Tierische Patenschaften im Greizer Tierheim

Ruth Groh mit Urmel, für den die Landwirtschaftsmeisterin eine Patenschaft übernommen hat. Sie ist damit die 100. Tierpatin des Greizer Tierheims.
Greiz: Tierheim | Zwei- bis dreimal in der Woche führt Ruth Groh ihren Urmel aus. Dann macht die junge Greizerin, die als Landwirtschaftsmeisterin in Coschütz arbeitet, auf dem Heimweg von der Arbeit im Tierheim Station.

Denn hier lebt Urmel. Er ist ein Pit Bull, weshalb er laut neuer Kampfhundeverordnung als gefährlicher Hund gilt. Auch wenn Urmel ein ganz Lieber ist und eigentlich immer nur spielen will. Egal - im Greizer Tierheim gilt er als "unvermittelbar", weil er kaum ein neues Zuhause finden dürfte. Für solche Fälle, also auch für altersschwache und kranke Vierbeiner, wurden vor über 15 Jahren sogenannte Tierpatenschaften eingeführt. Ruth Groh hat für Urmel eine Patenschaft übernommen und ist damit die 100. Tierpatin des Greizer Tierheims.

Erste Patin war 1995 Erna Gebhardt aus Zeulenroda. Danach wurden durch die TV-Sendung "Tierisch, tierisch" Patenschaften in der gesamten Bundesrepublik vermittelt, aus denen sich bis heute Briefkontakte erhalten haben. "Richtig los ging es aber im Jahre 2004", erinnert sich Tierheimleiterin Sabine Wonitzki. "Schuld" war damals die Aktion "Tierpaten gesucht!" des Allgemeinen Anzeigers. "Allein aus jenem Jahr sind bis heute noch 27 Paten aktiv", so die Tierheimleiterin.

Das heißt, dass diese Menschen teilweise schon der nächsten Generation "Sorgenkinder" treu sind und durch ihre regelmäßigen Spenden helfen, dass nicht vermittelbare Vierbeiner ihren Lebensabend im Greizer Tierheim genießen können. "Vor allem Sonderausgaben wie für das Nierendiätfutter für den dreibeinigen ‚Hundebotschafter‘ des Tierheims Eddy oder dringende Operationen für Paco und Rex wurden und werden von den Patenspenden bezahlt", dankt Wonitzki.

Auch für die lebenslange Unterbringung der geächteten "Kampfhunde" wie Urmel werden Spenden dringend erforderlich. "Der Städte- und Gemeindebund hat zwar der Rasseliste begeistert zugestimmt, aber die Kommunen schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn es um die Finanzierung der Unterbringung dieser Tiere geht", weiß die Leiterin des Greizer Tierheims.

Manche Patenschaften werden als Geschenk nur für ein Jahr abgeschlossen. Kein Problem. Mit fünf Euro monatlich für eine Katze und zehn Euro für einen Hund kann man viel Gutes tun. Jeder Pate erhält eine Urkunde und am Jahresende natürlich eine Spendenbestätigung, denn diese Patenspenden sind auf Grund der Gemeinnützigkeit steuerlich absetzbar.

INFORMATION:
http://www.tierheim-greiz.de
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