Die Masche mit dem Enkeltrick - Betrüger sind wieder unterwegs

Telefonisch hat sich diesmal eine weibliche Anruferin bei älteren Damen in Gera gemeldet und vorgegeben, sie sei die Enkelin bzw. Cousine und brauche Geld. (Foto: Daniel Rennen / pixelio.de)
Betrüger sind wieder mit der „Enkeltrick-Masche" unterwegs, warnt die Landespolizeiinspektion Gera und informiert in ihrem Polizeibericht vom 6. Februar 2013 über drei aktuelle Fälle:

Gera: Am Dienstag, 05.02.2013, in den Nachmittagsstunden ab ca. 14:00 Uhr, versuchten unbekannte Täter in drei Fällen in betrügerischer Absicht zu hohen Geldsummen zu gelangen. Im ersten Fall gelang den Betrügern dieses auch. Eine unbekannte Frau rief eine 78-jährige Frau in der Berliner Straße an und stellte sich als Enkelin vor, die in Chemnitz beim Notar sitzen würde. Sie bräuchte unbedingt am heutigen Tag noch Geld, welches beim Notar eingezahlt werden müsste, sonst gäbe es große Schwierigkeiten mit einem Grundstück. Die Rentnerin fuhr zu ihrem Geldinstitut und ließ sich 12000,- Euro auszahlen. Einem angeblichen Mitarbeiter des Notars übergab sie dann das Geld. Die 78-Jährige hatte keinen Zweifel, dass es sich bei der Anruferin um ihre Enkelin handelt – Tonfall, Dialekt und das energische Auftreten hätten gepasst.

Im zweiten Fall rief wiederum eine Frau eine 76-jährige Rentnerin in der Kastanienstraße an. Da sie nicht wusste, wer die Anruferin war, dachte sie, dass es ihre Cousine Edith sei und sprach sie mit dem Namen an. Die Unbekannte gab sich in der Folge als Edith aus und bat ihr Betrugsopfer um eine größere Summe Geld, etwa 8000,-Euro. Da die Rentnerin aber so viel Geld nicht hatte, sagte sie der Anruferin, dass ihr nur 4000,-Euro zur Verfügung stehen und das Geld erst von der Bank geholt werden müsse. Die Anruferin war damit einverstanden. Da bei der 76-Jährigen aber Zweifel aufkamen, rief sie bei ihrer richtigen Cousine an. Dabei stellte sich heraus, dass diese gar kein Geld verlangte und sich nicht in Gera auf-hält. Daraufhin verständigte die Rentnerin die Polizei.

Im dritten Betrugsversuch blieb eine 92-Jährige aus der Schleizer Straße verschont. Bei ihr rief eine unbekannte Frau mit ausländischem Akzent an und gab sich als Enkelin „Silvana“ aus. Sie wollte finanzielle Unterstützung in unbekannter Höhe. Die Rentnerin unterbrach das Gespräch und rief ihre Schwiegertochter an, in deren Familie es tatsächlich eine Silvana gibt. Diese hatte aber gar keinen Kontakt zur Rentnerin hergestellt. So konnte eine Geldübergabe verhindert werden.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und der Übergabe von Bargeld an unbekannte Personen und rät, immer von selbst mit den richtigen Verwandten Verbindung aufnehmen oder bei geringstem Zweifel die Polizei über Notruf verständigen. Die Kriminalpolizei in Gera hat die Ermittlungen aufgenommen.

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