Kriminalpolizei warnt vor Trojanerangriffen auf Firmencomputer

Die Kriminalpolizei Saalfeld ermittelt aktuell nach mehreren Anzeigen von mittelständischen Firmen aus dem Saale-Orla-Kreis.

Auf den PCs der Firmen wurde durch unbekannte Täter ein Erpressungs-Trojaner eingeschleust. Dadurch wurde das komplette Betriebssystem des betroffenen Firmen-Computers lahm gelegt. Den Anzeigen ist gemeinsam, dass dieser Trojaner als Bewerbung getarnt wurde und am 24.03.2016 bei den Firmen per E-Mail einging. Der vermeintliche Bewerber verweist in der E-Mail auf einen Dropbox- Downloadlink. In diesem Dropbox-Ordner würden sich angeblich weitere Bewerbungsunterlagen befinden. Tatsächlich ist dort aber die Schadsoftware hinterlegt. Nach dem Öffnen dieses Anhanges wird die Festplatte des Computers manipuliert, wodurch das Betriebssystem nicht mehr ausgeführt werden kann und sämtliche Daten verschlüsselt wurden. Zudem erschien auf dem Bildschirm ein roter Totenkopf und eine Zahlungsaufforderung, womit angeblich die Verschlüsselung wieder rückgängig gemacht werden könnte.

Bisher gelang es den geschädigten Firmen nicht, ihre betroffenen Computer vom Trojaner wieder zu befreien. Durch den Datenverlust entstand den Unternehmen zum Teil Sachschaden von mehreren 10.000 Euro.

Die Polizei warnt ausdrücklich davor, die Dropbox im Anhang der vermeintlichen Bewerbungsmail zu öffnen.

Zudem wird empfohlen, täglich ein Backup aller Daten auf einen externen Datenträger durchzuführen, damit diese im Fall einer Infizierung des PC mit Schadsoftware nicht verloren gehen, sondern nach der Bereinigung wieder eingespielt werden können.
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2 Kommentare
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 01.04.2016 | 08:25  
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Mike Picolin aus Gera | 01.04.2016 | 11:47  
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