Greizer Ringer vor Neuanfang in neuer Liga

EM-Starter Martin Obst (r.) hatte mehrere Angebote aus der 1. Liga, ringt aber weiter für den RSV Greiz!
 
RSV-Präsident Thomas Fähndrich
Greiz: Sporthalle an der Eisbahn |

Nach der Auflösung der 2. Ringer-Bundesliga durch den Deutschen Ringer-Bund (DRB) ist die neugegründete "Regionalliga Mitteldeutschland" die zweithöchste deutsche Liga. In dieser startet der RSV Rotation Greiz mit weiteren ehemaligen Zweitligisten und Regionalligamannschaften am 19. August 2017 in die neue Saison.

Nach "reiflicher Überlegung und schweren Herzens" habe man das Aufstiegsrecht als Zweitligameister in die Bundesliga nicht wahrgenommen, sagt RSV-Präsident Thomas Fähndrich in einem Gespräch mit Vertretern regionaler Medien. Doch die bitteren Erfahrungen in der ersten Liga, als Greiz im Jahr 2003 mitten in der Saison aus finanziellen Gründen zurückziehen musste und dadurch die Existenz des Vereins auf der Kippe stand, haben letztendlich zu der Entscheidung geführt, in einer neuen Liga zu starten. Zu dieser "Regionalliga Mitteldeutschland" - wobei der Name noch nicht endgültig feststeht - haben sich Vereine aus dem Osten Deutschlands zusammengeschlossen.

Diese Liga geht mit zwei Staffeln an den Start. Nach den Hin- und Rückkämpfen werden die jeweils Erst- und Zweitplatzierten die Halbfinal- und letztendlich Finalkämpfe austragen. Die Greizer erwarten dabei packende Derbys - unter anderem gegen Jena, Markneukirchen und Plauen/Pausa II - und spannende Kämpfe. "Wir werden keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen, denn die anderen Vereine haben aufgerüstet", weiß der RSV Präsident. Und auch, dass jedes Team pro Kampf nur zwei Ausländer auf die Matte schicken darf, dürfte zusätzlich für einen ausgleichenden Effekt sorgen.

"Wir wollen die Finalkämpfe errreichen", gibt Thomas Fähndrich das Saisonziel vor. Das Potential dazu hat die Greizer Mannschaft auf jeden Fall. Den Abgängen von Daniel Sartakov, Sebastian Jezierzanski, Florian Crusius und Vladimir Codreanu, die künftig beim Erstligisten Pausa/Plauen die Ringerstiefel schnüren, stehen die Zugänge Martin Hopf von Mansfelder Land und Zbigniev Baranowski gegenüber. Der Pole ist Olympia-Zehnter und Fünfter der letzten EM. Aber auch den Ringern aus dem eigenen Nachwuchs sollen vermehrt Chancen gegeben werden, zumal ein moderater Austausch mit der in der Oberliga ringenden Zweiten Mannschaft des RSV vorgesehen ist.

Auf die Frage, ob Greiz als eventueller Mitteldeutscher Meister in der neuen Liga den Aufstieg in die Bundesliga wahrnehmen würde, hält sich der RSV-Präsident bedeckt: "Selbst der DRB spricht von einem Übergangsjahr. So lange, wie wir nicht wissen, wie sich die 1. Liga entwickelt, können wir keine Aussage über einen eventuellen Aufstieg treffen."

Saisonauftakt für die Greizer Ringer ist am 19. August gleich mit dem Thüringen-Derby gegen den KSC Motor Jena. Vor der Begegnung in der heimischen Halle an der Eisbahn in Aubachtal soll das Greizer Ringeridol Uwe Neupert zum 60. Geburtstag geehrt werden. Um 16 Uhr wird eine Ausstellung über ihn eröffnet, anschließend gibt es einen Schaukampf mit der RSV-Ringerin Eyleen Sewina, einen Oberliga-Mannschaftskampf, ein öffentliches Wiegen der Regionalliga-Ringer, Auszeichnungen verdienstvoller Sportler und einiges mehr.

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