Polizei warnt vor sogenannten „Legal Highs“

Aus aktueller Veranlassung warnt die Saalfelder Kriminalpolizei
vor dem Konsum sogenannter „Legal Highs“.

Am 02.11.2014 verstarb eine erst 23-jährige Frau aus Neustadt an der Orla
(http://www.meinanzeiger.de/poessneck/amtssprache/t...). Im
Rahmen der Ermittlungen zu den Todesumständen offenbarte sich der
Verdacht, dass die junge Frau vor ihrem Tod unter anderem „Legal Highs“
konsumiert haben könnte. Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass
der Tod der Frau im direkten Zusammenhang mit dem Konsum solcher
psychoaktiven Substanzen steht. Die Ermittlungen zur Todesursache und
insbesondere die toxikologische Untersuchung dauern in diesem Fall noch
an.

Des Weiteren kam es am 19.11.2014 bei einem 32-jährigen Mann auch in
Neustadt/Orla zu lebensbedrohlichen gesundheitlichen Zuständen, die unter
Umständen ebenfalls durch den Konsum von „Legal Highs“ entstanden sein
könnten. Nach ersten Zeugenaussagen bekam der junge Mann nach dem
Genuss einer sogenannten Kräutermischung Krampfanfälle und fiel
zeitweise in Ohnmacht. Zum Glück ging es dem Mann nach einer
umgehenden stationären Behandlung im Krankenhaus wieder besser. Ein
Gutachten zur genauen Bestimmung der konsumierten Stoffe wird derzeit
erstellt.

In beiden Fällen ermittelt die Saalfelder Kriminalpolizei in enger
Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Gera mit Hochdruck zu den
Hintergründen. Momentan liegen Anhaltspunkte vor, dass beide Personen
unter Umständen Kräutermischungen mit Inhaltsstoffen der gleichen Art
konsumiert haben könnten. Seit den Vorfällen leiteten die Beamten mehrere
Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes
gegen das Betäubungsmittelgesetz ein. In diesem Zusammenhang
durchsuchten die Ermittler im November bereits mehrere Wohnungen und
stellten verschiedene verdächtige Substanzen sicher. Die Untersuchung der
bisher unbekannten Substanzen dauert derzeit noch an. Jedoch besteht der
Verdacht, dass es „Legal Highs“ sind.

Bei den genannten „Legal Highs“ handelt es sich um zumeist über das
Internet verkaufte Kräuter- und Räuchermischungen, die unter anderem
unter den Bezeichnungen Raumduft, Badesalz oder Spice vertrieben
werden. Gutachten bzw. Analysen haben ergeben, dass diesen Produkten
teilweise synthetisch hergestellte psychoaktive Substanzen beigemischt
sind, deren Wirkstoffe dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen und somit
verboten sind. Obwohl diese Mischungen oftmals den Aufdruck „Nicht zum
Verzehr geeignet“ aufweisen, werden diese meist durch Rauchen
konsumiert. Dabei sind die körperlichen und psychischen Folgen auf Grund
der unklaren Inhaltsstoffe und der schwierigen Dosierbarkeit nicht absehbar.
Die Polizei rät daher dringend vom Konsum dieser „Legal Highs“ sowie
jeglicher Art illegaler Drogen ab. Unter Umständen machen sich die
Konsumenten durch den Erwerb und den Besitz dieser Stoffe nicht nur
strafbar, sondern riskieren auch ihre Gesundheit und ihr Leben.
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