Fußballschule von Real Madrid machte im Waldstadion Station

"Das weiße Ballett tanzt" ... unter den strengen Blicken von Trainer Mathias Arnold und interessierten Zuschauern (Foto: Armin Ulbricht)
 
Konzentriert verfolgen die "Großen" die Erläuterungen von Mathias Nowak, Technik- und Kreativtrainer vom FC Bayern München (Foto: Armin Ulbricht)
Zeulenroda-Triebes: Waldstadion |

Im Waldstadion Zeulenroda tanzte eine Woche das "weiße Ballett", denn die Fußballschule von Real Madrid machte für ein fünftägiges Fußball-Camp Station beim FC Motor Zeulenroda.

Von Armin Ulbricht

Rhythmisches Klatschen hallte über den Platz. Zwei Mädchen und 42 Jungs begannen den Tag im Zeulenrodaer Waldstadion mit dieser Motivationsübung. Sie alle waren Teilnehmer am Fußballcamp, das von der Real Madrid Foundation Clinics - der offiziellen Fußballschule der Königlichen - vom 13. Juli 17. Juli in Zeulenroda ausgerichtet wurde. Sie kamen aus Halle/Saale, Jena, Gera, Werdau, Reichenbach, Leubnitz, Oettersdorf, Auma, Triebes und natürlich vom gastgebenden FC Motor.

Nach dem „Einklatschen“ wurden die 7 bis 15 Jahre alten Kinder aufgeteilt. Mathias Arnold, der das Camp von Seiten der Fußballschule leitete, und seine Trainerkollegen Sammy Sedluk und Philipp Watzek betreuten jeweils eine Gruppe. Kleine Spiele mit und ohne Ball dienten der Erwärmung. Die Kinder erlebten ein Fünf-Tages-Camp mit 30 Stunden Fokus auf den Fußball. Jeden Tag gab es etwa vier Stunden Training durch professionelle Trainer. „Die Trainingsinhalte sowie die Übungen sind vorgegeben durch die Nachwuchsakademie von Real Madrid“, so Mathias Arnold. Aus jedem Camp – die in ganz Deutschland, aber auch in Belgien, Niederlande, Österreich und Schweiz veranstaltet werden – werden bis zu fünf Kinder ausgewählt, die an einem Regionalcamp teilnehmen dürfen. In diesem werden dann wiederum Talente ausgewählt, die nach Madrid eingeladen werden. „Dabei zählt die fußballerische Leistung einerseits, aber auch die soziale Komponente spielt eine große Rolle“, erklärte Arnold. "Die Trainer achten darauf, wie sich die Kinder verhalten. Ob sie zum Beispiel Schwächeren helfen, eine Führungsrolle übernehmen und diszipliniert sind".

Lena und Michelle waren die einzigen Mädchen im Camp. Sie haben genauso wie die Jungs großen Spaß am Fußball. Lena ist dreizehn Jahre alt und aus Königsee. Sie hatte den Tipp von ihrer Verwandtschaft aus Langenwolschendorf bekommen, deren Sohn Tamino ebenfalls am Camp teilnahm. „Sie meinten, dass mir das bestimmt viel Spaß macht. Und sie haben Recht behalten“, sagte Lena freudestrahlend. Das zweite Mädchen im Camp war Michelle. Sie wohnt in Oettersdorf bei Schleiz. Sie spielt dort beim LSV49. Sie hatte am Donnerstag Ihren 8. Geburtstag, den sie im Kreise der Camp-Teilnehmer feiern konnte. Außerdem gab es vom gastgebenden FC Motor Zeulenroda noch ein kleines Geschenk und eine Geburtstagstorte.

Dies alles konnten die Mädchen erzählen, weil Mathias Arnold zu einer kurzen Pause gebeten hatte. „Die Temperaturen sind schon recht hoch, da ist viel trinken wichtig“, so der Trainer. Auch die Ernährung sei wichtig. Deshalb werde auf gesunde Kost geachtet. „Da machen wir auch Vorgaben. Aber hier in Zeulenroda passt alles hervorragend. Familie Hofmann und ihr Team im Waldstadion, sowie die Mittagsversorgung vom Kindergarten "Sonnenschein" sicherten uns eine ausgezeichnete Verpflegung“, lobt Arnold.

Für den FC Motor Zeulenroda war dieses Fußballcamp ebenfalls von Nutzen. Nicht nur, dass einige Kinder aus dem Verein dabei waren. „Auch die Trainer profitierten davon, indem sie bei den Einheiten hospitieren konnten und sich so Anregungen für ihr eigenes Training holen“, so Armin Ulbricht, der Org.-Leiter von Seiten des Vereins. Das Camp sei extrem gut durchstrukturiert. „Die Trainer gehen mit einer lockeren und offenen Art auf die Kinder ein“, so Ulbricht. Eine ganz besondere Trainingseinheit erlebten die Nachwuchskicker am Donnerstag mit Mathias Nowak, Technik- und Kreativtrainer vom FC Bayern München. Er vermittelte auf spezielle Weise neue Trainingsansätze für Koordination, Taktik und Konzentration in Verbindung mit lockeren und kreativen Spielformen. Trotz der anspruchsvollen Aufgaben, waren alle Spieler fasziniert bei der Sache.

Ein Portion Wehmut stellte sich bei den Camp-Teilnehmern zur Abschlußfeier am Freitag-Nachmittag dann doch ein: "Das Camp verging wie im Flug, ich hätte noch eine Woche gewollt ...", so Franz Kittelmann vom FC Motor Zeulenroda. Damit sprach er vielen Teilnehmern aus dem Herzen. Das Camp war für alle Teilnehmer eine tolle neue Erfahrung. "Wir haben so viel gelernt und gemerkt, daß man auch fünf Tage nacheinander trainieren und viel mehr Kraft aufbringen kann, wenn der nötige Wille da ist" so das Fazit von Erik Müller von Blau-Weiß Auma. Als bester Teamplayer wurde besagte Lena Zeise und als Camp-Beste Johann Kittelmann (SV Blau-Weiß Auma) und Michael Ovchinnikov (Hallescher FC) ausge-zeichnet, die neben drei weiteren Teilnehmern zum Regionalausscheid eingeladen werden.

Nach dem Camp ist bekanntlich vor dem Camp. Deswegen sind die Überlegungen des gastgebenden FC Motor Zeulenroda bereits bei einer Neuauflage 2016. "Warum nicht, es hat alles bestens geklappt und wir haben nur postive Reaktionen" so der Vereinspräsident Uwe Grube auf Nachfrage. So hat Armin Ulbricht erneut Kontakt mit der königlichen Fußball-schule geknüpft, auf dass es auch 2016 wieder heißt "Halá Zeulenroda!"
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