Schnee angekündigt! Wir sind bereit: Erster Winterdienst der Via Gateway Thüringen auf der Autobahn A9

Straßenwärter Ronald Wagner bereitet einen Schneepflug für den Einsatz vor.
 
Wir sind bereit für den Winterdienst. Thomas Besser (links), Leiter Betrieb & Erhaltung, und Arnaud Judet, Technischer Geschäftsführer der Via Gateway Thüringen.
Gefell: Via Gateway Thüringen | Von wegen aus dem Fenster schauen. Und wenn’s schneit, eine Runde mit dem Schneepflug drehen und eine richtige Portion Salz auf die Straßen hauen, damit’s schön lang vorhält.

Winterdienst ist eine technisch und logistisch aufwändige Angelegenheit. Die Vorbereitungen für die diesjährige Wintersaison haben für die Via Gateway Thüringen bereits im Oktober 2011 begonnen. Das Privatunternehmen ist seit Mai im Auftrag des Bundes für den 46,5 Kilometer langen Streckenabschnitt der A9 von der Anschlussstelle Lederhose bis zur Landesgrenze Bayern für den Betrieb, den sechsspurigen Ausbau auf einer Länge von 19 Kilometern (Fertigstellung am 30. November 2014) und die Finanzierung verantwortlich. Neu sind derartige Öffentlich-Private Partnerschaften bei Autobahnprojekten nicht. Im Unterschied zu den bisherigen zahlt der Bund bei diesem Projekt über einen Zeitraum von 20 Jahren ergebnisbezogen. Die Fachwelt spricht hierbei vom so genannten Verfügbarkeitsmodell A9. „Der Erfolg unserer Arbeit bemisst sich in der erreichten Verfügbarkeit der Strecke“, erläutert der Technische Geschäftsführer Arnaud Judet.

Allein dieser Umstand verdeutlicht, dass die Via Gateway Thüringen möglichst effizient arbeiten wird. Und das trifft auch auf den Winterdienst zu. Dementsprechend ist es nicht damit getan, aus dem Fenster zu schauen, ob es schneit. Der Einsatzleiter des Winterdienstes bewertet mehrmals täglich die zur Verfügung stehenden Kurz- und Langzeitmeldungen von einem privaten Wetterdienstleister. Die 36-Stunden-Prognose ist stündlich aufgeschlüsselt. Ergänzt werden diese Informationen von drei Glättemeldeanlagen, die auf der Strecke bei Schleiz, an der Landesgrenze und bei Triptis installiert sind. „Übertragen werden die Temperatur, die Niederschlagsart und –menge und die Windgeschwindigkeit“, erklärt Thomas Besser, Leiter Betrieb & Erhaltung bei der Via Gateway Thüringen. Mit diesen technisch zur Verfügung stehenden Informationen plus Beobachtungsergebnissen und Erfahrungen kann reagiert werden, ob präventives oder kuratives Streuen notwendig ist.

Zur Verfügung stehen der Via Gateway Thüringen vier Schneepflüge, eine Schneefräse, zwei Radlader, ein Förderband und weitere Kleingeräte. Das Personal setzt sich aus 15 Straßenwärtern und drei Führungskräften zusammen. Um bei heftigen Schneefällen entsprechend reagieren zu können, werden als Nachunternehmer zwei weitere Lkws mit entsprechenden Anbauteilen und ein Unimog mit Fräse samt Personal geordert. Bei extremen Wettersituationen erfolgt zudem eine enge Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen. Judet formuliert das Ziel des Winterdienstes eindeutig: „Innerhalb von zwei Stunden müssen die Fahrbahn auf drei Spuren plus der Standstreifen und die Nebenanlagen schwarz sein. Und das unabhängig von der Niederschlagsmenge“. Eine besondere Herausforderung stellen hierbei die engen Baustellenbereiche dar. Hier muss der Schnee über die 80 Zentimeter hohen Schutzvorrichtungen direkt in die Baustelle geschoben werden. Den Frontpflug bedienen, den Seitenpflug, die Salzmenge regulieren und nebenher das bis zu 6,20 Meter breite Fahrzeug sicher bei widrigen Fahrbahnbedingungen inmitten der hohen Verkehrsdichte fahren zählt nicht zu den leichtesten Aufgaben. Dementsprechend haben die Straßenwärter zuvor ein mehrtägiges Fahrsicherheitstraining auf dem Schleizer Dreieck absolviert.

Apropos Salzmenge. „So wenig wie möglich. So viel wie nötig“, fasst es Judet zusammen. Hierbei kommen technische Regelwerke und eine gehörige Portion Erfahrung zum Einsatz. Judet ist sich bewusst, dass das Salz nicht nur die Umwelt, sondern auch die Fahrzeuge und letztlich der Straße und deren Ausstattung schadet. Die gestreuten Salzmengen werden übrigens auch dokumentiert und ausgewertet. Stift und Zettel ist hierfür nicht notwendig. Die Daten inklusive vieler weiterer werden per GPS-gestützter Technik live während der Fahrt an die Einsatzzentrale übermittelt. Letztlich dient dieses System gleich der Erfassung der Arbeitszeiten.
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16 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 27.11.2012 | 13:38  
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Karin Jordanland aus Artern | 27.11.2012 | 17:41  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.11.2012 | 20:14  
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Steffen Weiß aus Gera | 27.11.2012 | 20:21  
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Petra Hirsch ( aus Oettersdorf ) aus Zeulenroda-Triebes | 27.11.2012 | 20:23  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.11.2012 | 20:41  
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Steffen Weiß aus Gera | 27.08.2013 | 20:53  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.08.2013 | 21:22  
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Steffen Weiß aus Gera | 27.08.2013 | 21:29  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.08.2013 | 21:51  
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Steffen Weiß aus Gera | 27.08.2013 | 21:52  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.08.2013 | 22:02  
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Steffen Weiß aus Gera | 27.08.2013 | 22:04  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.08.2013 | 22:08  
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Steffen Weiß aus Gera | 27.08.2013 | 22:14  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 27.08.2013 | 22:35  
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