Alle Greizer Ringermannschaften an der Spitze!

Das Bundesliga-Team des RSV Greiz nach dem letzten Kampf gegen Jena, stehend, v.l.: Swen Lieberamm (Trainer), Toni Stade, Artem Grinko, Tino Hempel (Trainer), Konstantin Sommer, Sebastian Wendel, Christian Lippert (Betreuer), Patryk Dublinowski, Adam Sobieraj und Mario Neudeck (Betreuer). Vorn, v.l.: Vladimir Codreanu, Mateusz Bierzanowski und Merlin Sewina und Radoslaw Kisiel. (Foto: Gerhard R. Zeuner)
 
Vladimir Codreanu, ist 2013 der fleißigste Punktesammler beim RSV - der Moldawier erkämpfte in der abgelaufenen Saison 50:5 Punkte! (Foto: Gerhard R. Zeuner)
Von Erhard Schmelzer

Der RSV Rotation Greiz hat eines seiner besten Wettkampfjahre beendet. Vereinspräsident Thomas Fähndrich konnte zum Jahreabschluss eine mehr als positive Bilanz ziehen.

Die zweite Mannschaft konnte nach einjähriger Pause wieder die führende Position in Thüringen übernehmen. Nach dem Rückzug des RSV Rotation Greiz 2003 aus der 1.Bundesliga wurde die zweite Vertretung, die seit 1991 in der Thüringenliga und in der Regionalliga Mitteldeutschland gekämpft hatte, aufgelöst. Nach dem Wiederaufstieg der ersten Mannschaft in die 2.Bundesliga 2006 wurde ein Jahr später auf Initiative von Hans-Peter Zipfel, der das Team bis heute organisiert und betreut, wieder eine Reservemannschaft gebildet, die nun das Niveau in Thüringen bestimmt.

Auch die Jugendmannschaft konnte in dieser Saison ihren Titel als Meister in Mitteldeutschland vom Hauptkonkurrenten WKG Pausa/Plauen, wenn auch punktgleich und nur durch einen Vorsprung im direkten Vergleich, zurückholen.

Den wertvollsten Erfolg fuhr aber sicher die von Tino Hempel und Swen Lieberamm trainierte Mannschaft in der 2.Bundesliga ein. Erstmals blieb eine Greizer Bundesligamannschaft in allen Saisonkämpfen ohne Niederlage. Erst in den letzten beiden Wochen bei den Derbys gegen Pausa/Plauen und Jena mussten Unentschieden in Kauf genommen werden. Trainer Tino Hempel hat mit Unterstützung von Neuzugängen aus Berlin und ihrem Trainer Swen Lieberamm eine ausgeglichene und kampfstarke Mannschaft gebildet, die den Staffelsieg mit acht Punkten Vorsprung vor Aufsteiger Lübtheen und neun vor dem vogtländischen Rivalen WKG Pausa/Plauen errang.

Gerade die Vogtlandderbys gegen Markneukirchen und vor allem gegen Pausa/Plauen wurden, wo auch immer sie ausgetragen wurden, durch die Begeisterung der Anhänger beider Seiten zu Festtagen des Ringkampfsportes. Überraschend landete Erstligaabsteiger Leipzig/Taucha auf den letzten Platz. Am Ende bewahrheiteten sich die Worte von Heiko Krauß, dem Trainer aus Thalheim: „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen, nur Greiz bezwingt keiner. Greiz ist klar besser.“ Erst als am Saisonende fünf Sportler ausfielen, konnten die Gegner zweimal ein Remis erkämpfen.

Die Greizer Trainer setzten in den 14 Mannschaftskämpfen 17 Aktive ein. Drei von ihnen, Neuzugang Vladimir Codreanu (55 und 60 kg), und die beiden Greizer Urgesteine Toni Stade (74 kg) und Sebastian Wendel (96 und 120 kg) absolvierten alle Kämpfe. Auch der schon mehr als ein halbes Jahrzehnt für die Rotationsmannschaft im freien Stil kämpfende Pole Radoslaw Kisiel (66 kg) war für 14 Einsätze vorgesehen, verpasste aber in Markneukirchen wegen einer Umleitung bei der Anfahrt das Wiegen. Mit den polnischen Auswahlringern im freien Stil Patryk Dublinowski (84 kg/11 Einsätze)) und Adam Sobieraj (74 und 84 kg/9 Einsätze) sorgten Neuzugänge, die von Luftfahrt Berlin kamen, für Superstimmung unter den Zuschauern. Auch Konstantin Sommer (74 und 84 kg) kam auf 9 Einsätze. Tom Linke (84 kg) hätte wohl mehr als neunmal mitgewirkt, wenn er sich nicht drei Runden vor Schluss verletzt hätte. Bester Punktesammler wurde der Moldawier Vladimir Codreanu, der - meist im Freistil - 50:5 Punkte erkämpfte. Einmal wurde er im griechisch-römischen Stil bezwungen. Ohne Niederlage blieben Patryk Dublinowski (42:1) und Adam Sobieraj (29:1). Radoslaw Kisiel (36:10) wurde dreimal ganz knapp, zweimal davon vom deutschen Vizemeister Mario Koch aus Jena, bezwungen. Tom Linke kam auf 21:9 Punkte.

Trainer Tino Hempel konnte zum Saisonabschluss zufrieden bilanzieren: „Wir haben eine Supersaison gerungen. Wenn jemand mal nicht so gut drauf war, hat sofort ein anderer einen Ausgleich geschaffen. Die Kameradschaft im Team ist vorbildlich. Unser Dank gilt den Sponsoren und unseren zahlreichen Helfern und Unterstützern, die Woche für Woche dafür sorgen, dass wir gute Leistungen zeigen können.“ Der Berliner Swen Lieberamm, jahrelang mit seiner Mannschaft auch in der 1.Bundesliga aktiv, war von der Stimmung in der Jahnturnhalle und der Begeisterungsfähigkeit des Greizer Publikums überrascht: „Ringkampf ist Ringkampf, aber Greiz ist eben Greiz.“ Er wird im nächsten Jahr mit seinen Kämpfern wieder nach Greiz kommen. Dann wird der RSV Rotation Greiz wieder in der 2.Bundesliga ringen, eine neue Regel des DRB macht es möglich. Der Staffelsieger muss nicht unbedingt mehr aufsteigen, kann in seiner Liga weiterkämpfen. Der Sprung in die Eliteliga wäre einfach zu groß. Die im Vorjahr aufgestiegenen Teams aus Aue und dem Mansfelder Land liegen abgeschlagen auf den unteren Plätzen. Aue dürfte vom Abstiegsrecht Gebrauch machen und in die Staffel zurückkehren.
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