Ringen, 2. Bundesliga: Greiz empfängt Werdau

Wann? 20.12.2014 17:30 Uhr

Wo? Jahnturnhalle, Fritz-Reuter-Straße, 07973 Greiz DE
Am 25. Oktober jubelten die Greizer Ringer und ihre Anhänger über einen denkbar knappen 10:9-Sieg in Werdau. Wer behält am 20. Dezember im Nachbarschaftsduell die Oberhand?
 
Die Greizer Ringerfans freuen sich auf das Derby gegen Werdau.
Greiz: Jahnturnhalle |

Wenn in der 2. Ringer-Bundesliga am 20. Dezember der letzte Kampftag der Saison 2014 angepfiffen wird, ist das für die Greizer Ringergemeinde ein ganz besonderer Tag.

Nicht nur, weil es der letzte Saisonkampf ist oder weil es ein Derby mit den Gästen aus dem nur 20 Kilometer entfernten Werdau ist. Auch nicht, weil die Westsachsen auf Revanche für die im Hinkampf erlittene Niederlage brennen oder weil der Tabellenfünfte den Tabellendritten empfängt. Etwas besonderes ist der Kampf am 20. Dezember zwischen dem RSV Rotation Greiz und dem AC Werdau, weil es der wahrscheinlich letzte Ringkampf in der traditionsreichen Greizer Jahnturnhalle ist.

Hier dazu die Vorankündigung von Erhard Schmelzer:

Werdau ist nach 83 Jahren letzter Gegner in der Greizer Jahnturnhalle


Am Sonnabend geht eine Ära zu Ende. Der Ringkampfsport wird in Greiz seit mehr als hundert Jahren betrieben, doch anders als in den Nachbarorten lösten sich verschiedene Vereine ab. Im Jahre 1931 kam es zu einer Neugründung, die sich nachhaltig auswirken sollte.

Die ersten Sportvereine in Deutschland waren Turnvereine. Gegründet wurde die Turnbewegung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Auch in Greiz entstanden mehrere Turnvereine. Als die Ringer sich 1931 eine neue Heimat suchten, wurden sie beim Turnverein in der Jahnturnhalle fündig. Bis 1945 starteten die Greizer Ringer unter dem Namen Turnverein Greiz. Auch nach dem zweiten Weltkrieg blieb die Jahnturnhalle das Domizil der Greizer Ringer, auch wenn die großen Wettkämpfe auf Grund des gewaltigen Zuschauerinteresses in die Sportschule Kurt Rödel oder später in die Sporthalle der Lessingschule verlegt werden mussten. Trainiert haben die Greizer Ringer, von einigen technisch bedingten kleinen Ausnahmen abgesehen, immer in der Jahntrnhalle.

Am Sonnabend geht mit dem Ende der Bundesligasaison nach 83 Jahren auch die Ära der Ringer-Wettkämpfe in der Jahnturnhalle zu Ende. Im nächsten Jahr soll in der neuen Zweifelderhalle in Greiz-Aubachtal gerungen werden. Noch einmal kommt es jetzt in der Jahnturnhalle zu spannenden Kämpfen. Die zweite Mannschaft des RSV Rotation Greiz hat die Chance nach der Thüringer Mannschaftsmeisterschaft auch den erstmals ausgeschriebenen sächsisch-thüringischen Landesligatitel zu erkämpfen. Dafür muss in zwei Kämpfen die zweite Mannschaft des FC Erzgebirge Aue niedergerungen werden. Nach der Niederlage des KSC Motor Jena in Weißwasser liegen beide Mannschaften mit vier Punkten Vorsprung vor Jena an der Tabellenspitze. Der Vorkampf wird um 15:00 Uhr angepfiffen, der Rückkampf um 16:00 Uhr.

Ab 17:30 Uhr wird es dann besonders spannend. Im letzten Bundesligakampf der Saison ist der AC 1897 Werdau der Gegner. Die vor der Saison auf vielen Positionen verstärkten Westsachsen haben in der letzen Woche ihr Saisonziel verpasst Staffelsieger zu werden. Erfüllt ihnen nun der Weihnachtsmann ihren schon Jahrzehnte alten Wunsch, einmal gegen Greiz in der Bundesliga zu gewinnen? Im Vorkampf in Werdau hieß der Sieger nach einem dramatischen, auf sehr hohen ringerischem Niveau stehenden Kampf mit 10:9 Punkten: RSV Rotation Greiz.
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