Mehr Kranke im Landkreis Greiz

In der DAK-Geschäftsstelle in Greiz stellt Alexander Schulze, Geschäfsstellenleiter, Amtsärztin Dr. Gudrun Böttger, Allgemeinmediziner Dr. Rainer Stöckigt und Gesundheitsberater Markus Weber den Gesundheitsreport 2011 des Landkreises Greiz vor.
  Kreislauferkrankungen fast verdoppelt – Spezielle Gesundheitsprobleme bei jungen Arbeitnehmern

Der Krankenstand im Landkreis Greiz ist 2010 gestiegen. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen um 0,1 Prozentpunkte zu. Mit 4,1 Prozent liegt der Kreis nur noch knapp über dem Landesdurchschnitt von 4,2 Prozent. Damit waren in der Region an jedem Tag des Jahres von 1.000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 41 krankgeschrieben. Der niedrigste Wert im Land wurde mit 3,6 Prozent in Jena verzeichnet. Den höchsten Wert hatten die Stadt Gera sowie Eisenach und der Wartburgkreis mit je 4,5 Prozent.

Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für den Landkreis hervorgeht, haben sich im Vergleich zum Vorjahr Erkrankungen des Kreislaufes fast verdoppelt. Mit einem Plus von über 96 Prozent verzeichneten Bluthochdruck und Herzbeschwerden den stärksten Anstieg bei den Ursachen für Ausfalltage. Die Region lag bei diesen Diagnosen zudem deutlich über dem Landesschnitt. Zudem nahmen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems zu. Rückenleiden und Knieproblemen stiegen um fast sieben Prozent und bleiben häufigste Ursache Krankschreibungen. Dagegen sanken die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen des Verdauungssystems wie die Magen-Darm-Grippe um gut 29 Prozent. Auch gingen Krankheiten der Atemwege wie Erkältungen und Bronchitis um 23 Prozent zurück.

„Die Entwicklung des Krankenstandes in unserem Landkreis insgesamt ist ein Signal zum Handeln“, kommentierte DAK-Chef «Vorname» «Name» die Ergebnisse. „Auf dem Weg zu einem gesünderen Leben sind Bewegung, Entspannung und die richtige Ernährung wichtig. Wenn es um den Krankenstand in einem Unternehmen geht, können auch die Arbeitgeber handeln. In Sachen betrieblicher Prävention bieten wir unsere Beratung und Kompetenz an.“ Einen besonderen Akzent setzt die DAK in diesem Jahr mit einer Aufklärungskampagne zu speziellen Gesundheitsproblemen bei jungen Arbeitnehmern.
Nach einer repräsentativen Befragung beurteilen zwar 74 Prozent der erwerbstätigen Thüringer unter 30 Jahren ihre Gesundheit als gut oder sehr gut. „Gleichzeitig fühlt sich mehr als die Hälfte der Befragten in ihrem Job unterfordert, was langfristig zu Stress und Krankheiten führen kann“, erklärt «Name». „Junge Menschen wollen ihr Potential ausschöpfen, was Arbeitgeber beim Einsatz ihrer Mitarbeiter beachten sollten. Motivierte Kollegen sind in der Regel weniger krank.“
Im Freistaat empfinden 20 Prozent der befragten jungen Erwerbstätigen ihren Arbeitsalltag als „sehr belastend“. Stress und dauerhaft starke Anforderungen können die Belastbarkeit überstrapazieren und gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Nach der DAK-Studie hatten junge Arbeitnehmer in Thüringen in den vergangenen zwölf Monaten vor allem Muskelverspannungen (47 Prozent), Kopfschmerzen (33 Prozent) oder Konzentrationsschwierigkeiten (23 Prozent).

Junge Arbeitnehmer in Thüringen häufiger krank als ältere

Junge Arbeitnehmer werden im Vergleich zu ihren älteren Kollegen häufiger krankgeschrieben, dafür aber meist nur aufgrund von kurzen und akuten Erkrankungen wie Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten. Auffällig: Psychische Erkrankungen betreffen zunehmend auch Jüngere. Hier ist die häufigste Diagnose bei den 15- bis 29-Jährigen die „Somatoforme Störung“, unter der fast jeder zehnte junge Erwerbstätige leidet. Bei diesem Krankheitsbild kann z.B. für körperliche Beschwerden wie Schmerzen oder Herzprobleme keine organische Ursache gefunden werden. Begleitet sind diese Störungen oft von Depressionen, die bereits bei sechs Prozent der jungen Arbeitnehmer in Thüringen festgestellt wurden.
Für viele Befragte gehört regelmäßiger und starker Alkoholkonsum dazu, um sich nach der Arbeit zu entspannen. Beliebt ist das „Rauschtrinken“: 32 Prozent der jungen Erwerbstätigen in Thüringen trinken mindestens einmal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke in kurzer Zeit. Bundesweit waren es mit 34 Prozent etwas mehr. „Der Start ins Berufsleben ist für viele junge Menschen offensichtlich mit größeren körperlichen und psychischen Belastungen verbunden“, betont „Name“. „Der Schlüssel zur Gesundheit liegt neben Elternhaus und Schule in dieser Lebensphase auch immer im Betrieb.“ Außer der betrieblichen Gesundheitsförderung empfiehlt die DAK jungen Arbeitnehmern neue Internetangebote zur Entspannung und zur besseren Bewältigung des Alltags. Informationen gibt es in jedem DAK-Servicezentrum oder unter
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5 Kommentare
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Petra Seidel aus Weimar | 26.10.2011 | 19:17  
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Dieter Eckold aus Zeulenroda-Triebes | 26.10.2011 | 20:03  
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Petra Seidel aus Weimar | 26.10.2011 | 20:11  
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Dieter Eckold aus Zeulenroda-Triebes | 26.10.2011 | 20:29  
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Petra Seidel aus Weimar | 27.10.2011 | 19:51  
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