Schneller und genauer

Dr. Christiane Marx demonstriert mit Assistenzarzt Daniel Hummel als „Versuchspatienten“ den Ablauf einer Untersuchung mit dem neuen CT.
 
Die medizinisch-technischen Röntgenassistentinnen Silke Köhler (l.) und Dagmar Sacher rekonstruieren am Computerarbeitsplatz eine Bauchgefäßuntersuchuchung in 3D zur Operationsplanung.
Hochmoderner Computertomograph eröffnet dem Greizer Krankenhaus neue Diagnosemöglichkeiten

Das Kreiskrankenhaus Greiz hat Ende April 2013 einen neuen 64-Zeilen-Computertomograph (CT) in Betrieb genommen. Der Somatom Definition AS gilt als derzeit modernstes Gerät dieser Technologie, lediglich die Uniklinik in Jena verfügt in Ostthüringen einen ebensolchen CT-Scanner. Die Software dazu sei sogar deutschlandweit erstmals im Einsatz. Zu den Vorteilen des Tomographiegerätes zählt, dass die Untersuchungsdauer wesentlich kürzer, deutlich strahlungsärmer und insgesamt viel genauer als bisher ist. Dazu kommt, dass die Bildgebung über eine Software mit einem modernen Computerprogramm in einem System vereint ist. Das erstellt sogar 3D-Bilder.

Die Untersuchung im CT erfolgt mit Röntgenstrahlen, mittels derer Schichtbilder vom Körper des Patienten erstellt werden. „Durch technische Raffinessen des Gerätes und die neue Software können wir die Untersuchungen wesentlich schneller als bisher durchführen. So werden die Bilder genauer, weil beispielsweise die ‚Verwacklungsgefahr’ durch die Patienten reduziert ist“, erläutert Dr. Christiane Marx. Die Chefärztin des Röntgendiagnostischen Zentrums verweist auf einen weiteren entscheidenden Vorteil: „Die Röntgendosis, mit der der Patient belastet wird, ist geringer als bei dem vorherigen Gerät.“ Bis zu 60 Prozent Reduzierung der Dosis verspricht der Hersteller.

Ungeachtet dessen arbeitet das neue CT-Gerät genauer als sein Vorgänger. „Es erzeugt dünnere Schichtbilder, dadurch können wir noch kleiner Tumore erkennen als bisher und deren Lage deutlich präziser lokalisieren“, so Dr. Christiane Marx. Konnte das fast neun Jahre alte Vorgängergerät Tumore ab einem Zentimeter sichtbar machen, sind jetzt Tumore ab fünf Millimetern erkennbar. Doch nicht nur die Größe, sondern auch ihre Lage und Beziehung zu anderen Organen sei jetzt besser diagnostizierbar, was für die OP-Planung von großem Vorteil ist. Genauso, wie dass in der Nachbearbeitung der Untersuchung mit der modernen Software 3D-Bilder erstellt werden können.

All diese Qualitätssteigerungen werden noch durch eine weitere Neuerung abgerundet: „Mit dem neuen Gerät sind jetzt auch Herz-CTs möglich“, freut sich Chefärztin Dr. Marx. Damit könne man manchem Patienten einen Herzkatheter ersparen.

550.000 Euro hat die Kreiskrankenhaus Greiz GmbH in die Anschaffung des neuen Computertomographen investiert. Damit wurden auch bauliche Veränderungen im Röntgendiagnostischen Zentrum sowie mehrtägige Fachlehrgänge der Ärzte, der medizinisch-technischen Röntgenassistentinnen und des EDV-Personals finanziert. Das Vorgängergerät übrigens ist jetzt in einer veterinärmedizinischen Klinik im Einsatz.

Info:
• Das Kreiskrankenhaus Greiz verfügt über 321 Betten.
• Im Röntgendiagnostischen Zentrum des Hauses sind sechs Ärzte, zehn medizinisch-technische Röntgenassistentinnen und vier Krankenschwestern im Einsatz.
• Durchgeführt werden hier konventionellen Röntgenuntersuchungen, Durchleuchtungen, Sonographien, Computertomographien (CT) und Magnetresonanztomographien (MRT).
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