Mit Vollgas bis zur nächsten Kurve

Sechs, zehn oder elf Jahre sind sie erst jung. Aber es kann ihnen eigentlich schon nie schnell genug gehen – mit einem Motorrad wohlgemerkt. Geschützt durch eine Lederkombi, passenden Stiefeln und Handschuhen, diversen Protektoren und natürlich einen Helm jagen Nachwuchsrennfahrer Runde für Runde über einen abgesteckten Parcours. Hauptsache die Knieschleifer werden ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Das ganze wilde Treiben passiert natürlich unter professioneller Aufsicht. „Wir haben jeden Mittwoch am neuen Start-Ziel-Bereich des Schleizer Dreieckes die Möglichkeiten genutzt, um fleißig zu trainieren.“ klärt Knut Beinlich auf. Der Pößnecker ist der Chef des gleichnamigen Racing Teams und kann selbst auf einige Erfahrung auf einer Rennmaschine verweisen. Nachwuchsförderung heißt die klare Devise des Beinlich Racing Teams. „2012 haben wir acht Fahrer in vier verschiedenen Rennserien betreut. Ein extrem gefüllter Terminkalender war da die Folge.“ blickt Knut Beinlich zurück. Das Team wurde in jeder Nachwuchsklasse; bei den Pocket Bikes, den Mini Bikes und im ADAC Junior Cup; von wenigstens einem Piloten vertreten. Eine solche Konstellation sucht in ganz Deutschland ihres Gleichen.

Als Aushängeschild des Teams agierte Christoph Beinlich, der Sohn des Teamchefs. Er startete in der 2012er-Saison erstmals in der renommierten Motorsportserie, der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM). Der 17-jährige Junior verbringt seit seinem sechsten Lebensjahr seine Freizeit auf einem Motorrad. Vom Motocross wagte er den Wechsel auf ein Straßengerät und durchlebte den kompletten Werdegang durch Deutschlands Nachwuchsrennserien. Die einzig logische Konsequenz war dann der Sprung zu den ganz schnellen Jungs.

Die erstmals ausgetragene Moto3-Meisterschaft war fortan die neue Heimat der Pößnecker. Der Erfolg ließ nicht sonderlich lang auf sich warten. Mit Rang fünf im Gesamtklassement gelang dem Neueinsteiger ein so nicht zu erwartendes Ergebnis. „Von diesem fünften Platz haben wir vor der Saison nie zu träumen gewagt. Das war schon ein klein wenig Wahnsinn. Nicht nur für Christoph, sondern für das ganze Team.“ freut sich noch heute Vater und Teamchef. „Wir wissen das Ergebnis ganz gut einzuordnen, denn das Starterfeld der neu gegründeten Meisterschaft gestaltete sich leider bisweilen recht übersichtlich. Aber wir waren die Einzigen, denen es gelungen ist, bei jedem Rennen die Zielflagge zu sehen und konnten so fleißig unsere Punkte hamstern. Mehr ging eigentlich nicht!“ so ein zu recht stolzer Teamchef weiter.

Und es gab 2012 gleich noch einen weiteren Grund zum Feiern. Joshua Bauer durfte sich als Erster im Team über einen Meistertitel freuen. Der Neunjährige wurde souveräner Champion im Pocket Bike Cup. „So kann es weiter gehen. Natürlich sehen wir es gerne, wenn unsere Nachwuchsarbeit die gewünschten Früchte trägt. Der Spaß soll aber für die Jungs im Vordergrund stehen. Aber über den ein oder anderen gewonnenen Pokal sind wir natürlich auch nicht böse.“ unterstreicht Knut Beinlich noch einmal seine Philosophie.

2013 soll es mit einem ganz ähnlichen Aufwand für das Beinlich Racing Team in die nächste Saison gehen. „Leider spielt im Motorsport nicht nur das Talent der Piloten eine Rolle. Ohne das entsprechende Taschengeld wird es schwer. Wir versuchen wie immer unser Bestes.“ blickt Knut Beinlich voraus.
Lässt es die Witterung zu, werden ab März wieder fleißig die Knieschleifer im neuen Fahrerlager des Schleizer Dreieckes strapaziert. Interessierte Zuschauer oder gar Nachwuchspiloten sind dort natürlich herzlich willkommen.

Weitere aktuelle Infos gib es im Internet unter beinlich-racing.de
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