Ringen, 2. Bundesliga: Greiz schlägt Gelenau 29:4

Florian Crusius wirft den Gelenauer Daniel Franke. Der Greizer gewinnt den Kampf mit 12:0 Punkten, was drei Mannschaftspunkte sind.
 
Vladiminr Codreanu rollt Jonas Schreiber und siegt nach 2:20 Minuten durch Technische Überlegenheit.
Greiz: Jahnturnhalle | .

Nach drei Niederlagen in Folge konnte der RSV Rotation Greiz gegen den Tabellenletzten RSK Gelenau einen eindrucksvollen 29:4-Sieg einfahren.

Für die Gastgeber waren in der heimischen Jahnturnhalle Vladimir Codreanu, Florian Crusius, Brian Tewes, Adam Sobiraj, Toni Stade, Konstantin Sommer und Tom Linke erfolgreich. In der 66-Kilo-Freistil-Klasse erhielt Radoslaw Kisiel vier Punkte, weil sein Gegner Stephan Sprenger Übergewicht hatte. Für die Gäste aus dem Erzgebirge, die ohne ihre polnischen Ringer angereist waren, blieben lediglich Aslam Mahmudov und Lucas Kästel siegreich, wobei letzterer lediglich einen Wertungspunkt gegen den 25 Kilogramm leichteren Stefan Lippke einfahren konnte.

Hier der Kampfbericht von Erhard Schmelzer:

Mit dem höchsten Sieg der Staffel Nord der 2. Bundesliga in diesem Jahr kam der RSV Rotation Greiz nach drei, teilweise unglücklichen Niederlagen wieder in die Erfolgsspur. Die Erzgebirgler aus Gelenau kamen den Greizern allerdings entgegen, indem sie im Wettkampf erstmals auf den Einsatz ihrer ausländischen Sportler verzichteten.
Der in dieser Saison ungeschlagene Vladimir Codreanu (57 kg/Freistil) besiegte den noch der Jugendliga angehörenden Jonas Schreiter. Schon vor der Halbzeitpause stand der 17:0-Erfolg fest. (Zwischenstand 4:0).
Im Schwergewicht traf Stefan Lippke (130 kg/greco) auf den 30 Kilogramm schwereren Lucas Kästel. Als alle wenige Sekunden vor Schluss schon mit einem 2:0-Erfolg des Greizers rechneten, gelang dem Gelenauer mit einer überraschenden Aktion der Ausgleich. Da bei Punktgleichheit die letzte Wertung entscheidet, ging der Sieg an den Erzgebirgler (4:1).
Florian Crusius (61 kg/greco) konnte wie immer überzeugen. Der Routinier Daniel Franke verhinderte durch seine passive Kampfweise einen noch höheren Sieg des Greizers, der durch Ausheber aus der Bodenlage attraktives Ringen zeigte. Der wieder durch lobenswerten kämpferischen Einsatz überzeugende Greizer siegte mit 12:0 (7:1).
Artem Grinko (98 kg/frei), der den Langzeit verletzten Sebastian Wendel ersetzen musste, traf auf den mehrmaligen Medaillengewinner bei Juniorenmeisterschaften, Aslan Mahmudov. Der Greizer ging durch eine Schleuder 4:0 in Führung; am Ende triumphierte allerdings der Gelenauer mit einem 17:6-Erfolg. Artem Grinko kann trotz allem stolz auf seine Leistung und auch auf das Ergebnis gegen den weitaus schwereren Gegner sein (7:4).
Der ehemalige Luckenwalder Spitzenringer Stephan Spengler, der auf Radoslaw Kisiel (66 kg/Freistil) treffen sollte, hatte Übergewicht und somit gingen die Punkte kampflos an Greiz. Da Kisiel derzeit an einer Fußverletzung laboriert, konnte leider kein Freundschaftskampf ausgetragen werden.
Tom Linke (86 kg/greco) traf auf den jüngsten Spross der Gelenauer Ringerfamilie Otto, Louis Otto. Der technische stärkere Greizer war ihm klar überlegen und kam nach 2:45 min. zum Schultersieg (15:4).
Der letzte Woche in Pausa schmerzlich vermisste Brian Tewes (66 kg/greco) konnte nach seiner Erkrankung beim Heimkampf in Greiz wieder eingesetzt werden. Gegner Martin Schneider war dem Deutschen Vizemeister in keiner Phase des Kampfes ebenbürtig und unterlag nach 1:28 Minuten mit 0:6 Punkten (19:4).
Konstantin Sommer (75 kg/frei) wurde diesmal eine Gewichtsklasse höher eingesetzt und bewies seine Leistungsfähigkeit durch einen Sieg über Dustin Löser. Nach einem sehr guten Beinangriff kam der Greizer kurz vor der Pause zum Schultersieg (23:4).
Eindeutig und wie erwartet beherrschte Adam Sobieraj (86 kg/frei) den ehemaligen Potsdamer Norman Mahmudov. Sein 7:3-Sieg spiegelt allerdings in keiner Weise das Geschehen auf der Matte wider (25:4).
Im letzten Kampf des Abends traf Toni Stade (75 kg/greco) auf den noch der Juniorenklasse angehörenden Erik Engel. Der Greizer – im Vorjahr Deutscher Vizemeister der Männer – zeigte sich seinem Gegner eindeutig überlegen und kam nach teilweise sehr attraktiven Griffen am Ende der ersten Hälfte zum 15:0-Erfolg.
Damit stand der 29:4-Sieg des RSV Rotation Greiz fest. In der Greizer Jahnturnhalle herrschte wie immer eine gute Stimmung. Selbst die drei Niederlagen in Serie taten der Begeisterung der Greizer für ihren Ringsport keinen Abbruch, da für jeden Fan erkenntlich war, dass die Greizer zwar wie die Löwen kämpften, aber krankheits- und verletzungsbedingt nicht in der Lage waren zu siegen. Die Mannschaft des RSV möchte sich auf diesem Weg bei ihren Anhängern für die große Unterstützung bedanken.

Stimmen zum Kampf:

Tino Hempel, Trainer des RSV Rotation Greiz:
„Ein schöner Kampf. Trotzdem schade, dass die Gelenauer nicht mit der vollen Mannschaft antraten. Wir hatten extra einige Umpositionierungen vorgenommen. Alles in allem viele Aktionen, viele Punkte, einwandfrei.“
Björn Lehnert, Trainer RSK Gelenau:
„Aufgrund von Personalproblemen und Ausfällen logischerweise eine klare Sache. Wir müssen es einfach hinnehmen, heute gegen die Greizer verloren zu haben.“

Stilart RSV Rotation Greiz gegen RSK Gelenau Ergebnis
57kg Freistil Vladimir Codreanu vs. Jonas Schreiber 4:0-TÜ-17:0-02:40
61kg Gr.-röm. Florian Crusius vs. Daniel Franke 3:0-PS-12:0-06:00
66Akg Freistil Radoslaw Kisiel vs. Stephan Spengler 4:0-ÜG-2:2-00:29
66Bkg Gr.-röm. Brian Tewes vs. Martin Schneider 4:0-TÜ-16:0-01:28
75Akg Gr.-röm Freistil Adam Sobieraj vs. Norman Mahmudov 2:0-PS-7:3-06:00
75Bkg Gr.-röm. Toni Stade vs. Erik Engel 4:0-TÜ-15:0-02:37
86Akg Freistil Konstantin Sommer vs. Dustin Löser 4:0-SS-6:0-02:45
86Bkg Gr.-röm. Tom Linke vs. Louis Otto 4:0-SS-8:0-02:45
98kg Freistil Artem Grinko vs. Aslan Mahmudov 0:3-PS-6:17-06:00
130kg Gr.-röm. Stefan Lippke vs. Lucas Kästel 0:1-PS-2:2-06:00
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