Gesichter Äthiopiens: Eindrucksvolle Ausstellung „Faces of Ethiopia“ im Zeulenrodaer Museum

Wann? 29.01.2012 14:00 Uhr bis 29.01.2012 16:00 Uhr

Wo? Städtisches Museum , Aumaische Straße 30, 07937 Zeulenroda-Triebes DE
(Foto: Annett und Michael Rischer)
 
Annett und Michael Rischer mit zwei ihrer großformatigen "Geschichtentafeln".
Zeulenroda-Triebes: Städtisches Museum | Die Ausstellung „Faces of Ethiopia“ der Pausaer Annett und Michael Rischer stieß bereits in der Zeulenrodaer Badewelt „Waikiki“, in Pausa sowie zuletzt im Gerberei- und Stadtmuseum Hirschberg auf reges Interesse. Nun ist die eindrucksvolle Exposition zurück in Zeulenroda – seit dem 29. Januar ist die Schau im hiesigen Städtischen Museum zu sehen.

Das Filmemacher- und Fotografenehepaar unternimmt seit Jahren Reisen in ferne, teils exotische Länder, und kehrt von diesen Expeditionen stets mit jeder Menge Bildmaterial zurück. 2009 war das Reiseziel Äthiopien, wo die Rischers eine 4000 Kilometer lange Rundreise unternahmen. Im Ergebnis entstanden ein Film und eine umfangreiche Fotosammlung. Der Film mit dem Titel „Äthiopien – Vom Dach Afrikas zum Rift Valley“ erschien auf DVD und wird während des Ausstellungszeitraumes im Zeulenrodaer Museum gezeigt. Und natürlich eine ausgewählte Fotopräsentation: Annett und Michael Rischer haben für die Sonderausstellung zehn so genannte Geschichtentafeln, das sind Collagen mit Portraits und Szenerien sowie erläuternden Texten, und 60 großformatige Fotos ausgewählt. Darüber hinaus werden mehrere Objekte der Volkskultur wie Trommeln, Textilien, Masken und Alltagsgegenstände gezeigt.

„Faces of Ethiopia“ heißt soviel wie „Gesichter Äthiopiens“ und vorwiegend Gesichter von Bewohnern des Ostafrikanischen Landes sind es auch, die von den Pausaern fotografisch festgehalten wurden. „Die Menschen haben uns ungemein beeindruckt“, sagt Michael Rischer, der in Pausa eine Filmproduktionsfrma betreibt. „Uns hat vor allem die Ausstrahlung der Einwohner Äthiopiens fasziniert“, ergänzt seine Frau. Die Lebensumstände der Äthiopier sind äußerst archaisch und dennoch – oder gerade deshalb – brauchen die Menschen dort so wenig, um glücklich zu sein. „Das führt die Lebensweise vieler hochzivilisierter Mitteleuropäer beispielsweise mit ihrem Markenwahn oder ihrer Jagd nach Geld und Luxus ad absurdum“, sind sich Annett und Michael Rischer einig.

Äthiopien bot sich den Rischers als eines der ärmsten, aber auch beeindruckendsten Länder Afrikas dar: „Die Reise ist eine Exkursion zu den Wurzeln der Menschheit, in eine der ältesten Kulturen der Erde.“ Den Filmemachern begegneten die unterschiedlichsten Völker, sie lernten orthodoxe Christen in einzigartigen Felskirchen kennen und übernachteten bei Nomaden unter freiem Himmel. Natürlich erlebten sie auch Krokodile, Flusspferde und exotische Vogelarten in freier Wildbahn sowie beeindruckende Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Doch vor allem die Menschen der unterschiedlichen Völkerstämme haben sie in Nahaufnahmen im Kontext mit ihrem Lebensraum porträtiert. In ihren Geschichtentafeln erläutern Annett und Michael Rischer die Lebensumstände der Äthiopier und verbinden damit den optischen Reiz mit der emotionalen Ebene.

Die Fotoausstellung „Faces of Ethiopia“ wird bis zum 29. April gezeigt. Die Öffnungszeiten des Museums sind Dienstag, Mittwoch und Freitag 9 bis 16 Uhr; Donnerstag 9 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen 13 bis 16 Uhr.
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Michael Kleim aus Gera | 18.01.2012 | 11:11  
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