen Grün.

Die Generalsanierung des Pößnecker Gymnasiums „Am Weißen Turm“ ist derzeit in vollem Gange.
Über 8 Millionen Euro fließen in dieses umfangreiche Bauprojekt.
Zum Schuljahresbeginn 2014/ 2015 können die Schüler und Lehrer
dieses altehrwürdige, modernisierte Gebäude voll in Betrieb nehmen.
Im Spätsommer 2014 werden auch die Neunhofener Grundschüler
ihr nagelneues Hortgebäude beziehen können.
Mit dem ersten Spatenstich begannen
im November des vergangenen Jahres die Bauarbeiten,
die dank des milden Winters gut und vor allem zügig angelaufen sind.

Das Schleizer Dr. Konrad Duden Gymnasium
feiert in diesem Jahr den 105. Geburtstag
des altehrwürdigen Schulgebäudes.
Ich bin sehr froh und auch stolz,
dass wir in wenigen Wochen
die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen abschließen werden,
sodass dieses Gymnasium trotz seines hohen Alters
in neuem Glanz erstrahlen kann.

Meine Damen und Herren,

zum Thema Schulzentrum Bad Lobenstein
kann ich sagen:
Ich bin sehr optimistisch, dass wir
– nach den umfangreichen Planungsmaßnahmen in diesem Jahr –
im Frühjahr 2015 den ersten Spatenstich setzen können.

Die Schüler, Lehrer und auch die Bürger Bad Lobensteins
wurden lange hingehalten.

Immer wieder gab es Planänderungen,
immer wieder machte sich Verwirrung breit.

Ich möchte Ihnen heute versprechen,
dass ich mich engagiert dafür einsetze,
dass dieser Zustand der Verwirrung endlich ein Ende hat.

Ich werde dafür sorgen,
dass alle Schul-, Eltern- und Stadtvertreter weiterhin eng in die Entscheidungen zum Schulzentrum Bad Lobenstein eingebunden werden.

Ein solch großes Projekt muss gemeinsam gestemmt werden.
Sonst ist eine erfolgreiche Realisierung kaum möglich.

Nicht nur in die Bildung,
sondern auch in die Infrastruktur und
damit in den Wirtschaftsraum Saale-Orla-Kreis
haben wir kräftig investiert.

In Lichtenbrunn haben wir im letzten Jahr
eine sehr schlechte Landesstraße übernommen
und ihren Zustand durch verschiedene Baumaßnahmen
erheblich verbessert.

Ebenso wurde der 1. Abschnitt der Ortsdurchfahrt Weitisberga grundhaft ausgebaut.

Im April 2013 begann mit einem symbolischen Spatenstich
der Bau der etwa vier Kilometer langen Ortsumgehung Birkenhügel,
die die B 90 und die A 9/ Anschlussstelle Bad Lobenstein verbinden wird.

Der Ausbau der A 9 schreitet weiter voran –
unsere wichtigste Infrastrukturmaßnahme,
die zwar die kreisliche Infrastruktur derzeit belastet,
für unsere Region aber große Gewinne bedeutet.
Zahlreiche Straßen- und Brückensanierungen
bringen eine weitere Verbesserung der Infrastruktur im Saale-Orla-Kreis. Und eine gute Infrastruktur bringt wirtschaftliches Wachstum.

Viele Aufgaben standen vor uns –
und wir haben sie gut gemeistert.
Aber wo Licht ist, da ist wie so oft auch Schatten.

Im Mai vergangenen Jahres
wurde der Osten und Süden Deutschlands
von einem Unwetter heimgesucht.
Flüsse traten über die Ufer, Deiche brachen,
Straßen und Keller wurden überflutet.

Auch an der Saale wurde die Hochwasserlage Anfang Juni 2013
immer prekärer.

Unser Landkreis blieb zum Glück vor Schlimmerem verschont.

Und dennoch freue ich mich, dass ich erleben durfte,
wie viel Solidarität die Menschen in unserem Landkreis füreinander aufbringen.

Ich bin froh, dass bei uns Frauen und Männer leben,
die Sandsäcke füllen und schleppen,
wenn das Wasser drohte,
über die Ufer zu treten.
Die Keller auspumpen und sich gegenseitig warnen.
Ich kann nur staunen,
was die Menschen hier in unserer Heimatregion alles auf die Beine stellen. Und nicht nur das.
42 freiwillige Helfer reisten im Juni 2013 auch in die Flutgebiete
in Sachsen-Anhalt und halfen dort den Menschen vor Ort,
bei denen das Wasser der Elbe große Schäden angerichtet hatte.

Ich danke allen Helfern für ihre Unterstützung während dieser
schweren Zeit.
Sie alle sind über sich hinausgewachsen.
Ihr vorbildliches Engagement verdient unsere Wertschätzung
und große Anerkennung.

Dass Menschen in Extremsituationen über sich hinaus wachsen können, zeigte uns auch der Brand im Kindergarten Neundorf
im Juli des vergangenen Jahres.

Die Kindergärtnerinnen
- Jeanette Kögler,
- Simone Grabowski,
- Karin Linke und
- Claudia Möx
reagierten geistesgegenwärtig und schafften es durch
ihr beherztes Handeln, dass trotz großer Sachschäden
nicht ein einziges Kind verletzt wurde.

Insgesamt 28 Kinder retteten sie über ein Fenster vor den Flammen.
Der Neubau, der kurz vor der Eröffnung stand,
war hingegen nicht mehr zu retten.

Ich möchte den Kindergärtnerinnen,
die auch heute Abend anwesend sind,
noch einmal meinen Dank und meinen großen Respekt für dieses vorbildliche Verhalten aussprechen.

Das Jahr 2013 war in vielerlei Hinsicht ein sehr aufregendes und spannendes Jahr.

Im Sommer 2013 wurde das Märchen „Die Goldene Gans“
unter anderem auf unserem Schloss Burgk neu gedreht.
Das ZDF strahlte das Märchen der Gebrüder Grimm
als Weihnachtsfilm aus.

Ich weiß nicht, wie er Ihnen gefallen hat,
aber mich hat der Film begeistert.

Wir feierten 500 Jahre Lucas Cranach in Neustadt an der Orla.

Auch das Jubiläum 90 Jahre Schleizer Dreieck/
100 Jahre Vereinsfußball konnten wir im letzten Jahr begehen.

Doch trotz seiner langen Tradition droht das Schleizer Dreieck-Rennen
– ein traditionsbehafteter Name, der weit
über die Grenzen unserer Kreisstadt Schleiz hinaus
für großartige, motorsportliche Rennen bekannt ist –
unterzugehen.

Die Unsicherheit aus dem nicht-entschiedenen Rechtsstreit
macht es sehr schwierig,
in sachlicher und fairer Weise
zu einem akzeptablen Kompromiss zu gelangen.

Trotz allem sind wir außerordentlich bemüht, für das Jahr 2014 angemessene Veranstaltungen zu organisieren
und weitergehende Perspektiven über 2014 hinweg zu entwickeln.

Meine Damen und Herren,

was wäre ein starker Landkreis ohne starke Partner?!

Dass sich die Kreissparkasse Saale-Orla für die Entwicklung
unserer Region einsetzt, ist ja hinlänglich bekannt.
Im letzten Jahr überraschte sie sogar mit einem eigenen
Saale-Orla-Musical.
„Sing Saale-Orla... Eine Liebeserklärung an unseren Landkreis“
feierte im April 2013 Premiere und zeigt die Vielfalt unseres Landkreises auf eine unterhaltsame und musikalische Art und Weise.

Die Kreissparkasse Saale-Orla ist ein Impulsgeber
für unsere heimische Gesellschaft und Wirtschaft.

Ohne sie wären
– und da verrate ich nichts Neues –
viele Veranstaltungen und Initiativen
im letzten Jahr nicht möglich gewesen.

Die Kreissparkasse Saale-Orla war und ist dem Landkreis all die Jahre
ein verlässlicher und enger Partner.

Dafür danke ich ihr
und natürlich auch den Ideengebern, den Vorständen
Helmut Schmidt und
Dirk Heinrich,
ganz herzlich.

Als Alleinkämpfer ist vieles nicht möglich,
und so pflegt der Saale-Orla-Kreis weitere sehr enge Partnerschaften.

Im vergangenen Jahr besuchte uns beispielsweise eine
etwa 50 Personen starke Delegation
aus unserem bayerischen Partnerlandkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Außerdem war eine Ukrainische Delegation aus Galizien zu Gast,
die sehr interessiert daran war,
Land, Leute und Wirtschaft
in unserer Region kennenzulernen.

Auch mit unseren tschechischen Freunden arbeiten wir eng zusammen – beispielsweise im Rahmen der Saale-Orla-Schau oder
der Euregio Egrensis.

Ein sichtbares Zeichen dieser Verbundenheit
ist die neu errichtete Stele am Eingang des Landratsamtes,
die wir erst vor wenigen Stunden offiziell enthüllt haben.

Die Stele wurde von der Kreissparkasse Saale-Orla gestiftet.
Sie zeigt die Lage und die Entfernungen zu unseren beiden Partnerlandkreisen Rheingau-Taunus und Neuburg-Schrobenhausen sowie
zu unserer Partnerregion Cheb.

An solchen Abenden wie heute
sollte man sich aber nicht nur auf das versteifen,
was war.
Im Jahr 2014 sollten wir unseren Blick vor allen Dingen auf das lenken, was an Positivem ansteht.
Vielleicht gelingt es uns ja,
aus manchem „Müssen“ ein „Dürfen“ oder sogar ein „Wollen“ zu machen.

Meine Damen und Herren,

was erwartet uns nun 2014?

In diesem Jahr feiern wir 20 Jahre Saale-Orla-Kreis.

Am 1. Juli 1994 im Zuge der Thüringer Gebietsreform
aus den ehemaligen Landkreisen Lobenstein, Pößneck und Schleiz entstanden,
hat unser Landkreis in den letzten Jahren eine
erfolgreiche Entwicklung genommen.

Mit Christin Zander haben wir seit dem 2. Januar
eine neue Geschäftsführerin im Tourismusverbund Rennsteig~Saaleland e.V.

Sie übernimmt ab sofort die Vermarktung der Tourismusregionen rund um den Rennsteig und die Saale-Stauseen.

Eine ihrer ersten großen Aufgaben wird die geplante Verschmelzung
vier großer Tourismusvereine
in den Landkreisen Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt sein.

Wir arbeiten aktuell fieberhaft daran, bis zum Sommer
diese Vereinigungen zusammenzuführen,
um dank eines einzigen großen, übergeordneten Vereins
den Tourismus in den Regionen gemeinsam effektiv und nachhaltig entwickeln zu können.

Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit aller ist es,
dass sich die einzelnen Leistungsträger mit ihren Inhalten und Zielstellungen im neuen Dachverein auch wiederfinden.

Das ist eine große Aufgabe –
aber ich bin mir sicher, dass wir diese meistern werden.
Es wäre ein großer Gewinn für unsere Tourismuswirtschaft.

Ich halte es für unglaublich wichtig,
die touristischen und kulturellen Highlights,
die wir in unserer Region ohne jeden Zweifel haben,
gewinnbringend und auffallend zu vermarkten.

Die Menschen in der Region und außerhalb müssen merken,
was unser Landkreis alles bieten kann.

Zu diesem Zweck wurde im Sommer des vergangenen Jahres die Dachmarke „Saale-Orla Erlebnissommer“ entwickelt,
unter der kleine und große attraktive Kulturangebote der Region
in Zukunft gebündelt vermarktet werden.

Wir müssen unsere Angebotspalette stärker in das Bewusstsein
der hiesigen Bevölkerung einprägen
und auch über unsere Grenzen hinweg ausstrahlen.

Meine Damen und Herren, liebe Freunde,

viele gute Dinge möchten wir auch 2014 weiterführen.

Ich möchte im Rahmen meiner Landratstouren wieder
zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen besuchen.
Mir liegt der Kontakt zu unseren Unternehmen und Betrieben im Landkreis außerordentlich am Herzen:
Aktuelle Sorgen und Probleme kommen bei mir direkt an,
aber auch Lob und Zuversicht.

Auch wird in diesem Jahr vom 9. bis 11. Mai die mittlerweile
22. Saale-Orla-Schau stattfinden.
Einen Gartenbereich soll es aufgrund der
positiven Reaktionen im letzten Jahr
auch dieses Mal wieder geben.

Auch die Verleihung der Ehrenamtscard und
die Organisation der Ehrenamtstage
gemeinsam mit der Kreissparkasse Saale-Orla
werden in 2014 beibehalten.

Dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren,
ist nämlich nicht selbstverständlich.
Das sollte es auch niemals werden.

Sobald wir ehrenamtliches Engagement in unserer Gesellschaft als
etwas Selbstverständliches ansehen,
haben wir ein Problem.

Ehrenamtliche sind
– und so heißt es zu Recht –
mit Geld nicht zu bezahlen.

Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn
lassen sich weder verordnen noch einfordern.

Ehrenamtliches Handeln hat
einen höheren Wert als alles, was sich in Cent und Euro messen lässt.

Ich halte es daher für umso wichtiger,
diesen Menschen einen besonderen Platz einzuräumen.

Wir werden in Zukunft noch mehr Bürgerinnen und Bürger brauchen, die sich freiwillig für andere einsetzen –
auch, weil der Staat an finanzielle Grenzen stößt.
Ebenso ist es die demografische Entwicklung,
die das ehrenamtliche Engagement immer wichtiger werden lässt.

Liebe Ehrenamtliche,
Sie haben sich verdient gemacht um das öffentliche Wohl.
Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen.

Ich möchte aber noch jemandem danken,
der im Zusammenhang mit ehrenamtlichem Engagement
oft vergessen wird.
Und das sind all die Unternehmen
– die Arbeitgeber –
die ihre Mitarbeiter immer wieder freistellen und
so maßgeblich ehrenamtliche Tätigkeiten unterstützen.

Ohne Sie wäre das alles ebenso wenig möglich.
Auch Ihnen möchte ich von ganzem Herzen danken.

Uns erwartet 2014 u.a. wieder ein Super-Wahljahr
mit Kommunal-, Landtags- und Europawahlen.
Wieder heißt es für unsere Bürger,
sich an die Wahlurne zu begeben.
Selten ist die Wahlbeteiligung so hoch, dass man zufrieden sein kann.

Bei der Bundestagswahl im September vergangenes Jahr
lag die Wahlbeteiligung im Saale-Orla-Kreis bei 69,3 %.

Liegt es an der so oft proklamierten Politikverdrossenheit oder
ist es schieres Desinteresse,
das einige Menschen von den Wahllokalen fernhält?!

Im Mai 2013 besuchte ein Mann den Saale-Orla-Kreis,
der wie kaum ein anderer für die deutsche Einheit steht.
Zu Ehren von Altbundeskanzler Helmut Kohl wurde in Mödlareuth
– einem Ort, der durch die innerdeutsche Grenze geteilt war –
eine Gedenktafel enthüllt.

Helmut Kohl hat entscheidend dafür gekämpft,
dass die Menschen im Osten Deutschlands wieder eine Wahl haben.

Der „Kanzler der deutschen Einheit“ betonte bei seinem Besuch,
dass die Freiheit nichts Selbstverständliches sei,
sondern ein wertvolles und hohes Gut,
das es zu pflegen und zu beschützen gilt.
Recht hat er!

Um dieses freiheitliche Recht auf Demokratie und Mitbestimmung zu schützen, gehört es auch zu unserer Pflicht, wählen zu gehen.

Meine Damen und Herren,

viele von Ihnen freuen sich sicher auf die
Olympischen Winterspiele in Sotschi oder die Fußball-WM in Brasilien –
ich im Übrigen auch.

Aber ich freue mich ebenso darauf, unsere Ziele weiter energisch zu verfolgen.

Für 2014 haben wir uns klare Ziele gesteckt:
- Wir wollen das Schulzentrum Bad Lobenstein umsetzen,

- wir wollen den Tourismus in der Region effektiver und
nachhaltiger vermarkten und

- wir wollen den ländlichen Raum und
die regionale Wirtschaft stärken,
und den Trend des
sich positiv entwickelnden Arbeitsmarktes
weiterhin konsequent vorantreiben.

Gehen wir also positiv ins neue Jahr 2014.
Schmieden wir Pläne.
Stellen wir uns unseren Herausforderungen.
Und bleiben wir optimistisch.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit,
wünsche uns einen gelungenen Abend
und Ihnen allen von Herzen alles Gute.
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