25. Internationale Thüringen-Rundfahrt der Frauen, 3. Etappe rund um Greiz

Die Thüringerin Hanka Kupfernagel (Neustadt an der Orla/RusVelo) trägt sich in die Starterliste ein.
Trixi Worrack sorgt für den vierten deutschen Tageserfolg der diesjährigen Rundfahrt in Greiz.
Seit 1988 ist Greiz Gastgeberstadt für die weltbesten Frauen im Straßenradsport. Im Premierenjahr siegte die beste DDR-Fahrerin Petra Roßner, als noch die „Liebsfrau“ mit ihren 14-prozentigen Anstieg bezwungen werden musste. Seit dieser Zeit des Anfangs der Tour durch Thüringen war die Schlossstadt 20mal Etappenstadt. Aber nur 19 Siegerinnen standen bis heute zu Buche.
Erfolgreichste Frau in der „Perle des Vogtlandes“ ist Vera Hohlfeld, die heutige Tour-Chefin. Sie gewann in der Kreisstadt 1995, 1997 und 2000. Aber auch Teilnehmerinnen der Tour stammen von hier, wie Mandy Hampel oder Sandra Mißbach, die viele Jahre im stärksten Team der Welt „Farm-Frites“ an der Seite von Leontien van Moorsel fuhr. Greiz war übrigens auch Heimatort des Teams Euregio Egrensis, in dem auch die heutige sportliche Leiterin Franziska Rippin fuhr. Leider war im Jahr 2006 der letzte Rundfahrtstart für diese Nachwuchsmannschaft.

Heute siegt nun in Greiz mit Trixi Worrack auch eine Fahrerin, die gern in Greiz gefahren ist. Ein Happy End gab es für die Drittplatzierte Martine Bras. Sie war übrigens 1995 die erste Trägerin des des OTZ-Nachwuchs-Trikots, damals als 16-jähriges Mädchen. Mittlerweile gehört sie zu den besten Fahrerinnen der Niederlande und nahm mehrmals an Weltmeisterschaften teil. Im vergangenen Jahr war die sympathische Frau, die aus Eindhoven stammt, 9. der Weltrangliste. Im März zum Weltcup-Rennen „Ronde van Drenthe“ meinte sie: „Hi, wir sehen uns in Thüringen wieder.“ Leider stürzte kurz darauf bei einem Rennen in Belgien schwer und lag längere Zeit im Koma. Alles musste sie sich wieder erarbeiten, selbst das Sprechen. Nun fährt sie zum Glück wieder Rad, für Olympia war die Zeit leider zu kurz. Aber heute konnte Martin auf den Siegerpodest nun wieder lachen. Sie freute sich riesig über diesen 3.Platz in Greiz.

Die längste Etappe der diesjährigen Thüringen-Rundfahrt über 128 km stand ganz in Zeichen der Australierin Alexis Rhodes, die bereits nach sieben Kilometern dem Feld enteilt war und auf ihrer fast 80 Kilometer langen Alleinfahrt bis zu vier Minuten Vorsprung herausgefahren hatte. Dann ereilte sie ein Reifendefekt, der sie stoppte und die Verfolger aufschließen ließ. Für ihre mutige Aktion erhielt sie im Ziel das Trikot der aktivsten Fahrerin.

In der Schlussphase des Rennens zersplitterte das Peloton in einige Gruppen. In der Kopfgruppe befanden sich alle Favoriten der Rundfahrt.
Greiz war wieder ein würdiger Etappenort, mit einem begeisterten Publikum entlang der Rennstrecke. Zur Siegerehrung kam Landrätin Martina Schweinsburg, Uwe Jahn Kreissportbund, Ines Watzek in Vertretung des Greizer Bürgermeisters und Sponsoren der Sparkasse und weitere und nahmen die Ehrungen der Radsportlerinnen vor
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3 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 19.07.2012 | 22:08  
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Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 19.07.2012 | 23:27  
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Hannelore Grünler aus Artern | 20.07.2012 | 00:12  
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