Ehemaliger Box-Champion kommt zum Boxertreff

Wann? 15.10.2011 15:00 Uhr

Wo? Deutsche Eiche, Pausaer Straße 14, 07937 Zeulenroda DE
Jörg Gittner als junger Amateurboxer. (Foto: Archiv Friedemann)
Zeulenroda: Deutsche Eiche | Am 15. Oktober um 15 Uhr treffen sich die ehemaligen Aktiven, Funktionäre und Freunde des Boxsportes der damaligen BSG „Aufbau“ Zeulenroda in der Gaststätte „Deutsche Eiche“ in Zeulenroda. Sein Kommen zu dem traditionellen Boxertreffen hat einer der ganz Großen im Boxsport, ein Kämpfer mit vielen Erfolgen in der damaligen DDR und der heutigen BRD, zugesagt: Der Junioren-Weltmeister Jörg Gittner.

Die Erfolge des sympathischer Sportsmanns aufzuzählen, hieße Eulen nach Athen tragen: Er war Mitglied der DDR-Nationalmannschaft, Gewinner zahlreicher hochkarätiger Turniere, zweifacher Spartakiade-Sieger und Intercup-Sieger 1987. Seine Einsätze führten ihn zu Turnieren und Vergleichskämpfen nach Italien, CSSR, Polen, Ungarn, Dänemark, Finnland und nach Nampo/Nordkorea. Dort holte sich Jörg Gittner die Goldmedaille bei den Jugendwettkämpfen der Freundschaft. Bei seinen internationalen Einsätzen verließ er größtenteils als Sieger den Ring. 1985 holte er Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften sowie 1990 bei den Deutschen Meisterschaften.

Jörg Gittner, der am 9. Januar 1967 in Könitz bei Unterwellenborn geboren wurde, begann seine sportliche Laufbahn im Boxsport bei der Sektion „Stahl“ Maxhütte. Boxen war seine Leidenschaft, der gelernte Kfz-Schlosser wurde aufgrund seines Talentes zur SG „Wismut“ Gera delegiert. Schon kurz daraufstellten sich die ersten Erfolge ein: 1981 Spartakiade-Sieger, 1982 DDR-Meister, 1983 und ebenso 1984 DDR-Vizemeister. In der Staffel der SG „Wismut“ Gera war er somit schon lange zu einer festen Größe geworden.

Nach der Wende 1990 erfolgte der große „Ausverkauf" aller DDR-Leistungssportler. Auch Jörg Gittner wurde umworben – der Boxclub „Ringfrei“ Mühlheim a. d. Ruhr sollte sein neuer Sportverein werden. Dort boxte er viele Jahre sehr erfolgreich in der Bundesliga. Durch seine kämpferischen Einsätze wurde er zum Publikumsliebling.
1994 wurde Jörg Gittner Berufsboxer. Der nunmehr ins Leichtgewicht gewechselte Gittner boxte jetzt stetig als Hauptkämpfer für die Dinslakener Box-Promotion. Er bestritt sieben Kämpfe, von denen er nur einen verlor.
2001 hängte er seine Handschuhe an den berühmten „Nagel“. Der heute 44-Jährige bestritt über 200 Kämpfe, von denen er 153 Siege errang und 49 Niederlagen hinnehmen musste.

Jörg Gittner ist der Enkelsohn von Ringrichter Erich Krauße/Langenorla. Dieser wiederum war in Zeulenroda seit den 50-iger Jahren sehr bekannt und beliebt durch seine Einsätze bei Vergleichskämpfen der BSG „Aufbau“ Zeulenroda. Vater Georg Gittner boxte viele Jahre in der DDR-Liga für „Dynamo“ Rudolstadt.

Zurück in Thüringen lebt Jörg Gittner heute in Pößneck. Die Boxoldys freuen sich auf ein Wiedersehen mit ihm beim diesjährigen Boxertreffen in Zeulenroda.
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2 Kommentare
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Eberhard :Dürselen aus Weimar | 04.09.2011 | 17:33  
Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes | 05.09.2011 | 08:39  
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