Neue Abfüllanlage in Betrieb genommen

Per Knopfdruck startete Landrätin Martina Schweinsburg im Beisein von Brauereichef Thomas Schäfer (r.), Bürgermeister Gerd Grüner und Braumeister Bertram Rostock (l.) die neue Abfüllanlage in der Vereinsbrauererei Greiz.
Greiz / Vereinsbrauerei Greiz
Mit Tieflader und mit Hilfe eines Kranes der Firma Held, wurde auf dem Betriebsgelände Mitte Oktober eine tonnenschwere neue Abfüllanlage angeliefert.
„Der alte 40-jährige Füller hatte ausgedient, es könnte täglich zu Störungen kommen und die Ersatzteilfrage wurde schwieriger“, nannte der Chef der Greizer Vereinsbrauerei Thomas Schäfer, einen Grund für die Investition von rund 700 000 Euro.
Die Brauerei hatte sich auf den Produktionsstillstand während der Umbauten gut vorbereitet und einen Vorlauf für die nächsten vier Wochen geschaffen.
Schäfer meinte schmunzelt hierzu, „es brauchte keiner auf sein gewohntes Greizer verzichten“.
Zuversichtlich sieht der Brauereichef in die Zukunft seines Unternehmens, zum einen kann die Anlage 25 000 Flaschen in der Stunde abfüllen, zudem sei der Abfüller durch die doppelte Vorevakuierung, hier wird zweimal Sauerstoff aus jeder Flasche gezogen, für Qualität und Haltbarkeit des Bieres von großem Vorteil. Braumeister Bertram Rostock erklärte hierzu, „Sauerstoff im Bier beeinträchtigt den Geschmack des Bieres und verkürzt die Haltbarkeit, erste Proben während der Testabfüllung ergaben einen Sauerstoffgehalt von gerade mal 0,01 Prozent Sauerstoff gegenüber 0,03 Prozent bei der alten Technik. Kein Problem bereitet dem neuen Abfüller die Flaschenart, wir können Halbliterflaschen, die mit langem Hals und die kleinen Flaschen einsetzen“.
Bis Mitte des nächsten Jahres, so Thomas Schäfer, will die Brauerei bei den Greizer Biersorten plus Fremdabfüllungen eine Absatzsteigerung von 50 Prozent erreichen. Dafür ist die hervorragend funktionierende neue Abfüllanlage Vorraussetzung, zudem werden noch einige Umbauten im Sudhaus und am Läuterbottich Veränderungen vorgenommen.
Die Inbetriebnahme der neuen Anlage setzte Landrätin Martina Schweinsburg im Beisein von Bürgermeister Gerd Grüner per Knopfdruck in Bewegung. Thomas Schäfer und Braumeister Bertram Rostock reichten den Gästen eine Kostprobe der ersten Abfüllung, die sich im Anschluss lobend über den Geschmack des edlen Gerstensaftes äußerten.
Während dem Produktionsstart waren noch die Monteure der Firma Krones, Weltmarktführer für Abfüllanlagen, vor Ort und überwachten gemeinsam mit den Mitarbeitern den reibungslosen Ablauf der Flaschenfüllungen und der nachfolgenden Etikettierung.
Um das Objekt Abfüller realisieren zu können, haben wir um Fördermittel gerungen, resümierte Schäfer und erläuterte den Gästen das bestandene Problem. Die Greizer Vereinsbrauerei gehörte zur Wagner-Gruppe, einem Verbund vieler Brauereien.
Mit dem Kauf sind wir nun ein eigenständiger Bierhersteller geworden.
Damit Fördermittel fließen können, sahen sich im Vorfeld die Fördermittelgeber die Bilanzen der letzten zwei Jahre an, diese lagen im Verbund bei über zehn Millionen Euro. Nicht gerade günstig für das Unternehmen mit 32 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von 3,5 Millionen Euro, die dadurch nicht als kleine Firma sondern als mittleres Brauunternehmen eingestuft wurde, das hatte eine bewilligte Förderung von 20 Prozent zur Folge, bei anders laufender Situation wären rund bis zu 40 Prozent möglich gewesen.
Damit es in Zukunft im Unternehmen keine Nachwuchsprobleme gibt, werden im nächsten Jahr zwei Brauer-Lehrlinge eingestellt. Ein Lehrling wird bereits ausgebildet und ab Januar 2012 werden zwei weitere Brauer dafür sorgen, dass 6000 Hektoliter Bier pro Monat gebraut werden.
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Petra Seidel aus Weimar | 11.12.2011 | 22:04  
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