Paralympics 2012 & Thüringer Kandidaten: Daniel Storch, Leichtathlet

Wann? 31.03.2012 18:00 Uhr

Wo? Vogtlandhalle, Carolinenstraße 15, 07973 Greiz DE
Daniel Storch vom TSV Zeulenroda ...
 
... beim Wintertraining in der Panndorfhalle Gera
Greiz: Vogtlandhalle | Paukenschlag am 16. März 2012 in Manchester /England: Der 27-jährige Daniel Storch gewann eine Bronzemedaille bei der Behindertensport-Weltmeisterschaft! Damit rückt sein Traumziel näher - die Paralympics vom 29.8. bis 9.9. in London. Dann hofft er sein allergrößtes Ding drehen zu können. Zur Meisterehrung für die vorjährigen Medaillengewinner des Landkreises Greiz bei Deutschen und Landesmeisterschaften rückte sein Zeulenrodaer Betreuer ziemlich unruhig auf seinem Stuhl herum, bis er diese gerade erst Stunden junge Nachricht mit vielen Sportfreunden teilen konnte. Das ist doch eine ganz neue Situation:

Der Kugelstoßer Daniel Storch (Startklasse T/F20-geistige Behinderung) ist im Landkreis Greiz deutlich bekannter als z.B. in Gera, wo er in den Werkstätten des Lebenshilfe e.V. bzw. derzeit als Praktikant beim Reifendienst Köhler arbeitet. Das macht offenbar Mukis... Der eigentliche Ronneburger gehört als Mitglied zum Verein TSV Zeulenroda und wird dort von Präsident Wieland Ressel geführt, der nach Unterschenkelverlust selbst Handycap-Sportler ist. Zuletzt war "Storchi" wieder einer der Kandidaten auf der Umfrageliste zu den GRZ-Sportlern des Jahres 2011. (Die Auswertung erfolgt zur Festveranstaltung des Sports des Landkreies am 31. März in der neuen Greizer Vogtlandhalle.) Dennoch wuchs wohl seine Popularität nur langsam. Das könnte sich jetzt ändern.

In 2011 erreichte der Ostthüringer Kugelstoßer mit Rang 4 bei den Europäischen Hallenmeisterschaften in Helsinki seine bisher beste internationale Platzierung. "Er wurde als B-Kader in die deutsche Nationalmannschaft der Behinderten berufen und schaffte bislang insgesamt 8 Deutsche Rekorde im Kugelstoßen und Diskus in der Wettkampfklasse der geistig Behinderten.", resümierte Ressel auf der Vereinsseite zur Vorjahresbilanz seines Schützlings.

Er plant mit ihm dank gewisser Zuschüsse der Thüringer und nunmehr auch von der Deutschen Sporthilfe z.B. den Ausbau des Disziplintrainings im Erfurter Olympiastützpunkt bei Reinhold Kley (HSC Erfurt) sowie mehrere Trainingslager.

Vor der Deutschen Behindertensport-Meisterschaft Anfang März 2012 fehlten Daniel Storch in seiner Startklasse noch ganze 30 Zentimeter an der nötigen Paralympics-Qualifikationsweite von 11,58 m. In der Woche vor den Titelkämpfen im Sportzentrum Brandberge von Halle schickten ihm zwei ehemalige Lehrerinnen am Weidaer Förderzentrum symbolisch ein Plaste-Lineal genau dieser Länge und drei kalorienreiche Stärkungsmittel. Einfach süß. Und Balsam für die Seele. Es hat offenbar geholfen. "Storchi" überbot die geforderte Weite und stellte mit 11,90 m sogar einen neuen Deutschen Rekord auf. "Saustark!", der typisch Ressel'sche Kurzkommentar. Nun die Nervenprobe auf's Exempel zur Hallenweltmeisterschaft.
Er hat beim direkten Vergleich in Manchester bewiesen, was geht. Da war seine Weite fast sekundär. Er eroberte auf der Insel Bronze (bei 11,22 m) hinter dem Franzosen Damien Rumeau (11,85 m) und Schwedens erneut klar überlegenen 2,04-m-Recken Jeffrey Ige (14,47 m). Möge diese Bronzemedaille nun einfach jene Reserven freisetzen, die er bei weiteren Bewährungsproben vor einer möglichen Berufung im Juli noch braucht!
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