Pflegedienstleiterin aus Leidenschaft

Anke Geißler-Schade
 
Anke Geißler-Schade (l.) und Einrichtungsleiterin Birgit Farr bei der täglichen Dienstabstimmung.

Anke Geißler-Schade hat Qualifizierung zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen erfolgreich abgeschlossen



Greiz. Seit dem 1. Juni 2011 sichert Anke Geißler-Schade die Qualität der Pflege im Greizer Seniorenpflegezentrum „An der Schlossbrücke“ ab. Zunächst sozusagen kommissarisch, seit dem 1. Dezember 2012 – nach dem erfolgreichen Abschluss einer entsprechenden Qualifizierung – hauptamtlich. Der Allgemeine Anzeiger sprach mit der gelernten Altenpflegerin.

Zunächst erst einmal herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Qualifizierung! Wie waren Ihre Prüfungsergebnisse?

Ich bin sehr zufrieden und auch ein wenig stolz. Besonders auf meine Facharbeit, für die ich eine 1 erhalten habe. Bei der Verteidigung waren Schüler des dritten Ausbildungsjahres zur Kranken- und Altenpflege, die Dozenten und der Professor unserer Schule anwesend.

Wie genau ist nun ihre Berufsbezeichnung?

Ich habe mich zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen qualifiziert.

An welcher Einrichtung haben Sie diese Qualifizierung absolviert?

Im Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft in Reichenbach.

Weshalb nicht in Thüringen?

In unserem Freistaat ist der nächste Bildungsträger für diese Ausbildung in Gera. Für Reichenbach habe ich mich wegen der Nähe zu meinem Wohn- und Arbeitsort entschieden. Der Abschluss am dortigen Bildungswerk wird auch in Thüringen anerkannt.

Wie verlief Ihr bisheriger Berufsweg?

Seit 2009 arbeite ich im Seniorenzentrum „An der Schlossbrücke“. Zunächst als Altenpflegerin, später als Wohnbereichsleiterin. Im Rahmen dieser Tätigkeit erhielt ich von unserem Unternehmen das Angebot, mich zur Fachkraft für Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen weiterzubilden. 2010 habe ich dann in Reichenbach eine zweijährige berufsbegleitende Qualifizierung begonnen. Möglich wäre auch eine einjährige Direktausbildung gewesen. Doch ich habe mich bewusst für die zwei Jahre dauernde Maßnahme entschieden, um Qualifizierung, Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bringen. Während der Weiterbildung hat mich unser Unternehmen prima unterstützt. Ganz besonders danke ich Einrichtungsleiterin Birgit Farr für ihre Hilfe und Unterstützung!

Kam Ihnen bei dieser Ausbildung Ihre praktischen Erfahrungen als Altenpflegerin und Wohnbereichsleiterin zugute?

Selbstverständlich! So konnte ich zum Beispiel für meine Facharbeit ein Thema wählen, das unser Haus betrifft. Mein Thema war „Schüler und Mentoren“. Darin geht es um die Arbeit von Praxisanleitern mit Schülern zur Gewinnung von Jugendlichen für unsere Berufsfelder. Dabei konnte ich auf die guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Lessing-Regelschule zurückgreifen.

Was sind nun Ihre Aufgaben als Leiterin des Pflegedienstes?

Meine Hauptaufgabe besteht darin, die Pflege für unsere Bewohner abzusichern. Und hier liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Qualität der Pflege, für die ich verantwortlich bin. In diesem Zusammenhang bin ich für die Kontrolle und Anleitung unsere Kolleginnen und Kollegen zuständig. Ich führe entsprechende Überprüfungen durch, um die Qualität der Pflege abzusichern. Dafür organisiere ich auch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, gebe selbst Fortbildungen in unserem Haus. Ich stelle die Dienst- und Schichtpläne für unsere Mitarbeiter auf. Darüber hinaus kümmere ich mich sehr um unsere partnerschaftlichen Berufsgruppen und um die Beziehung zu unserer Partnerschule, der Lessing-Schule. Dort stellen wir beispielsweise im Rahmen des Sozialkundeunterrichts die entsprechenden Berufsbilder wie Altenpfleger und Ergotherapeut vor.

Vor zwei Jahren begann die interne Eingliederung ihres Hauses in die Curanum-AG. Was hat sich seitdem geändert?

Seit wir zur Curanum-Gruppe gehören, können wir noch sozialer und wirksamer sowie eigenverantwortlicher für unsere Bewohner da sein. Als Pflegedienstleiterin aus Leidenschaft kann ich mich voll und ganz mit dem Curanum-Pflegeleitbild identifizieren. In dem heißt es unter anderem, dass wir den uneingeschränkten Anspruch aller Bewohner auf ihre Einzigartigkeit und Würde respektieren, die Bewohner als Mittelpunkt all unserer Bemühungen begreifen. Wir orientieren uns an der Ganzheitlichkeit der Person und gestalten ihre Betreuung und Pflege ausschließlich nach ihren Bedürfnissen.

Vielen Dank für das Gespräch!

INFORMATION: Im Seniorenpflegezentrum „An der Schlossbrücke“ Greiz leben 96 Bewohner. Damit ist das Haus zu 100 Prozent ausgelastet. Die Bewohner werden von zirka 70 Mitarbeitern, davon 50 im Pflegebereich, betreut. Nach der Aufhebung der Personalunion von Einrichtungs- und Pflegedienstleitung ist es amtlich: Einrichtungsleiterin Birgit Farr und die für die Qualität der Pflege im Haus verantwortliche Anke Geißler-Schade gehen gemeinsame Wege mit unterschiedlichen Aufgabengebieten, aber gleichen Zielen. Denn: „Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben“ (altes norwegisches Sprichwort).
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