Keine Geheimnisse. Was sind Freimaurer?

Wann? 26.02.2012 bis 16.07.2012

Wo? Schloß Burgk, 07907 Burgk DE
Matthias von Hintzenstern und Angelika Kühn von Hintzenstern, Raum-Klang-Licht-Installation
 
Dr. Achim Strassner, Landesgroßmeister der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLLFvD).
 
Das Interesse an der Vernissage war unerwartet groß. Zusätzliche Stühle mussten gestellt werden.
 
Dr. Achim Strassner, Landesgroßmeister der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLLFvD - rechts), Michael Schlutter, Johannisloge "Heinrich zur Treue" unter der Konstitution der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, Provinzialmeister von Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen (Mitte).
 
Ralf Hasford
 
Matthias von Hintzenstern
 
Sabine Schemmrich – Kuratorin, Museum Schloß Burgk
Burgk: Schloß Burgk | Einst gab es in Gera drei Freimaurerlogen. 1935 wurden sie geschlossen. Bis 1990 war es hierzulande nicht möglich, freimaurerisch zu arbeiten. Eine der drei Geraer Logen wurde 1997 reaktiviert. Michael Schlutter ist 1998 dazu gestoßen.

Romane und Filme zeigen Freimaurer in der Regel geheimnisumwittert. Michael Schlutter von der Johannisloge „Heinrich zur Treue“ Gera kann dies nicht nachvollziehen. „Wir veranstalten regelmäßig Öffentlichkeitsabende einmal im Monat. Hierzu ist jeder gern eingeladen. Wer darüber gern nähere Informationen habe möchte, sollte uns eine E-Mail zukommen lassen (Heinrich1874@t-online.de). Wir haben keine Geheimnisse“, erklärt er. Interessenten können an den Informationsveranstaltungen teilnehmen. Letztlich stimmen die Brüder, so die Bezeichnung der Logenmitglieder, über die Aufnahme ab. Es handelt sich hierbei, wie Schlutter erläutert, um eine urdemokratische Abstimmung. Es wird eine so genannte Kugelung durchgeführt. Die weiße Kugel heißt "Ja". Die schwarze "Nein". Nur wer "Nein" sagt, muss dies anschließend begründen. Fällt die Abstimmung positiv aus, wird der Suchende im Rahmen einer rituellen Arbeit als Lehrling aufgenommen.

Bis in die 20/30er Jahre des vorigen Jahrhunderts bildeten die Freimaurerlogen eine feste gesellschaftliche Größe. Danach herrschten 55 Jahre Dunkelheit. "Das führt auch heute noch mitunter zu Problemen", weiß Schlutter zu berichten. Während die Logen in Gera damals 386 Mitglieder zählten, sind es heute 14 - allesamt ehrbare Männer verschiedener sozialer Schichten vom Arbeiter, über Selbsständige bis hin zum promovierten Akademiker. Ganz wichtig sei bei der gemeinsamen Arbeit in der Bruderschaft das Prinzip der Gleichheit.

Mit den Worten „Tue Gutes und rede nicht darüber“, umschreibt Schlutter den Sinn der Freimaurerei, „eine Art besondere Lebensschule“. Im Vordergrund stehe dabei die Arbeit an sich selber, die Entwicklung der eigenen Persönllichkeit. Früher nannte man dies "Selbstveredelung".

Die jetzige Ausstellung auf Schloß Burgk hat ihren Ursprung in der dort beheimateten Exlibrissammlung, darunter viele Exemplare mit freimaurerischem Hintergrund. Schlutter hatte davon von einem Bekannten erfahren und sich dafür interessiert.

Vor einem Jahr trafen sich im Rittersaal von Schloß Burgk Freimaurer zur rituellen Arbeit in Verbindung mit einer kleinen Exlibris-Ausstellung. "Dies stieß auf große Resonanz bei den Brüdern", erinnert sich Schlutter. So entstand die Idee, dass zeitgenössische Künstler - egal ob Freimaurer oder nicht - ein vorgegebenes freimaurerisches Thema umsetzen könnten: Himmelsgegenden. Bei der Kuratorin von Schloß Burgk, Sabine Schemmrich, stieß dies auf großes Interesse. Sie war es auch, die in Zusammenarbeit mit der Geraer Johannisloge "Heinrich zur Treue" e.V. die Ausschreibung für diese Ausstellung vorbereitete und voran trieb.

Zahlreiche Künstler haben Arbeiten eingereicht. Schlutter zeigte sich während der Vernissage von dem Ergebnis begeistert: „Es sind schöne, treffende Arbeiten verschiedener Kunstarten entstanden und jetzt zu sehen. Die Freimaurerei stand über Jahrhunderte hinweg immer in Verbindung mit Kunst. Nach der unerwartet hohen Resonanz zur Vernissage bin ich jetzt auf die Resonanz der Ausstellung gespannt.

Die Worte von Michael Schlutter zur Vernissage:

Sehr geehrte Gäste, sehr geehrte Damen und Herren Künstler, Liebe Schwestern und Brüder,

Ich begrüße Sie im Namen der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland und der ihr nachgeordneten Provinzialloge von Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen zur Vernissage der Ausstellung „Himmelsgegenden. Versuch einer freimaurerische und profane Topografie“ ganz herzlich.

Des Maurers Wandeln
Es gleicht dem Leben
Und sein Bestreben
Es gleicht dem Handeln
Der Menschen auf Erden.

So schrieb Bruder Johann Wolfgang von Goethe in seinem Gedicht „Symbolum“ im Dezember 1815.

Am 23 Juni 1780 war der, damals 31 jährige Goethe in die, am 26. Mai 1764 gestiftete Loge „(Anna) Amalia zu den drei Rosen „ in Weimar aufgenommen worden, am 23. Juni 1781 wurde er Freimaurer - Gesellen und am 2. März 1782 gemeinsam mit seinem Gönner und Freund, Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar-Eisenach in den dritten Grad der Freimaurerei, den Meistergrad, befördert.

Als er das Gedichtes „Symbolum“ verfasste, war er bereits 35 Jahre Freimaurer und ein mittlerweile 66 jähriger Mann, er wusste wohl, was er niederschrieb.
78 Jahre zuvor, am 6. Dezember 1737, wurde die erste Freimaurerloge auf Deutschem Boden, die Loge „Absalom zu den drei Nesseln“, damals noch unter dem Namen „ Loge d`Hambourg“ in Hamburg gegründet.

Die Freimaurerlogen verbreiteten sich schnell in Deutschland, nicht zuletzt dadurch dass sich auch viele gekrönte Häupter der Freimaurerei anschlossen.
So wurde Friedrich der Große, damals als Kronprinz, in der Nacht vom 14. zum 15. August 1738 durch Brüder der Loge „d` Hambourg“ in einer Historischen Aufnahme in der Nähe von Braunschweig zum Freimaurer aufgenommen und blieb der königlichen Kunst bis zu seinem Lebensende treu verbunden.

Das Gedicht des Bruders Johann Wolfgang von Goethe, so gut wie das Wandeln und Wandern zu den Himmelsgegenden passt, war nicht der Anlass für diese Ausstellung,

Anlass aus unserer Sicht, waren eher gegenwärtiger und praktischer, aber auch historischer Natur;

- Es war die Tatsache, dass das Museum Schloss Burgk eine sehr umfangreiche Sammlung von ca. 80.000 Blatt Ex Libris besitzt,

- dass diese Sammlung einen Teil von Ex Libris enthält, welche mit freimaurerischen Motiven und Symbolen gestaltet sind, was sicherlich aus völlig unterschiedlichen Gründen geschah,

o die Eigner der Ex Libris waren Logenbrüder,
o der Künstler war Freimaurer,
o oder als Auftraggeber hat eine Freimaurerloge fungiert.

- dass freimaurerischen Rituale sich auch und im besonderen mit der Wanderung des Menschen vom irdischen Westen in den ewigen Osten auseinandersetzen,
- des Maurers Wandeln es gleicht, auch an dieser Stelle, dem Leben-
- Und nicht zuletzt auch der Umstand, dass das Fürstenhaus Reuß, zu dessen Besitz Schloss Burgk gehörte, seit Beginn der Arbeit der deutschen Freimaurerlogen bis zu deren Schließung im Jahr 1935, stets enge Verbindung zu den deutschen und europäischen Logen pflegte, auch zu den Geraer Logen, in denen Angehörige des Hauses Reuß Mitglieder waren.

Als Beispiel für das Wirken der Mitglieder des Fürstenhauses Reuß in den Freimaurerlogen, sei der, am 26.7.1879 geborene Heinrich der XXXIII (33.) genannt, der Stellvertretender I. Landesgroßaufseher der GLLdFMvD war.

Aus der Kenntnis dieser Tatsachen heraus erwuchs das Interesse daran, unter Voranstellung eines Freimaurerischen Begriffes – die Himmelsgegenden sind im Freimaurerlexikon definiert - zeitgenössische Künstler, Freimaurer und Nichtfreimaurer zu bitten, sich dieses Themas anzunehmen und es, auf die ihnen eigene Weise, zu interpretieren. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung werden wir heute hier sehen.

Im Jahr 2012 gedenkt die Deutsche Freimaurerei der ersten Logengründung vor dann 275 Jahren, auch das war uns Veranlassung, den zeitgenössisch - künstlerischen Teil der Ausstellung mit einem historisch – informativen Teil zu verbinden, in welchem über die Arbeit der Logen informiert wird und welcher vielleicht für den Einen oder Anderen Anregung seien kann und soll, sich mit der Arbeit der Logen zu beschäftigen.

Das dies heute hier an dieser Stelle möglich ist, verdanken wir der Tatsachen dass sich unser Deutsches Vaterland von nunmehr über 20 Jahren friedlich und in Freiheit wieder vereinigen konnte und damit die Freimaurer auch in den ostdeutschen Ländern der ehemaligen DDR wieder arbeiten konnten.

In der Zeit vor der Zwangsschließung der Logen durch die Nationalsozialisten im Jahr 1935, waren es in Deutschland über 80.000 Männer welche in den Logen verschiedener Lehrarten zur Arbeit an sich selbst, wie Freimaurer sagen, zur Arbeit am rauen Stein, zusammengefunden haben.

Allein in Thüringen gab es in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts 52 Logen und 21 freimaurerische Vereinigungen, welche Vorläufer von Logengründungen waren.

In den Thüringer Logen arbeiteten im Jahr 1929 über 5.000 Brüder in verschiedenen Lehrarten. Freimaurerische „Hochburgen“ waren:

- Erfurt mit 549 Mitgliedern in 3 Logen
- Altenburg mit 410 Mitgliedern in 2 Logen und
- Gera mit 386 Brüdern in ebenfalls drei Logen

Die Loge Anna Amalia zu den drei Rosen, ich nannte sie bereits im Zusammenhang mit Bruder Goethe, war etwas kleiner, sie hatte 1926 186 Mitglieder.

Mit dem Verbot der Freimaurerei in Deutschland 1935 und der Nichtzulassung von Logen in der ehemaligen DDR, waren es 55 Jahre, in denen in Thüringen und im gesamten Ostdeutschland, die Freimaurerlogen nicht arbeiten konnten, es war, wie Freimaurer sagen, eine dunkle Zeit.

Heute haben die deutschen Logen wieder ca. 14.000 Mitglieder, der „Dachverband“ der Deutschen Großlogen ist die Vereinigte Großloge von Deutschland, mit 5 Mitgliedsgroßlogen.

Die Geraer Johannisloge „Heinrich zur Treue“ welche diese Ausstellung wesentlich mit vorbereitet und gestaltet hat, ist eine Tochterloge der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, welche im Besonderen für die Christlichen Traditionen der Deutschen Freimaurerei steht. Sie ist die einzige der ehemals drei Geraer Loge, welche reaktiviert, d.h. wieder in Arbeit gesetzt wurde.
In Thüringen haben in den vergangenen zwanzig Jahren 11 Logen ihre Arbeit wieder aufgenommen, 6 davon sind Tochterlogen der GLL.

Mit dem freimaurerischen Teil der Ausstellung wollen wir zum Einen Informationen über die Geschichte und die Entwicklung der Freimaurerei in Deutschland geben, wir stellen Ritualgegenstände, Freimaurerische Bekleidung Freimaurerische und antifreimaurerische Literatur und vieles andere aus.
Zum Anderen ist es uns wichtig darzustellen, dass die Freimaurerlogen ein lebendiger und aktiver Bestandteil unserer Gesellschaft sind.

Die Logen sind durchweg selbstständige, eingetragene Vereine, deren Satzung im jeweiligen Registergericht hinterlegt ist.

Für jeden erreichbar für jeden nachlesbar nicht verborgen und geheim.
Das waren die Logen im Übrigen auch früher nicht, die Verfassungsurkunde der Johannisloge „Archimedes zu ewigen Bunde“ Gera, aus dem Jahr 1841 schreibt im § 14 Verhältnis zum Staate:

„Vor der Landesobrigkeit hat die Loge … kein Geheimnis. Ihr Vorstand ist berechtigt und verpflichtet, den obersten Staatsbehörden auf besonderes verlangen, sofort und ohne weitere Anfragen bei den Mitgliedern alle geforderten Nachweisungen über ihre Verfassung und Tätigkeit zu geben“

Freimaurer waren damals und sind heute aktiv, nicht nur in ihren Logen, sondern auch in Vereinen, Vereinigungen und vielen Bereiche der Gesellschaft, sie sind kein Relikt aus der Vergangenheit, an welches man sich – mehr oder weniger wehmütig- erinnert, sie bieten jetzt, hier und heute eine alternative Möglichkeit sich mit den Anforderungen des Lebens auseinander zu setzen, einen ruhenden Gegenpol zu finden, eine Tankstelle für Kraft, für das - wie Freimaurer sagen- profane Leben.

Wer weitere Informationen über die Arbeit der Logen haben möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu informieren. Während der Dauer der Ausstellung liegen Karten aus, mit denen man Informationen über die Thüringer, und darüber hinaus die Deutschen Freimaurerlogen erhalten kann.

Mein Dank gilt dem Museum Schloss Burgk, danke dass Sie diese Ausstellung ermöglicht haben, danke den Künstlern, dass sie sich mit diesem Thema, welches nicht nur ein freimaurerisches ist, auseinander gesetzt haben.
Goethe beendet sein Gedicht Symbolum mit den Zeilen

Hier flechten sich Kronen
in ewiger Stille
Die sollen mit Fülle
Die Tätigen Lohnen
Wir heißen euch hoffen.

In diesem Sinne hoffe ich dass Ihnen die Ausstellung gefällt und wünsche Ihnen daran viel Freude.



Kuratorin Sabine Schemmrich über die Ausstellung:

Die Himmelsgegenden. Versuch einer freimaurerischen und profanen Topographie
Neue Sonderausstellung ab 8. Oktober im Museum Schloß Burgk

„Ich zeichne fremde und eigene Wege. Mit dem neugierigen Blick auf das stets Ungewisse...“ und „möchte meine persönlichen bildlichen Antworten zu Lebenswegen in den Kontext der Ausstellung stellen. Aus der Sicht der Frau, der Mutter, der Gefährtin, des Kindes. Mit meinem ‚Gepäck‘ aus Ost und West. Orientierung ist Wegearbeit und sicher auch eine Frage der Definition der Meridiane...“ So beschreibt die Leipziger Künstlerin Christiane Werner ihre Auseinandersetzung mit dem Thema der Ausstellung.

Christiane Werner ist eine von 22 Künstler(innen) aus Deutschland, Österreich und Japan, die sich mit den Mitteln der Malerei, Grafik, Zeichnung, Fotografie, Installation einem Thema nähern – den Himmelsrichtungen, oder wie sie von den Freimaurern genannt werden – den Himmelsgegenden.
Der Ausstellung vorangegangen war eine Ausschreibung, die sich an freimaurerische wie nicht freimaurerische Künstler wandte und aus deren Einsendungen eine Jury die Auswahl traf.

So wie für Christiane Werner bestimmt das Reisen – das äußere wie das innere - auch die Arbeiten anderer Künstler, so von Ulrich Fischer, der Fotografien von Reisen in den fernen russischen Osten denen in den Westen der USA gegenüber stellt. Matthias von Hintzenstern und Angelika Kühn von Hintzenstern nehmen mit ihrer Raum-Klang-Licht-Installation die Besucher mit auf eine Gedankenreise.

Stefan Knechtel geht den umgekehrten als über Jahrhunderte üblichen Weg, als Holzkugeln mit Kupfer- und Holzstichen der damals bekannten Welt beklebt wurden, die uns als die frühesten Globen bekannt sind. Er arbeitete seine Vorstellungen von der Welt in eine Holzkugel, die dann als Druckstock diente.

Franca Bartholomäi lässt Nomaden und Pilger in die Welt aufbrechen, aber auch die, die das Wagnis eingehen, innezuhalten, ein Gärtlein anzulegen und Udo Lauer zeigt, welchen Einfluss Pressefotos haben können. Stephan Brenn findet seinen „Kosmos“ auf der Straße: Abfall aus allen „Himmelsrichtungen“ zusammengeweht und von ihm neu zusammengefügt.

Seit 1980 ist Birger Jesch Teil/aktives Mitglied im weltumspannenden Mail Art Netzwerk. In seinem Archiv befinden sich tausende Poststücke als Belege grenzüberschreitender Künstlerkorrespondenz. Aus den Anschriften der Briefe und Karten entnahm er horizontale Ausschnitte und verarbeitete diese zu Brieffahnen.

Seit 1985 arbeitet Ryosoke Cohen an einem Vernetzungskonzept, entnimmt den täglich aus aller Welt eintreffenden Mail Art Details, die er zu einem Patchwork verarbeitet. Auf Reisen besucht er die Beteiligten, um auf diesen Collagen Umrisszeichnungen der Beteiligten anzufertigen.

Lässt Barbara Toch mit ihren abstrakten Liniengeflechten „süd“, “ost“, “nord“ und “west“ Raum für eigene Interpretation, so zeigen die freimaurerischen Künstler Ralf Hasford, Elmar Stange, Rolf Wagner freimaurerische Symbolik direkt.

Neben weiteren zeitgenössischen Arbeiten zu Himmel, Erde, Kosmos zeigt die Ausstellung Literatur und Ritualgegenstände sowie Exlibris aus bzw. zu 275 Jahren Freimaurerei in Deutschland mit Augenmerk auf Thüringen. Die erste deutsche Freimaurergesellschaft ist die 1737 gegründete „Loge de Hambourg“, 1740 wurde in Berlin die „Loge aux trois globes“ gegründet und bereits am 31.1.1742 (als siebte Loge in Deutschland) die erste Thüringer Loge - „Archimedes zu den drei Reißbretten“ in Altenburg.

In den 1920er Jahren gab es in Thüringen 52 Logen und 21 freimaurerische Vereinigungen, als Vorläufer von Logengründungen, in denen 1929 über 5.000 Freimaurer in verschiedenen Lehrarten arbeiteten. Freimaurerische „Hochburgen“ waren Erfurt, Altenburg, Gera und Weimar. Zu den bekanntesten (Thüringer) Freimaurern gehören Goethe, Herder, Schlegel, Rückert, Wieland, Fichte, Musäus, Bechstein, Ekhof, Brehm, Diederichs.

Mit dieser Ausstellung ist das Museum Schloß Burgk in den nächsten Wochen Ausgangspunkt für Reisen in alle Himmelsrichtungen – in die Welt der Kunst und die der Freimaurerei, in die Gedankenwelt und den Kosmos von Künstlern und Freimaurern. Gehen Sie mit.

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Teilnehmende Künstler:

Franca Bartholomäi | Stefan Brenn | Erik Buchholz | Ryosuke Cohen | Sylvana von Ende | Ulrich Fischer | Ralf Hasford | Siegfried Hermann | Matthias von Hintzenstern und Angelika Kühn von Hintzenstern | Birger Jesch | Uwe Klos | Stefan Knechtel | Udo Lauer | Gerda Lepke | Bernd Rückert | Elmar Stangel | Barbara Toch | Kay Voigtmann | Jörg Wagner | Rolf Wagner | Christiane Werner

Leihgeber:

Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland/Freimaurerorden, Ordenshaus Berlin | Freimaurermuseum der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland – Freimaurerorden – in St. Michaelisdonn | Alfred-Brehm-Gedenkstätte Renthendorf | Bodo Hoffmann, Neu Wulmstorf | Dr. Eilert Orth, Bergisch-Gladbach | Frank Redecke, Gera | Manfred Sachse, Mönchengladbach | Michael Schlutter, Gera |, Claus Wittal, Wiesbaden, Wolfgang Woelk, Gotha


Ausstellung im Museum Schloß Burgk

8. Oktober 2011 bis 26. Februar 2012

Museum Schloß Burgk | Einrichtung des Landkreises Saale-Orla | 07907 Burgk / Saale
Telefon: 03663 400119 | www.schloss-burgk.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr,
ab 1. November: Dienstag bis Freitag 10 - 16 Uhr, Samstag / Sonntag 12 - 17 Uhr.
Am 24., 25. und 31. Dezember geschlossen.

PS: Aus personalen Engpässen, so Sabine Schemmrich, konnten bis zur Vernissage weder der Katalog zur Ausstellung, noch sämtliche Beschreibungen zu den Ausstellungsgegenständen fertig gestellt werden.

Anstelle des Kataloges bietet meinAnzeiger hier einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellungsräume. Bitte bedenken Sie, dass die Fotos nicht unter Studiobedingungen entstanden sind, sondern in der Ausstellung, die Objekte sind teils in Vitrinen untergebracht. Einige Beschreibungen müssen auch wir leider schuldig bleiben.

Weitere Beiträge über Schloss Burgk:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/schlo%DF-bu...

Wer mehr über die Geraer Loge erfahren möchte:

www.heinrich-zur-treue.de

Wer mehr über Schloß Burgk erfahren möchte:

www.schloss-burgk.de
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Dieter Eckold aus Zeulenroda-Triebes | 11.10.2011 | 17:04  
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 11.10.2011 | 17:27  
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Hannelore Grünler aus Artern | 19.11.2011 | 06:42  
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Hannelore Grünler aus Artern | 21.02.2012 | 20:40  
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