Essbar oder nicht? Zehn Pilzberater helfen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

Champion oder nicht? (Foto: Foto: Zeuner)
 
Ob die alle genießbar sind? Im Zweifelsfall immer den Pilzberater fragen! (Foto: epi /pixelio.de)
Die Pilzsaison läuft auf Hochtouren. Nach den tropischen Temperaturen und ausgiebigem Regen sind jetzt viele in den Wäldern auf Pilzsuche. Wer unsicher ist, ob seine Pilze alle genießbar sind, kann sicher jederzeit an die Pilzberater im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wenden, die gerne aus ihrem reichhaltigen und fundierten Wissensschatz über essbare und giftige Pilze schöpfen.

Im vergangenen Jahr beispielsweise war der Bedarf nach fachkundiger Beratung wieder hoch – insgesamt waren die Pilzberater bei 729 Beratungen gefragt. Dabei wurden von den Pilzberatern 1490 spezielle Bestimmungen vorgenommen und 612 Giftpilze aussortiert.

Zusammen mit der Kreisbeauftragten Edith Plank und ihrem Stellvertreter Bernd Rudolph sind es in diesem Jahr zehn Fachfrauen und Fachmänner, die gerne Rat und Auskunft geben:

Saalfeld: Peter und Edith Plank, Hermann-Metzner-Str. 11, Tel.: 0 36 71/53 10 70.
Unterwellenborn OT Könitz: Bernd Rudolph, Berghäuser Nr. 6 , Tel.: 03 67 32/22 273.
Reschwitz (Saalfelder Höhe): Elke Bartz, Ortsstraße 5, Tel.: 0 36 71/51 23 61.
Wickersdorf (Saalfelder Höhe): Dieter Lang, Nr. 47 Talmühle, Tel.: 03 67 36/22 227.
Wittmannsgereuth (Saalfelder Höhe): Ursel Scholz, Wittm. Nr. 28, Tel. 0 36 71/53 08 23.
Leutenberg: Gerd Lippmann, Hauptstraße 62, Tel.: 03 67 34/22 296.
Meura: Peter Jahn, Ortsstraße 57b, Tel.: 03 67 01/30 729.
Piesau: Peter Wolf, Kindergartenweg 13, Tel.: 03 67 01/60 981 oder 0171/84 79 683.
Remda: Barbara Nikelski, An den Torwiesen 4, Tel.: 03 67 44/22 502.

Außerdem geben das Gesundheitsamt des Landkreises und die Pilzberater wieder Tipps, welche Grundregeln man beim Pilzsammeln beachten sollte:

1. Schonen Sie den Wald. Pilze sind für den Wald lebenswichtig.
2. Pflücken Sie fachgerecht: Der Pilz wird als Fruchtkörper vom Standort sorgfältig gelöst und aus-gedreht. Gleichzeitig deckt man die Vertiefung mit Humus ab, damit die freigelegten gesunden Myzelien nicht austrocknen.
3. Pflücken Sie nur so viele Pilze, wie Sie für eine Mahlzeit verwenden können, da die Haltbarkeit der Pilze nur gering ist. Die Aufbewahrung durch Tiefgefrieren oder Trocknen eignet sich nicht für alle Pilzarten.
4. Beachten Sie die Sammelbeschränkung. So kann jeder in geringen Mengen für den Eigenge-brauch Pilze sammeln.
5. Die gesammelten Pilze sollten schon im Wald von Erde und Nadeln befreit werden. Dabei ist zu beachten, dass die besonderen Merkmale wie Stielbasis, und so weiter nicht verletzt oder abge-schnitten werden.
6. Legen Sie die Pilze in einen Korb. Sie sind dort weitgehend vor Druck geschützt und können at-men. In Plastiktüten, Rucksäcken oder Beuteln bekommen die Pilze Druckstellen und verderben.
Lassen die die Pilze, von denen Sie sicher sind, dass sie giftig sind, stehen.
7. Ganz junge oder alte Pilze sowie madige und von Ungeziefer befallene Pilze können nicht mehr als Speisepilz verwandt werden und sollten stehen gelassen werden, damit der Sporenabwurf ge-währleistet ist.
8. Sammeln Sie nur Pilze, die sie genau kennen.
9. Vertrauen Sie nicht auf überlieferte Methoden, um essbare von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Es gibt keine allgemeingültigen Regeln über die Essbarkeit oder die Giftigkeit von Pilzen - Verfärbungen an mitgekochten Silberlöffeln oder Zwiebeln sagen nichts über die Genießbarkeit von Pilzen aus. Selbst Fraßspuren von Tieren bedeuten nicht, dass der Pilz auch für Menschen essbar ist.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige